SADC-Gipfeltreffen vertagt Entscheidung zu Simbabwe
Aug 18th, 2010 | By Florian | Category: NEWSWindhoek – Die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) hat ihre Entscheidung zur Weigerung Simbabwes, den Beschluss eines Tribunals der Staatengemeinschaft umzusetzen, verschoben. In sechs Monaten wolle das Gremium erneut über die Frage beraten, ob knapp 80 weiße Farmer entgegen der von Präsident Robert Mugabe durchgesetzten Reform ihr Land in Simbabwe behalten dürften, teilte SADC-Generalsekretär Joao Samuel Caholo nach einem zweitägigen Gipfel in Namibia mit.
Bis in sechs Monaten soll eine Expertenrunde unterschiedliche Interpretationen auf beiden Seiten ausräumen, teilte ein SADC-Vertreter mit. Die Regierung in Harare bringt vor, die Schaffung des Tribunals nie ratifiziert zu haben. Die andere Seite ist der Ansicht, dass die SADC-Mitgliedschaft die Anerkennung des Tribunals miteinschließt.
Das Tribunal kann eine Durchsetzung seiner Entscheidungen nur mittels eines Beschlusses auf einem SADC-Gipfel erreichen. Namibias Präsident Hifikepunye Pohamba forderte die 15 Mitglieder der Gemeinschaft auf, mehr dafür zu tun, dass die Organisation ihr Mandat erfüllen könne.
Mugabe hatte vor zehn Jahren eine Landreform durchgesetzt, mit der rund 4000 weiße Farmer in Simbabwe von ihrem Land vertrieben wurden. Lediglich 400 weiße Farmer sind in dem Land weiter aktiv. Die Vertreibung der erfahrenen Landwirte ließ die Produktionszahlen in der Agrarwirtschaft einbrechen und machte Simbabwe abhängig von Importen. Im Jahr 2008 entschied das Tribunal der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft, dass 78 weiße Farmer zu Unrecht wegen ihrer Hautfarbe enteignet wurden.
Quelle: YahooNews,AFP
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