Gaddafi bemüht sich um diplomatische Lösung für Libyen

Apr 4th, 2011 | By | Category: NEWS

Unter dem Druck des NATO-Militäreinsatzes in Libyen bemüht sich Machthaber Muammar el Gaddafi um eine diplomatische Lösung des Konflikts. Nach Gesprächen in Griechenland reiste ein Gesandter Gaddafis in die Türkei, um dort nach Angaben aus Regierungskreisen in Ankara um die Vermittlung einer Waffenruhe mit den libyschen Aufständischen zu werben. Die Rebellen lehnten einen Übergang unter Gaddafis Sohn Seif el Islam ab.

Am Sonntagabend empfing der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou den libyschen Vize-Außenminister Abdelati Laabidi in Athen. Der griechische Außenminister Dimitris Droutsas erklärte anschließend, Papandreou habe die Forderungen der internationalen Gemeinschaft bekräftigt, dass Gaddafis Regierung die UN-Resolutionen vollständig anerkennen und umsetzen und die Gewalt einstellen müsse. Droutsas sagte, Laabidis Besuch sei “ein erster wichtiger Schritt” zur Konfliktlösung.

Nach dem Besuch in Athen reiste Laabidi nach Ankara weiter, anschließend will er Malta besuchen. In Ankara will er um Unterstützung für einen Waffenstillstand zwischen Gaddafis Truppen und den Rebellen werben. Auch NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen traf in Ankara zu Gesprächen mit der türkischen Regierung über den Libyen-Konflikt ein.

Die libyschen Aufständischen erzielten derweil einen weiteren diplomatischen Erfolg. Nach Frankreich erkannte Italien als zweites EU-Land den Nationalen Übergangsrat der Rebellen als einzig rechtmäßige Vertretung des Landes an.

Überlegungen zu einem Übergangsprozess in Libyen unter Gaddafis Sohn Seif el Islam Gaddafi, der auch einen Machtverzicht seines Vaters einschließen würde, wies der Übergangsrat zurück. “Gaddafi und seine Söhne müssen vor jeglicher diplomatischer Lösung abtreten”, sagte ein Sprecher des Rates in Bengasi. Die “New York Times” hatte zuvor berichtet, Seif el Islam und sein Bruder Saadi Gaddafi hätten die Übergangslösung vorgeschlagen.

Am Montag kämpften Gaddafis Truppen und die Aufständischen erneut um den östlichen Erdölhafen Brega. Die USA, die eigentlich am Wochenende ihre Kampfflugzeuge und Tomahawk-Marschflugkörper aus dem Libyen-Einsatz abziehen wollten, verlängerten den Einsatz auf Bitten der NATO bis einschließlich Montag. Die britische Armee erklärte laut “Guardian”, ihre Kampfflugzeuge würden sich wahrscheinlich mindestens noch sechs Monate an dem Einsatz beteiligen.

Quelle: YahooNews,AFP



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