Österreichisches Entwicklungshilfeprojekt durch kirchliche Korruption zerstört

Mrz 24th, 2009 | By | Category: Interessantes

Der tragische Tod der 17 jährigen Tansanierin Veneranda Sanga in Folge von mangelnder Transparenz und Kontrolle, sowie Diebstählen und Menschrechtsvergehen von Funktionären der Evangelisch Lutherischen Kirche Tansanias (ELCT) steht auch in Bezug zu Österreich.

Der frühe Tod des mit HIV/AIDS lebenden Mädchens hätte mit Sicherheit verhindert werden können, wäre das erfolgreiche und von der Austrian Developement Agency (ADA – Österreichische Entwicklungszusammenarbeit)
ko-finanzierte HIV und AIDS-Projekt des EAWM (Evangelischer Arbeitskreis für Weltmission) nicht von der lokalen evangelischen Kirche im Frühjahr 2006 mutwillig und gewaltsam abgebrochen worden.

Der Tod des Mädchens bleibt dabei kein Einzelfall, da bis heute bereits dutzende Menschen im Bezirk Makete/Tansania in Folge der schlechten medizinischen Versorgung gestorben sind. Die Partnermissionen der ELCT, die deutschen Missionswerke MEW – Mission EINE Welt (http://www.mission-einewelt.de), NMZ- Nordelbisches Missionszentrum (http://www.nmz-mission.de) sowie KPS – Kirchenprovinz Sachsen haben trotz Wissen um die Veruntreuungen nicht ausreichend Verantwortung für ihre Spendengelder und ihre vor Ort beteiligten MitarbeiterInnen übernommen und somit dem jahrelangen Diebstahl in der Evangelisch Lutherischen Kirche Tansanias Vorschub geleistet.

Auch der österreichische Bischof Dr. Michael Bünker, der ehemalige Bischof Herr Mag. Herwig Sturm und der Präsident der Synode RA Dr. Peter Krömer waren seit Monaten sowohl über die Sachlage in Tansania als auch über den schlechten Gesundheitszustand der HIV-PatientInnen informiert.

Für weitere Auskünfte finden Sie die entsprechenden Kontaktdaten am Ende der Presseaussendung.

Mit freundlich Grüßen
Fabian Wirnsperger
Obmann-Pamoja



Tags:

is Claudia Apfelthaler.
Email this author | All posts by

4 comments
Leave a comment »

  1. Ich war der Arzt, der von 2004 bis 2006 die HIV/AIDS Patienten in Tansania erfolgreich mit den lebensrettenden Antiretroviralen Medikamenten behandelt hat. Menschen, die wieder Hoffnung auf Leben hatten, stellten Fragen nach dem Verbleib von staatlichen und kirchlichen Geldern, die offensichtlich seit Jahren in den dunklen Kanälen der Lutherischen Kirche verschwinden. Die Folge war, dass das Behandlungsprogramm gewaltsam unterbrochen wurde und seither dutzdene Menschen gestorben sind. Jene Missionswerke, die seit Jahrzehnten keine Belege übder die richtige Verwendung ihrer Ressourcen in Tansania zur Verfügung stellen können, stellen sich nach wie vor auf die Seite der Bischöfe und Leitung der Lutherischen Kirche in Tansania, die seit Jahrzehnten offensichtlich für bis zu 75% der Projekte und Diözesen aus ganz Tansania keine ordentlichen Abrechnugen stellen kann. Externe unabhängige und/oder transparente Überprüfungen gibt es keine.
    Besonders das NMZ in Hamburg und die Mission EINE Welt aus Bayern versuchen über ihre Mitarbeiter unter Verwendung von unrichtigen Statement den Eindruck zu erwecken, dass BBC und andere Jouranlisten und Buschprüfer aus Afrika Lügen würden. Sie versuchen, die Aufdecker und Ehrlichen in Afrika zu schuldigen zu machen, Whistleblower zu diskreditieren und Schaden dadurch Menschen an Leib und Leben.

  2. Englische Pressemitteilung zum Thema findet sich unter anderem unter:

    http://newsblaze.com/story/2009031208070200001.ew/topstory.html

  3. Auch ich habe erlebt, wie in Bulongwa und Makete mit Menschenleben gespielt wird und die Kirchenleitung vor Ort sich eher um eigene Belange kümmert als sich um die Menschen ihrer Diozese zu sorgen.
    Nicole Kraemer
    (2001/02 und 2005 in Bulongwa)

  4. Ab 2010 erhält der EAWM, der sich in konsequenter Weise hinter die HIV-positiven Menschen in Tansania und die Mitglieder von PIUMA gestellt hat, von der österreichischen evangelisch-lutherischen Kirche keine Subventionen mehr.
    Obwohl der EAWM eine der ersten HIV/AIDS-Kiliniken in Tansania sowie ein Vorzeigeprojekt der österreichischen EZA aufgebaut hat und mit PIUMA eine 2008 mehrfach ausgezeichnete NGO unterstützt, wird der EAWM durch die Streichung der Subventionen in seiner Existenz bedroht.

    Lesen Sie bitte mehr dazu unter folgendem Artikel: http://welt-sichten.org/front_content.php?idart=793

    Fabian Wirnsperger
    http://www.pamoja.at

Leave Comment