Wir sehen, was wir kennen.

31 January 2018 | By | Category: Allgemein, Interessantes

Rätedemokratie, nur nebenbei Königreich.

Günther Lanier, Ouagadougou 31.1.2018.

Wir sehen vor allem das, was wir zu sehen erwarten – das, was wir kennen. Mit Neuem, Anderem, Fremdem tun wir uns schwer. Altgediente Reisende wissen, dass sich ihnen eine neue Ferne nur langsam erschließt, Schritt für Schritt, Gespräch um Gespräch, Tag um Woche für Jahr in dieser Ferne. Ein Horizont erweitert sich nicht in Siebenmeilenstiefeln, sondern ätzerlweise.

Dass EuropäerInnen das mächtige Aschanti-Reich vielfach als Monarchie wahrnahmen, war daher weniger böse Absicht als Unfähigkeit, unter die Oberfläche zu dringen.

Ashanti Yam_Ceremony 1817 c [1]

Fast die Hälfte der heute über 27 Millionen GhanaerInnen sprechen Akan-Sprachen, die allermeisten darunter, circa 7 Millionen sollen es sein[2], Aschanti (eigentlich Twi). Letztere leben vor allem im Landesinneren, in der Aschanti-Region, im Herzen des südlichen, tropischen Ghana, ihre Hauptstadt ist Kumasi.

Das Aschanti-Reich bestand vom späten 17. bis ans Ende des 19. Jahrhunderts – an seinem Höhepunkt erstreckte sich seine Macht über ein Gebiet von etwa 260.000 km2, etwas größer als das heutige Ghana[3]. Macht und Reichtum gründeten insbesondere auf Gold und SklavInnenhandel. Im 19. Jahrhundert lieferten die Aschanti den britischen Kolonialherren beharrlichen und längere Zeit erfolgreichen Widerstand. Erst 1900, nach vier Kriegen, konnte sich London mit seinen überlegenen Waffen endgültig durchsetzen – in den Kolonialkriegen der letzten Jahre des 19. Jahrhunderts erwies sich unter anderem das 1885 erfundene Maxim-Maschinengewehr als überaus effizient.

King_Asantehene_Osei_Tutu_II_of_Ashanti-Asanteman c [4]

An der Spitze des Aschanti-Reiches stand – bzw. saß auf seinem göttlichen Goldenen Stuhl – der Asantehene, der Aschanti-König. Doch handelte es sich bei ihm um alles andere als einen absoluten Monarchen.

Bowdich (1819) p.347 PLATE 10-COOMASSIE,_königlicher Schlafraum c [5]

Basisdemokratie avant la lettre[6]

Grundelement der Aschanti-Gesellschaft ist die Abstammungsgruppe (lineage). Diese umfasst alle Nachkommen einer gemeinsamen Ahnin oder Vorfahrin. Die Aschanti sind nämlich matrilinear, das heißt, sie leiten die Herkunft über ihre Mütter ab.

An der Spitze jeder dieser lineages steht eine Person, die sich durch Alter, Weisheit, Rechtschaffenheit[7] und Überzeugungskraft auszeichnet. Das kann eine Frau sein, in den allermeisten Fällen ist es aber ein Mann – Matrilinearität darf ja nicht mit Matriarchat verwechselt werden. Logischer Kandidat für diese Führungsposition ist der älteste Mann der Gruppe, so er nicht senil ist und die anderen geforderten Eigenschaften aufweist. Tut er das, so ist die Entscheidung schnell getroffen – gibt es hingegen keinen offensichtlichen Kandidaten, keine offensichtliche Kandidatin, dann sind “ausgedehnte und gewissenhafte Konsultationen und Diskussionen“[8] notwendig. Denn die Entscheidung erfolgt im Konsens. Alle Gruppenmitglieder müssen nicht nur einverstanden sein, es müssen auch alle zu Wort kommen.

Das Amt wird prinzipiell auf Lebenszeit vergeben, kann aber entzogen werden, wenn der oder die Betroffene senil wird oder sich sonstwie als ungeeignet erweist.

Das Oberhaupt einer lineage vertritt seine Abstammungsgruppe im Dorf- oder Stadtrat. Auch diese lineage-RepräsentantInnen treffen ihre Entscheidungen stets im Konsens. An der Spitze des Stadtrats steht ein chief, der in der Regel aus immer derselben Großfamilie kommt – hier findet sich ein Element der Vererbung repräsentativer Macht, allerdings ist der Kreis der Kandidaten groß – die Letztentscheidung wird, freilich im Konsens, vom Stadtrat getroffen, dem die “Mutter“ des Chefs (chief-Mutter, -Tante, -Schwester oder -Cousine) einen Vorschlag unterbreitet, und muss “von der breiten Öffentlichkeit gebilligt werden, um letztlich gültig zu sein“[9].

Ein chief bestimmt nicht, er kann nur – wie alle anderen Ratsmitglieder auch – seine Überzeugungskraft nutzen, um Entscheidungen zu beeinflussen. Sein offizielles Wort entspricht dem Konsens seines Rates. Darüber hinaus verkörpert er die Gemeinschaft und hat auch eine wichtige rituelle und zeremonielle Funktion – Wiredu schreibt hier von einer “heiligen“ mehr als einer politischen Funktion – wobei die Trennung der beiden Bereiche wohl “unafrikanisch“ genannt werden könnte[10]. Nach außen ist der chief der Repräsentant seiner Gemeinschaft, die er insbesondere auf der nächsthöheren politischen Ebene, dem Bezirksrat (divisional council) vertritt.

Der Bezirksrat repliziert den Stadtrat auf höherer Ebene, der ihm vorstehende parmount chief (Oberchef) vertritt den Bezirk auf der gesamtstaatlichen Ebene. An der Spitze des gesamtstaatlichen Rates steht der Asantehene – ihm ist auch eine queen mother, die Asantehema, zur Seite gestellt.

Récipient_Ashanti-Musée_royal_de_l'Afrique_centrale_(1) [11]

Konsens statt Wahlen

Im politischen System der Aschanti gibt es nirgends Wahlen. Entscheidungen werden nicht nur im Namen aller getroffen, nein, alle sollen wirklich hinter den gemeinschaftlichen Beschlüssen stehen, diese werden konsensuell gefasst, das heisst, jede und auch jeder Angehörige der betreffenden Gruppe soll mitreden, mitberatschlagen, und auch explizit seinen oder ihren “Segen“ dazu geben.

Es handelt sich um “substantielle Repräsentation“, das heisst, ausnahmslos alle haben ein Recht darauf, sich im Gruppen-Beschluss wiederzufinden. Hier ist ein grundlegender Unterschied zu den heutzutage gängigen “Mehrheitsdemokratien“ zu vermerken, in denen es die Regel ist, dass Minderheiten übergangen werden, in dem Sinn, dass sich ihre Meinungen und Wünsche nicht in den Beschlüssen wiederfinden.

Gerinnt ein solches System zur Parteiendemokratie, so besteht Gefahr, dass sich die regierende Partei oder die regierende Parteienkoalition in einem fort durchsetzt, die Oppositionsparteien hingegen beständig übergangen werden – da sie aus der Natur der Sache heraus bei den Abstimmungen keine Mehrheit erreichen können[12].

Statt auf Konfrontation setzt die substantielle Demokratie ihrerseits auf Kooperation.

Pariser Kommune, ArbeiterInnen- und Soldatenräte

Erinnert das Aschanti-System nicht an das der Räterepublik? Räte sind der Basis unmittelbar verantwortlich, sind an ihre Weisungen gebunden. Das wird “imperatives Mandat“ genannt und die MandatsinhaberInnen sind jederzeit abberufbar oder abwählbar. Und das System wird auch von der Basis nach oben konstruiert.

Den Grundstein für Rätedemokratien legte die kurzlebige Pariser Kommune. Sie entstand am 18. März 1871. Schon am 28. Mai 1871 war die Vernichtung der KommunardInnen durch das deutsche Heer vollendet.

100 Jahre Pariser Commune DDR-Marke 1971 c3 [13]

Dann ging es in Russland weiter. Bei der 1905er Revolution und abermals bei der nachhaltigeren von 1917 wurden Sowjets eingerichtet – Räte heißen auf Russisch “sowjeti“[14].

Vor einem Jahrhundert…

Nach Ende des 1. Weltkriegs waren auch Österreich, Ungarn, Slowakei und – am bekanntesten – Deutschland an der Reihe. Der durch die Niederlage im Krieg geschaffene Freiraum wurde zur Einrichtung von ArbeiterInnen- und Soldatenräten genutzt.

Nov.1918 Berlin Arbeiter- und Soldatenräte Bundesarchiv_Bild_146-1972-038-34 c [15]

1918 und 1919, in Deutschland rund um den Spartakusaufstand von Jänner 1919, war die große Zeit der Räte. “Die deutsche Wirtschaft“ legte sich quer, wo sie nur konnte. In Österreich[16], vor allem in Wien, begann es ein bisschen früher, schon während des Krieges, im Frühjahr 1917, und dauerte ein bisschen länger, bis 1920[17], offiziell sogar bis 1924[18]. Aber mit der (Re)Konsolidierung des bürgerlichen Staates – zu dem sich die Rätedemokratien als bewusstes Gegenmodell verstanden – wurde ihre Rolle auch hier kleiner und kleiner.

Die österreichischen und deutschen Betriebsräte sind ein eher zahnloses, des Großteils ihrer einstigen Macht (Kontrolle und Entscheidung) beraubtes Überbleibsel der Zeit der Räte – genau hundert Jahre ist das her.

Reichskongroß der Arbeiter- und Soldatenräte Berlin Dez.1918 Bundesarchiv_Bild_146-1972-038-36 [19]

Doch mit der von der Basis her konstruierten Demokratie und dem imperativen Mandat endet die Parallele zwischen “ghanaischer“ und mitteleuropäischer Rätedemokratie.

Das Konsensprinzip heute

Weit über die Grenzen des Aschanti-Reichs hinaus gilt das Bemühen um Konsens und um Einbinden aller in die Entscheidungsfindung in Angelegenheiten, die die gesamte Gemeinschaft betreffen, als wesentlicher traditioneller Wert. Das Einbeziehen aller entspringe dem afrikanischen Kommunitarismus, der sich vom Individualismus und der sozialen Kälte der Satten Welt tatsächlich bis zum heutigen Tag trotz aller destruktiven Einflüsse des globalen Kapitalismus abhebt.

Aber hier ist nicht der Ort für ein wirkliches Abhandeln dieses Konsensprinzips. Es sei nur darauf hingewiesen, dass das Abzielen auf Eintracht und Einhelligkeit im postkolonialen Kontext sehr oft nicht mehr als puren Missbrauch darstellt. Zum Rechtfertigen von Diktaturen, früher auch von Einparteienherrschaft, wurde das Konsensprinzip gerne “ins Feld geführt“. Doch auch der Diktatorenstürzer[20] und einstige Paradedemokrat ATT – Amadou Toumani Touré – hat sich seiner bedient, in einer originellen Selbstbauvariante: Er beteiligte alle, die Rang und Namen hatten, an seiner Regierung. Und nutzte die resultierende Oppositionslosigkeit, um sein Land gründlich “vor die Hunde gehen zu lassen“[21].

Und das wissen freilich alle. Aber nachdem er ein paar Jahre – 2012 bis 2017 – im goldenen Exil in Dakar verbracht hat, wurde ihm vor kurzem präsidiales Pardon gewährt und ein Comeback in Ehren bereitet. Am 24. Dezember 2017 kehrte er – mit Genehmigung oder auf Betreiben seines Nachfolgers Ibrahim Boubacar Keïta (IBK) nach Bamako zurück[22].

So wird alles unter den Teppich gekehrt, es wird verziehen und vergessen[23]. Wieder einmal wird ein Großer nicht zur Rechenschaft gezogen[24].

Endnoten:

[1] 1817, erster Tag der Yams-Zeremonie, Abbildung von Thomas Edward Bowdich in: Mission from Cape Coast Castle to Ashantee, London (J. Murray) 1819, pp.274f, leicht überarbeitet/zugeschnitten von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ashanti_Yam_Ceremony_1817.jpg.

[2] Siehe https://en.wikipedia.org/wiki/Ashanti_people. Mir kommt vor, die 7 Millionen sind zu tief gegriffen.

[3] Gemäß https://en.wikipedia.org/wiki/Ashanti_Empire.

[4] Asantehene Osei Tutu II of Ashanti Asanteman, Foto von Retlaw Snellac, Mai 2005, Foto leicht aufgehellt von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:King_Asantehene_Osei_Tutu_II_of_Ashanti-Asanteman.jpg.

[5] 1817, Schlafraum des Ashanti-Königs, Abbildung von Thomas Edward Bowdich in: Mission from Cape Coast Castle to Ashantee, London (J. Murray) 1819, p.347 (British Library HMNTS 983.d.16), leicht überarbeitet von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:BOWDICH(1819)_p347_PLATE_10_-_COOMASSIE,_THE_KING%27S_SLEEPING_ROOM.jpg.

[6] Die folgende Darstellung stützt sich auf Kwasi Wiredu, Democracy and Consensus in African Traditional Politics. A Plea for a Non-party Polity, in: polylog: Forum for Intercultural Philosophy 2 (2000), https://them.polylog.org/2/fwk-en.htm. Auf Deutsch: Kwasi Wiredu, Demokratie und Konsensus in traditioneller afrikanischer Politik, in: Franziska Dübgen, Stefan Skupien (Hg.), Afrikanische politische Philosophie. Postkoloniale Positionen, Berlin (Suhrkamp) 2015, pp.168-181.

[7] Wiredu verwendet den Ausdruck “civic responsibility“. Die direkte Übersetzung “BürgerInnensinn“ erschien mir in diesem Kontext inadäquat. Eine andere Möglichkeit wäre “Integrität“.

[8] Kwasi Wiredu, a.a.O., p.172.

[9] Ebd., p.173.

[10] Kwasi Wiredu ist selbst Aschanti. 1931 in Kumasi geboren, ist der renommierte Philosoph seit 1987 Professor an der University of South Florida, nunmehr emeritiert. Siehe http://philosophy.usf.edu/faculty/kwiredu/.

[11] Tongefäß der Ashanti für Grabbeigaben, aus dem Grab König Prempehs, jetzt im Museum von Tervuren, Belgien, Foto: Ji-Elle 3.7.2012, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:R%C3%A9cipient_Ashanti-Mus%C3%A9e_royal_de_l%27Afrique_centrale_(1).jpg.

[12] Minderheitenschutz ist in solchen “Mehrheitsdemokratien“ daher überaus wichtig.

[13] Von Frauen verteidigte Barrikade auf dem Place Blanche in Paris 1871. 20 Pfennig-DDR-Briefmarkevom 9.3.1971 zum 100. Jahrestag, gescannt, bearbeitet, hochgeladen von Nightflyer (talk) am 20.2.2011, zugeschnitten von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stamps_of_Germany_(DDR)_1971,_MiNr_1656.jpg.

[14] Endgültig zu Grabe getragen wurde das Rätesystem der UdSSR in der zweiten Hälfte der 1930er Jahre – nur der Name Sowjetunion lebte fort.

[15] Ansprache eines Mitgliedes des ArbeiterInnen- und Soldatenrates vor dem Reichstagsgebäude in Berlin, November 1918, Deutsches Bundesarchiv Bild 146-1972-038-34, leicht überarbeitet von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_146-1972-038-34,_Arbeiter-_und_Soldatenr%C3%A4te_in_Berlin.jpg.

[16] Einen Kurzüberblick für Österreich und vor allem Wien bietet der auf Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien, Wien (Verlag Kremayr & Scheriau) 1992-2004 beruhende Stadt Wien-Beitrag “Rätebewegung“ auf https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/R%C3%A4tebewegung.

[17] “Die Schwerpunkte der Aktivitäten der Arbeiter- und Soldatenräte lagen auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet (beispielsweise im Ernährungswesen Aufbringung der Lebensmittel, Kampf gegen den schwarzen Markt, das Schiebertum sowie Wucher und Preistreiberei; Präsenz in den amtlichen “Kriegswucherkommissionen” Wiens, die selbst Revisionen in Wohnungen durchführen sowie unter Beiziehung von Polizeiorganen Waren beschlagnahmen durften [Juni-Oktober 1919 wurden 12.000 Exekutionen in Wien durchgeführt]). Exekutive Befugnisse hatten die Arbeiterräte auch im Wohnungswesen (beispielsweise bei der staatlich geregelten “Wohnungsanforderung”); sie setzten sich dafür ein, dass Wohnungsbedürftige zwangsweise in leerstehende Zweitwohnungen oder leerstehende Räume von Großwohnungen einquartiert wurden (1919-1925 wurden 44.848 Wohnungen und Räume rechtskräftig Wohnungslosen zugewiesen, überwiegend 1919/1920, als die Rätebewegung auf dem Höhepunkt ihrer Macht stand). Weitere Tätigkeitsbereiche der Rätebewegung waren die Verkehrs- und Waffenkontrolle sowie das Fürsorge- und Gesundheitswesen.“ Ebd.

[18] Am 31.12.1924 löste sich der Arbeiterrat in ganz Österreich auf. Siehe ebd.

[19] Reichskongress der ArbeiterInnen- und Soldatenräte im preußischen Abgeordnetenhaus in Berlin, Ansprache von Richard Müller, Mitglied des Vollzugsrates, bei der Eröffnung am 16.12.1918. Deutsches Bundesarchiv Bild 146-1972-038-36, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bundesarchiv_Bild_146-1972-038-36,_Arbeiter-und_Soldatenr%C3%A4te,_Berlin.jpg.

[20] Er spielte 1991 eine wesentliche Rolle beim Sturz des Langzeitdiktators Moussa Traoré.

[21] Freilich war er nicht alleinverantwortlich für die Blitzeseile, mit der Nord-Mali von rebellischen Touareg und Islamisten erobert werden konnte. Paris & Co mit ihrer Intervention gegen Gaddafi tragen vielleicht noch mehr Schuld daran – brüsten sich aber lieber mit der seit 2012 bewerkstelligten, nicht mehr als halbherzigen “Rettung“ Malis vor dem Terrorismus.

[22] IBK empfing seinen schon am Flughafen von Premier- und Innenminister standesgemäß in Empfang genommen “kleinen Bruder“ unmittelbar darauf selbst und speiste mit ihm zu Mittag – “Die Zeit des Vergebens ist gekommen“. Siehe den AFP-Artikel “Mali: l’ex-président “ATT” de retour à Bamako après 5 ans d’exil” vom 24.12.2017 auf http://www.izf.net/afp/mali-lex-president-att-retour-bamako-apres-5-ans-dexil. ATT ist am 30.12.2017 nach Dakar zurückgekehrt – wahrscheinlich wollte er ausprobieren, ob die Zeit für seine definitive Rückkehr schon reif ist, wie IBK (aus wahltaktischen Gründen?) zu denken scheint.

[23] Einen Tag nach dem Wiederabflug ATTs verkündete IBK in seiner Silvesteransprache ein “Gesetz der nationalen Eintracht/des nationalen Einvernehmens“ (entente nationale). Siehe dazu den AFP-Artikel “Le président malien annonce une loi d’entente nationale“ vom 1.1.2018.

[24] Ausnahmsweise nimmt ein Jeune Afrique-Artikel deutlich Stellung, vielleicht, weil es sich um einen externen Beitrag handelt – siehe Gilles Olakounlé Yabi, Le retour d’ATT ou le prix du pardon collectif, in Jeune Afrique Nr.2977 vom 28.1.2018, p.25.



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