Offene Türen bei Parteien und afrikanischen Vereinen

Dez 20th, 2008 | By | Category: Afrika Hautnah, Diskussionen

Am Samstag 6. Dezember 2008 fand die Veranstaltungsreihe Afrika Hautnah in Rudolfsheim-Fünfhaus statt.

Der Veranstaltungsabend wurde mit einem Kurzfilm über die in Rudolfsheim-Fünfhaus lebenden AfrikanerInnen eingeleitet, gefolgt von einer informativen Diskussion, die durchaus ihr Ziel erreichte.

Die Veranstaltung eröffnete bereits bestehende integrative Projekte und Möglichkeiten des Mitmachens im Bezirks (z.B. Projekte „Dorfplatz“, „Weltenreise“, nichtpolitische Plattformen wie Rebas, Wasserweltenfest oder Nachschulunterricht für MigrantInnenkinder von der ÖVP). Dass sich keine AfrikanerInnen unter den politischen Reihen finden, steht nicht mit politischem Desinteresse in Zusammenhang. Im Gegenteil, politische Kontakte bestanden teilweise schon mit der SPÖ und den Grünen aus anderen Bezirken. Sich nicht gehört fühlen führte jedoch zu Unzufriedenheit und folglich zur Demotivation für weiteres Engagement.

Warum ist es so schwierig für AfrikanerInnen sich zu integrieren? Beispiele lieferte hier vor allem der Verein Schmetterling und erläuterte Schwierigkeiten wie Berührungsängste, Abneigungen, Konfrontationen mit Rassismen. Die Angst aufgrund einschlägiger Erfahrungen verunsichert und wirkt sich auf den Integrationswillen aus.

Alle DiskutantInnen sind sich einig, den gegenseitigen Dialog zu fördern und zu suchen. Bezirksvorsteher Zatlokal will sogar alle Vereine persönlich besuchen und Kontakte herstellen. Die Türen sind also nicht nur bei den Parteien offen sondern auch bei den afrikanischen Vereinen.
Einstimmigkeit besteht auch darin, dass die Hautfarbe nicht das einzige Kriterium und Eintrittskarte für AfrikanerInnen in die Politik sein soll, sondern das persönliche Engagement und das grundlegende Element der Chancengleichheit.

Kontakte zwischen PolitikerInnen und ortsansässigen AfrikanerInnen bzw. MigrantInnen wurden herstellte und der Boden für weitere Zusammenarbeiten bereitet. Nach der Veranstaltung wurde für das leibliche Wohl gesorgt, um die Gäste einander näher zu bringen. Visitenkarten wurden eifrig ausgetauscht.



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