Dr. Ilse Pfeffer, über Afrika Hautnah

Dez 2nd, 2008 | By admin | Category: Afrika Hautnah

Liebe Hernalserinnen,
Liebe Hernalser,

Unser liebens- und lebenswerter Bezirk wird unter anderem auch wegen seiner Vielfalt, Offenheit und Fortschrittlichkeit geschätzt. Vielfalt und Gegensätze gibt es in Hernals nicht nur zwischen Jung und Alt, Arm oder Reich, sondern auch zwischen den verschiedenen ethnischen Gruppen, die hier wohnen, arbeiten oder ihren Freizeitbeschäftigungen nachgehen. Ob türkischer, serbischer, kroatischer oder afrikanischer Hintergrund: Was zählt, ist der Mensch.

Deswegen ist es mir eine besondere Freude, als Bezirksvorsteherin die Diskussionsveranstaltung zu unterstützen. „Afrika hautnah“ bringt die Menschen zusammen und es sind neben allen Interessierten aus der Bevölkerung auch zahlreiche VertreterInnen der Politik und von öffentlichen Institutionen aus dem Bezirk eingeladen, um mit den Mitgli

edern der afrikanischen Community zu diskutieren. Geredet werden soll dabei über Partizipationsmöglichkeiten sichtbarer MigrantInnen ebenso sowie über Möglichkeiten der besseren Integration. Ziel der Veranstaltung ist ein besseres gegenseitiges Kennenlernen und der Abbau von Berührungsängsten auf beide

n Seiten. Dies findet meine vollste Unterstützung.

Hier lebende AfrikanerInnen verfügen über Potenziale und Eigenschaften, die helfen können, unser Hernals weiter zu entwickeln und zu fördern. Dazu ist es einerseits notwendig, dass die hier schon länger lebenden HernalserInnen Vorurteile beiseite legen und die Menschen in die soziale Gemeinschaft aufnehmen. Andererseits ist es aber auch wichtig, dass sich die MigrantInnen in das Sozialleben integrieren lassen und offen sind für die hier existierenden Sitten und Gebräuche.

Eine weitere geliebte „Charaktereigenschaft“ von Hernals ist nämlich die Tradition. Unser Bezirk kann auf eine lange, sehr wechselvolle Geschichte zurückblicken. Zu einer erfolgreichen Integration ist es letztlich unerlässlich, sich mit der Kultur des neuen Heimatlandes und meines neuen Lebensumfeldes vertraut zu machen und die lokalen Gepflogenheiten zu respektieren. Wenn sich MigrantInnen für das kulturelle Leben in unserem liebenswerten Hernals interessieren, werden sie in weiterer Folge garantiert auch leichter Anschluss finden. Je offener die Menschen aufeinander zugehen, desto weniger wird es eine Rolle spielen, welche Hautfarbe der Hernalser oder die Hernalserin hat. Mit der heutigen Diskussionsveranstaltung hoffe ich, diesem schönen Ziel ein Stück näher kommen zu können.

Ihre Dr. Ilse Pfeffer, Bezirksvorsteherin

Aus der Druckausgabe Tribüne Afrikas Nr.5/2008



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