CINE AFRIKA – Mobiles Integrationskino – ein Radio Afrika TV Projekt

Nov 16th, 2009 | By | Category: Kunst & Kultur

Wollen Sie die verschiedensten Facetten anderer Kulturen entdecken? Haben Sie Interesse an Afrika und AfrikanerInnen bzw. Integration? Haben Sie Verwandte, Freunde oder Bekannte mit Migrations-hintergrund? Wohnen Sie auf dem Land und haben deswegen wenige Möglichkeiten, ins Kino zu gehen? Dann ist Mobiles „Cine Afrika – Integrationskino“ genau das Richtige für Sie!  Ab November 2009 lanciert Radio Afrika TV das spannende Projekt VISION NOBLE: Ein Mobiles „Cine Afrika – Integrationskino“ in allen Bundesländern Österreichs.

Die Filmreihe bringt die Themen Afrika, Migration und Integration direkt zu Ihnen. Die Vorführungen werden nicht nur in etablierten Kooperationskinos, sondern auch an Schulen, in Kulturzentren, Einkaufstrassen und Supermärkten, in Graz, Linz, Salzburg oder Innsbruck aber auch in kleineren Gemeinden gezeigt.

Nach den Vorführungen besteht die Möglichkeiten zu einer Diskussion mit den Regisseuren bzw. Produzenten und Experten des Filmthemas. Kulturelle Darbietungen runden das Programm ab. Mit diesem Pilotprojekt will Radio Afrika TV zu grenzüberschreitenden Debatten zum Thema Integration anregen und Vorurteile bzw. Klischees über Immigranten/innen – insbesondere über Afrikaner/innen – abbauen.

Möchten Sie, dass VISION Noble – auch zu Ihnen kommt?
Dann kontaktiren Sie un bitte einfach unter
film@radioafrika.net bzw. www.radioafrika.net,
Tel: 01-94 37 045

Unsere Filmreihe im Herbst 2009
Diese Filme zeigen verschiedene Phasen im Leben eines Migranten: Vom Heimatland bis ins Gastland, von der Hoffnung auf ein besseres Leben bis zur Realität des Lebens.

Die Lebensbedingungen im Herkunftsland

„Fimbo ya baba“ („Der Stock des Vaters“), von Dr. Augustin Hatar

Der Film fokussiert auf die schwierigen Lebensbedingungen afrikanischer Frauen, die aus familiären Gründen ihre Zukunftsträume aufgeben sollen und Opfer von Gewalt und Ausbeutung werden:

Ein verwitweter, reicher Mann lebt in Tansania neben einer armen Familie, die die Schulgebühren ihrer Tochter nicht mehr bezahlen kann. Aufgrund dieses Umstands wird der Vater zu Hause aggressiv und ist gezwungen Geld bei seinem reichen Nachbarn auszuborgen. Dafür muss er aber diese Tochter an den alten, wohlhabenden und HIV-infizierten Mann verheiraten. Der reiche nunmehrige Schwiegersohn stirbt aufgrund schlechter medizinischer Versorgung. Nach dem Tod wird die junge Witwe von der Familie ihres verstorbenen Ehemanns misshandelt und muss das Dorf verlassen.

Dieser Film löste unter Filmbegeisterten eine interessante Debatte über die Umsetzung der Entwicklungszusammenarbeit, in Zusammenhang mit Armutsbekämpfung, und dem „Brain Drain- Phänomen“, aus.

Der Fluchtweg nach Europa

Europa jenseits vom Traum“, von Johanna Tschautscher
Rund 360.000 Afrikaner/innen warten an der Nordküste Afrikas darauf, nach Europa kommen zu können: Viele haben keine Vorstellung von der Härte der bevorstehenden Reise, den Risiken und der traurigen Lebensrealität, die sie in Europa erwartet. Sie beziehen ihre Informationen aus den verklärten Schilderungen zurückgekehrter Landsleute, von Schleppern und dem Fernsehen.

„Flucht aus Afrika“, von Johanna Tschautscher
Tausende Afrikaner/innen sterben auf dem Weg durch die Wüste oder das Mittelmeer: Eine Gruppe Tuareg arbeitet in der Sahara gegen die Armut, ein Saftfabrikant aus Ghana will nach einer misslungenen Migration seine Fabrik wieder aufbauen und ein Wiener Oberstleutnant der Kripo 3 setzt sich für Fairness zwischen Exekutive und Afrikaner ein.

Lebensbedingungen und Integration im Gastland

„Harlem in Wien“, von Andreas Gruber
Wie leben Afrikaner/innen in Österreich, abseits der üblichen Klischees, wirklich? Der Film porträtiert die afrikanisch-katholische Community im 5. Wiener Gemeindebezirk und einige Mitglieder dieser Gemeinschaft. An ihrer Spitze und im Mittelpunkt des Films steht Pater Lorenz, der nicht nur die Sonntagsmesse liest, sondern sich rund um die Uhr um seine Schäfchen kümmert.

„Here to Stay“, von Markus Wailand
Wien ist die Welthauptstadt des „Hauswandrassismus“. Von tausenden Fassaden schreit es “N**** raus” oder “Kill all N*****”: Der Film sucht nach den Hetzern und will die Wiener/innen vom kollektiven Wegschauen abhalten. Er zeigt die Kämpfe der Black Community gegen rassistische Klischees und ihr Engagement um positive Gegenentwürfe. Denn auch sie sind Wien und „here to stay“ – hier zu bleiben.

„Welcome Hone“  von Andreas Gruber:
Asylwerber/innen aus Afrika werden deportiert. Manche sogar in falsche „Heimatsländer“: Zwei österreichische Polizisten deportieren einen Asylwerber aus Ghana nach Nigeria. Die beiden Polizisten marschieren, sogar ohne Visum, nach Nigeria. Sie werden dort festgehalten bis sie sich dazu entschließen politisches Asyl zu beantragen. Nun müssen sie am Ende mit dem Asylwerber nach Wien zurück. ABER WIE?



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