Filmpräsentation “Migranten in Wien” und “Hautsache” am 28. Juni im Filmcasino

Jun 22nd, 2009 | By | Category: Events, Filme, Interessantes

Am 28. Juni 2009 findet heuer erstmals die Präsentation von zwei Diplomfilmen von Studierenden des Lehrganges TV-Dokumentation 2008/2009 der Wiener Volkshochschulen und der Werkstätte Kunstberufe statt. Die beiden Filme „Migranten in Wien“ und „Hautsache“ beschäftigen sich mit dem Thema Integration von MigrantInnen in Wien. Die Veranstaltung selbst ist dabei ein weiteres Forum für die Vernetzung von Zugewanderten und Alteingesessenen. Im Anschluss an die Filmpräsentation gibt es ein multinationales arabisch-türkisches Buffet. Der Eintritt ist frei.

Präsentiert werden die beiden Filme am 28. Juni 2009 um 11 Uhr im Filmcasino, Margaretenstraße 48, 1040 Wien.

Migranten in Wien
Jede(r) dritte WienerIn ist zugewandert oder stammt von Zuwanderern ab – ein Bevölkerungsanteil, den man nicht als Randgruppe abtun kann, wie Professor Borko Ivankovic von der Abteilung für Integration der Stadt Wien erklärt. Dieser Film zeigt die Schicksale einiger von ihnen. Manche haben die Integration geschafft, wie der Flüchtling Jean Dusabe aus Ruanda, der bis in das Management eines großen österreichischen Konzerns aufgestiegen ist. In seiner Freizeit engagiert er sich gegen Rassismus. Andere, wie der Künstler Sergej aus St. Petersburg scheitern an der Sprache und dem Unvermögen, sich in der neuen Welt zurecht zu finden.  Abdul, der Wirtschaftsakademiker aus Bangladesch hingegen ist vom Zeitungs-Kolporteur zum Taxiunternehmer aufgestiegen, seine Frau Shafina – eine diplomierte Archäologin – hofft, eines Tages als Kindergärtnerin arbeiten zu können.

Diese Dokumentation zeigt, wie die neuen Wiener und Wienerinnen leben, was sie bewegt, womit sie hadern, auf welches Klima sie treffen, warum sie hier sind und ob sie bleiben wollen. Zahlreiche städtische Einrichtungen und Projekte nehmen sich der MigrantInnen an, um ihnen die Eingewöhnung ins neue Leben zu erleichtern. Und trotzdem bleiben zu viele auf der Strecke wie Sharif aus Afghanistan, der vorzüglich Deutsch spricht und dennoch nicht arbeiten darf. „Migranten Leben in Wien“ zeigt exemplarisch Lebenswelten einiger von rund 523.000 Wienerinnen und Wienern, die nicht in Österreich geboren sind.

Hautsache
Tätowierungen sind als Körperschmuck etabliert und nicht mehr nur bösen Mädchen, Häfenbrüdern und Seemännern vorbehalten. Tattoos sind heutzutage Ausdruck eines speziellen Lebensgefühls. Doch was steckt wirklich hinter dem Vorhaben, den eigenen Körper der nicht ganz schmerz- und risikolosen Prozedur zu unterziehen?

Der Beitrag lässt Menschen mit unterschiedlicher Motivation zu Wort kommen: Jene, die Tattoos als Ausdruck ihrer Persönlichkeit sehen und solche, die in einer Populärkultur der Vergänglichkeit leben und später häufig den  Schönheits-Chirurgen aufsuchen, um sich die Jugendsünde weglasern zulassen. Gezeigt werden Tätowierte, die den unterschiedlichsten Sozialgruppen vom Rockmusiker über den Lehrer bis zur Journalistin angehören und solche, die ihrer Tattoos überdrüssig sind und sie wieder los werden wollen. Außerdem ermöglicht der Film ungewöhnliche Einblicke hinter die Kulissen von Tattoo-Studios und Schönheits-Chirurgen.



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