Mugabe verteidigt umstrittene Landreform gegen Kritik

Nov 18th, 2009 | By | Category: NEWS

Rom (AP) Der simbabwische Präsident Robert Mugabe hat auf dem Welternährungsgipfel die umstrittene Bodenreform in seinem Land gegen westliche Kritik verteidigt. Die Reform, bei der vor neun Jahren Tausende weiße Landbesitzer enteignet wurden, habe «Gleichheit und Gerechtigkeit» schaffen sollen, sagte Mugabe am Dienstag in Rom. Kritiker sehen in der Bodenreform einen der Gründe für die Hungersnot der vergangenen Jahre in Simbabwe.

Mugabe machte dagegen «feindselige Interventionen neokolonialistischer Feinde», die Sanktionen gegen seine Regierung verhängt hätten, für die Wirtschaftskrise in Simbabwe verantwortlich. Gegen Mugabe und seine engsten Mitarbeiter wurden Einreiseverbote verhängt, außerdem wurde Vermögen im Ausland eingefroren. Für UN-Gipfel gelten diese Maßnahmen aber nicht. Mugabe hat in den vergangenen Jahren mehrfach Treffen der Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) als Podium für Angriffe gegen Kritiker genutzt. Am Dienstag forderte er die westlichen Staaten auf, ihre «illegalen und unmenschlichen» Sanktionen gegen sein Land aufzuheben.

«Alle Ressourcen für Kampf gegen Hunger mobilisieren»
Die Exekutivdirektorin des UN-Welternährungsprogramms (WFP), Josette Sheeran, rief die Staatengemeinschaft zum sofortigen Handeln im Kampf gegen den Hunger auf. «Zusammen müssen wir sicherstellen, dass die Hungernden heute etwas zu essen bekommen und morgen in der Lage sind, sich selbst zu ernähren», erklärte sie. Die Bekämpfung des Welthungers sei die dringendste Frage dieser Generation. «Jetzt müssen wir alle Nationen, alle Menschen und alle Ressourcen für den Kampf gegen den Hunger mobilisieren», sagte Sheeran.

Quelle: YahooNews, AP



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