Tansania bekommt keine Erlaubnis zum Verkauf von Elfenbein

Mrz 22nd, 2010 | By | Category: NEWS

Doha (apn) Tansania ist mit seinem Wunsch nach einer begrenzten Freigabe des Elfenhandels gescheitert. Die Jahrestagung des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens (CITES) in Katar lehnte am Montag einen entsprechenden Antrag ab. Tansania hatte gefordert, das 1989 beschlossene Handelsverbots zu lockern. Der afrikanische Staat wollte 90 Tonnen des wertvollen Materials verkaufen. Kritiker werfen Tansania vor, nicht genug gegen Wilderer zu unternehmen, die Jagd auf Elefanten machen.

Tansania begründete den Antrag mit einem Anstieg der Elefantenpopulation von 55.000 auf 137.000 in den vergangenen 21 Jahren. Umwelt- und Tourismusminister Shamsa Selengia Mwangunga warnte, eine Ablehnung des Antrags könnte den Unmut der Landbevölkerung provozieren, die sich von den wachsenden Elefantenbeständen bedroht sehe.

Eine Allianz aus EU-Staaten, den USA und einigen afrikanischen Ländern zog in Zweifel, dass Tansania genug gegen Wilderei unternehme. Umweltschützer befürchten, dass Wilderer die Elefanten bis 2020 ausrotten könnten. Jedes Jahr würden 60.000 illegal getötet. Besondern in China, Thailand und anderen asiatischen Ländern gibt es eine hohe Nachfrage nach Elfenbein.

Der Elfenbeinhandel gehört seit Jahren zu den umstrittensten Fragen, über den die 175 CITES-Staaten beraten. Kenia und sechs andere afrikanische Staaten schlagen ein Moratorium vor, das 20 Jahre lang weitere Versuche einer Lockerung des Handelsverbot verhindern soll.

Noch am Montag sollte auch über einen Antrag Sambias entschieden werden, den Verkauf von rund 22 Tonnen Elfenbein zu erlauben. CITES-Elefantenexperte Tom de Meulenaer sagte vergangene Woche, dass die Organisation diesen Wunsch befürwortet. Sambia habe viel für den Elefantenschutz getan.

Quelle: YahooNews, AP



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