Tourismusmarkt Kenia kommt wieder auf die Beine
Aug 17th, 2009 | By Florian | Category: NEWSNairobi – Nach den politischen Unruhen zur Jahreswende 2008 versucht die Tourismusdestination Kenia wieder an Boden zu gewinnen. Im ersten Halbjahr 2009 verzeichnete das ostafrikanische Land knapp 415.000 internationale Ankünfte, gegenüber 280.000 im Jahr davor, davon rund 2.500 aus Österreich.
Laut Angaben der Kenianischen Fremdenverkehrsbüros in Nairobi gehören die Schweizer zu den treusten Kenia-Gästen. Die ersten sechs Monate dieses Jahres reisten wieder deutlich mehr Eidgenossen in das ostafrikanische Land, das nach den Wahlunruhen im Dezember 2007 schwere Verluste bei den Ferienreisenden hinnehmen musste.
Die Schweiz hat einen ausgeglichenen Anteil zwischen Safari- und Badeferiengästen und Urlaubern mit einer guten Balance zwischem hohem und limitiertem Budget. Bei Deutschland und Österreich fällt das Schwergewicht auf Charterreisende und Badeurlauber mit geringerem Budget. Der Konkurs des African Safari Club hatte gerade auf den österreichischen Markt deutliche Auswirkungen, da der Veranstalter dort sehr stark war. Aufgrund fehlender Direktflüge konnte der Wiener Markt nicht so schnell wiederbelebt werden.
Kenya 2009: Kampf gegen Hunger und Dürre
Dennoch hat sich das begehrte Reiseziel von den Unruhen bis heute nicht erholt und leidet zudem noch an extremer Dürre. Über 10 Mio. Menschen hungern in Kenya. Täglich sterben Leute an Unterernährung und akuter Wassernot. Viele Menschen laufen täglich bis zu 30 km für ein paar Liter Wasser. 3,2 Mio. Leute sind ungenügend mit Wasser versorgt. 100 Kinder sterben täglich an Malaria, 630.000 Kenyaner sind in einem kritischen Gesundheitszustand. Erschütternde Zahlen, wie sie Kenya Red Cross Vizegeneralsekretär James Kisia vom Kenya Red Cross gegenüber pressetext in Nairobi präsentiert. Das Rot Kreuz versorgt noch immer über 100.000 Personen in Flüchtlingscamps .
Tourismusminister Najib Balala freut sich über den Aufwärtstrend, räumt aber ein, “dass Kenia noch weit weg ist von den früheren Besucherzahlen”. Auf die Frage, wie er die Entwicklung des für Kenia so wichtigen Wirtschaftszweiges sieht, sagt Balala, “viele Europäer haben sich für Nahziele entschieden, und wir gehen nicht davon aus, dass sich die Wirtschaftslage rasch zum Besseren wendet. Immerhin haben wir 70 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr. Darüber sind wir glücklich”.
Quelle: pressetext.at
Florian is
Email this author | All posts by Florian





denn ehemalige britische kolonial macht