Mosambik leistet wieder Widerstand.

21 November 2018 | By | Category: Allgemein, Interessantes

BäuerInnen gegen Landraub.

Günther Lanier, Ouagadougou 21.11.2018.

Als letzte Woche in einem Spital[1] zwei PflegerInnen und drei PraktikantInnen dabei ertappt wurden, dass sie in ihren sozialen Netzen unterwegs waren, während die PatientInnen warteten, gab sich der Provinzgouverneur entsetzt. Entlassungen folgten. Unerbittlich werde gegen derartige Vergehen eingeschritten. Hat sich die Regierung ihrer revolutionären Ursprünge besonnen und kümmert sich plötzlich um das Wohl ihrer BürgerInnen?

Sonst zeigt sich die Exekutive des Landes den Medien lieber bei der Eröffnung von Großprojekten. So Präsident Filipe Nyusi am 10. November 2018, als Afrikas längste Hängebrücke, die Nord- und Südseite der Maputo-Bucht verbindet, 140 Meter hoch, 680 Meter lang, fertig war. Der Staatschef nannte die Ponte Maputo-Katembe einen “Korridor der Entwicklung“[2] und hofft auf Investitionen aus dem straßenverkehrsmäßig um mehrere Stunden näher gerückten Südafrika. Etwas mehr als ein Jahr zuvor hatte er einen anderen Korridor eröffnet, den “Logistik-Korridor von Nacala“ im Norden des Landes – dort war und ist nicht Beijing, sondern ein brasilianischer Multi Haupt-Financier und -Betreiber[3].

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Bei so großen Fortschritten auf dem Weg zum nationalen Wohlstand – nach den rezentesten verfügbaren Weltbankdaten[5] beträgt die Armutsrate 46,1%, im Menschlichen Entwicklungsindex der UNDP liegt das Land auf Platz 180 (von 187) –, bei so großen Fortschritten also lässt sich die doch ein bissl peinliche Geschichte um die versteckten Auslandsschulden vergessen, die Mosambik eine Zeit lang zum Paria auf den internationalen Finanzmärkten machte. Im April 2016 musste Maputo nämlich zugeben, insgeheim 2 Mrd USD ausgeborgt zu haben, um sechs Kriegsschiffe zu kaufen, die insbesondere für den Kampf gegen die ehemaligen Renamo-Bürgerkriegsgegner bestimmt waren. Mit dem Internationalen Währungsfonds an der Spitze legten daraufhin die staatlichen Auslandsgläubiger alle Budgethilfe für Mosambik auf Eis, woraufhin das Land seine Schulden nicht mehr bedienen konnte[6]. Zwar ist seit 2010 bekannt, dass vor Cabo Delgado im Norden riesige Erdgasreserven lagern, deren Anzapfen hat sich aufgrund des maroden Weltmarktes für fossile Kohlenwasserstoffe jedoch verzögert. Anfang November 2018 konnte nun eine Grundsatzvereinbarung über die Restrukturierung, also Umschuldung, eines Eurobonds getroffen werden[7], ein erster Erfolg dabei, das Land wieder in geregelte Bahnen zurückzusteuern, was seine Überschuldung betrifft.

Übrigens wird die Maputo-Katembe-Brücke für Normalsterbliche unerschwinglich sein – für ihre Benützung ist Maut zu zahlen.

Wofür haben die MosambikanerInnen so lange gekämpft?

“FRELIMO lügt! Und leiden tut Ihr“[8]

Während der Großteil Afrikas um 1960 herum in die Postkolonie[9] entlassen wurde, machte Lissabon keinerlei Anstalten, sein Übersee-Reich formell unabhängig werden zu lassen. So wurde am 25. Juni 1962 die Frente da Libertacao de Moçambique (FRELIMO – Befreiungsfront von Mosambik) gegründet. Unter Führung Eduardo Mondlanes begann sie 1964 den bewaffneten Kampf und konnte erste Erfolge erzielen, es wurden unter anderem sogenannte “befreite Zonen“ eingerichtet. 1969 fiel Mondlane einem Briefbombenanschlag der PIDE, der portugiesischen Geheimpolizei, zum Opfer. Lissabons Vorgehen war brutal und massiv – in den 1970er Jahren standen auf portugiesischer Seite 65.000 bis 70.000 Soldaten etwa 8.000 bis 10.000 Guerilla-KämpferInnen gegenüber[10].

Den Sieg über die Kolonialherren brachte erst die portugiesische Nelkenrevolution vom 25. April 1974. Im September wurde ein Waffenstillstand vereinbart, am 25. Juni 1975 die Volksrepublik Mosambik ausgerufen. Erster Präsident wurde FRELIMO-Chef Samora Moisés Machel[11].

1975 wurde auch die antikommunistische RENAMO (Resistência Nacional Moçambicana, also Nationaler mosambikanischer Widerstand) gegründet – ohne viel Rückhalt in der Bevölkerung, aber mit Hilfe der weißen Regierung von Rhodesien (dem heutigen Simbabwe). Ab 1976 gab es Bürgerkrieg. Erst 1,7 Millionen Flüchtlinge und 900.000 Tote später, im Jahr 1990, wurde er beendet. Die RENAMO wurde u.a. von Südafrika (Machel war wahrscheinlich ein Opfer Pretorias[12]), den USA und Westdeutschland unterstützt.

Die in “Republik“ umgetaufte Volksrepublik veranstaltete in der Folge regelmäßig Wahlen – die zur größten Oppositionspartei mutierte RENAMO konnte sich aber nie gegen die FRELIMO durchsetzen, auch wenn letztere ihr im Bürgerkrieg erworbenes Prestige längst verspielt hat und auch wenn die RENAMO 1999 der Macht nahekam: Joaquim Chissano setzte sich mit 52,3% der Stimmen nur knapp gegen RENAMO-Langzeitchef Afonso Dhlakama durch, auch im Parlament war die Regierungspartei nach dem Erhalt von 48,5% der Stimmen (RENAMO: 38,8%) nicht mehr so dominant wie gewohnt.

Doch in der Folge wurden die Ergebnisse immer schlechter (Afonso Dhlakama 2004 nur 31,74%, 2009 gar nur mehr 16,41%) und so – ich stelle mir vor, aus Verzweiflung – wurden 2012 wieder die Waffen ergriffen und Anschläge verübt. Das Friedensabkommen von 2014 hielt nicht lang, erst der Waffenstillstand von 2017 war erfolgreich. Mit dem überraschenden Tod Afonso Dhlakamas am 3. Mai 2018 wurde die mosambikanische Innenpolitik jedoch neu aufgemischt[13].

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Zwar hat in Maputo mehrmals ein demokratischer Machtwechsel stattgefunden – von einem FRELIMO-Chef zum nächsten – und Joaquim Chissano hat dafür, dass er sich nicht an die Macht klammerte, 2007 den begehrten Mo Ibrahim-Preis bekommen, noch dazu den ersten je vergebenen (gleichzeitig erhielt Nelson Mandela einen Ehren-Ibrahim-Preis, den honorary Ibrahim Prize for Achievement in African Leadership). Aber es steht nicht gut um die Freiheit im Land. Kritik kommt teils teuer zu stehen, da sind Entführungen, Folter und Morde an der Tagesordnung[15]. Dazu passt, dass JournalistInnen, die für ausländische Medien berichten, seit Kurzem viel Geld für ihre Zulassung zahlen müssen[16].

Nach einem Bericht Joseph Hanlons von der London School of Economics ist zudem Heroin zum zweitwichtigsten Exportprodukt des Landes geworden – nicht selbstproduziertes, sondern aus Afghanistan importiertes –, es erwirtschaftet fast so viele Devisen wie Kohle und deutlich mehr als Strom und Aluminium. Dabei kommt die Ware über Pakistan entweder mit kleinen Booten (dhows) oder in großen, in Containern, die in den Häfen von Nacala und Beira ausgeladen werden und dann geht es weiter per Straße, offenbar Richtung Südafrika. Die Händler sind gut vernetzt – ihre Kontakte bis in die hohen Ränge der FRELIMO sichern den reibungslosen Verlauf des Transportes[17].

Zu allem Überfluss gibt es im äußersten Norden Mosambiks, in der Cabo Delgado-Provinz, seit 2017 auch ein islamistisches Problem. 90 Tote sind bisher zu beklagen, über tausend Familien haben wegen der Gefahr von Überfällen ihr Heim verlassen. Die als “al-Shabab“ bekannte Gruppe hat mit ihren somalischen Namensvettern nichts zu tun, sie heißt in Wirklichkeit “Al Sunnah wa Jama’ah“ (Leute der Sunna-Gemeinschaft), finanziert sich angeblich aus dem Verkauf von tropischem Holz und Rubinen – ist aber offenbar noch nicht sehr reich geworden dabei, bislang sind die verwendeten Waffen eher einfache[18].

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Nacala. Da, wo Mosambik am weitesten nach Osten, in den Indischen Ozean hinausreicht. 1.500 km Luftlinie nordnordöstlich der Hauptstadt Maputo, über 2.000 km per Straße. Im Heroin-Handel spielt es eine Rolle. Und dem “Korridor der Entwicklung“ dient es als Endpunkt zum Verschiffen anderer Waren.

Dieser wie oben berichtet 2017 eröffnete Logistigkorridor dient einem Hauptzweck: dem Kohleexport aus der Provinz Tete. Dazu braucht es vor allem 900 km Eisenbahn. Von Westen nach Osten, ziemlich geradlinig. Die vom brasilianischen Vale-Multi betriebene Kohlengrube liegt 18 km östlich von Tete, von dort geht es durch Malawi, an dessen ökonomischer Hauptstadt Blantyre nördlich vorbei, dann wieder nach Mosambik zurück, zuerst nach Cuamba, dann nach Nampula, die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, und weiter nach Nacala, wo der Hafen ausgebaut wurde, um die Kohle besser einschiffen zu können – je größer die Schiffe, die dazu hier anlegen, umso mehr rechnet es sich. Gesamtkosten des Projektes: 4,1 Mrd Euro. Das Projekt ist zu je 35% Eigentum von Vale und des japanischen Multis Mitsui und zu 30% von mosambikanischen Unternehmen[20].

Nur Teile der Eisenbahnlinie wurden neu gebaut. Über Frauen, die zur Zeit des Bürgerkriegs mit Hilfe der Bahn und allen Gefahren trotzend ihren Handel zwischen Nampula und Malawi trieben, gibt es einen schönen Film: Der Konvoi des Salzes und des Zuckers (O Comboio de Sal e Açúcar) des brasilianisch-mosambikanischen Regisseurs Licínio Azevedo, 93 Minuten lang, 2016 entstanden[21].

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Doch der Logistikkorridor von Nacala sollte noch andere Früchte tragen. Nämlich für das Agrobusiness. Dazu wurde ab 2009[23] ProSavana betrieben, ein Landraubprojekt. “ProSavana ist eine Dreieckskooperation zwischen der mosambikanischen Regierung, der Japanischen Agentur für internationale Zusammenarbeit (Jica) und der Brasilianischen Agentur für Zusammenarbeit (ABC). Entlang des Nacala-Korridors, der 19 Distrikte in drei Provinzen im Norden Mosambiks verbindet, sollen auf 14 Mio ha Land “Cash Crops“ (Soja, Baumwolle und Mais) für den Weltmarkt angebaut werden“[24]. Hillary Clinton war begeistert, Bill Gates schwärmte von diesem “Vorbild für innovative Partnerschaften“. Glücklicherweise kamen die Betroffenen früh genug drauf, was da vor sich ging.

Land ist seit der Zeit des Befreiungskriegs gegen Portugal eine äußerst sensible Angelegenheit. Siedler hatten sich die fruchtbarsten Ländereien angeeignet.

Da sich inzwischen die einstigen Revolutionäre von der FRELIMO an ihrem Land sattessen – sie sind ja schon lange an der Macht –, blieb den betroffenen BäuerInnen gar nichts anderes übrig, als ihren Widerstand gegen das nationale und vor allem internationale Großkapital selbst und an der Basis zu organisieren. Und das taten sie national und international mit so großem Erfolg, dass wir heute sagen können, dass hier die Rechnung vorschnell ohne den Wirt gemacht worden war.

Was circa 2012 als lokale Protestbewegung begann, zog immer weitere Kreise. Mit brasilianischen und japanischen Bauernbewegungen und -verbänden wurden Informationen ausgetauscht und das Vorgehen koordiniert. 23 mosambikanische Organisationen beklagten in einem offenen Brief an die eigene und die Regierungen Japans und Brasiliens, “dass es in einer Frage so großer sozialer, ökonomischer und ökologischer Tragweite, die sich unmittelbar auf unser Leben auswirkt, nicht einmal ansatzweise eine breite, transparente und demokratische öffentliche Debatte gab“[25]. Am 7. und 8. August 2013 fand in Maputo eine Dreiecksvolkskonferenz statt, an der sich 60 soziale, ökologische, landwirtschaftliche und andere Bewegungen beteiligten. Ziel war die verbesserte Vernetzung und Akkordierung der Strategien und Aktivitäten und eine bessere Effizienz im Widerstand gegen ProSavana[26].

Erfolg auf allen Linien: “Die Fürsprecher von ProSavana bekamen allmählich kalte Füße. Die Japaner wollten nicht als Handlanger eines neuen Agrarkolonialismus dastehen und bekundeten als Erste Bedenken. Die brasilianischen Unternehmer, die der Einladung von GV Agro nach Mosambik gefolgt waren, ließen verlauten, sie seien nicht mehr interessiert. Die Techniker der brasilianischen Kooperationsagentur traten die Heimreise an, und der Nacala-Fonds, der 2 Mrd Dollar einwerben sollte, wurde unauffällig geschlossen. ProSavana liegt auf Eis“[27].

Die BäuerInnen des Logistikkorridors bleiben auf der Hut.

Es geht schließlich um ihre Existenz.

Eine weitere gute Nachricht zum Schluss, diese aus Mosambiks südlichem Nachbarland: Der südafrikanische Verfassungsgerichtshof hat kürzlich zugunsten von 13 BäuerInnenfamilien aus dem Dorf Lesetlheng[28] und gegen ein Platin-Abbauunternehmen entschieden, das die BäuerInnen von ihrem Land vertreiben und ihnen jeden Zugang dazu verbieten wollte. Entgegen bisherigem Usus bedeutet das, dass traditionelles Landrecht zu respektieren ist, also gilt, auch wenn Schürfrechte vergeben wurden[29].

Und ganz zum Schluss ein Foto nicht vom Hafen, sondern vom Strand von Nacala.

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Endnoten:

[1] In Chimoio, Hauptstadt der Provinz Manica. Siehe Jose Tembe, Mozambique health workers disciplined for social media use, BBC Africa 19.11.2018, 17:05.

[2] kle/cw (epd, afpe), Längste Hängebrücke Afrikas in Mosambik eröffnet, Deutsche Welle 11.11.2018.

[3] Mozambique: inauguration du Corridor logistique de Nacala, RFI 14.5.2017.

[4] Hier war sie noch in Bau. Ponte Maputo-Catembe, Foto Kejun Li 28.4.2017, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maputo-Katembe_Bridge_(34275941386).jpg. Fertig und in aller Pracht ist sie z.B. zu sehen auf https://www.dw.com/de/l%C3%A4ngste-h%C3%A4ngebr%C3%BCcke-afrikas-in-mosambik-er%C3%B6ffnet/a-46245740.

[5] Siehe https://data.worldbank.org/country/mozambique.

[6] Siehe z.B. Joaquim Nhamirre, Le Mozambique englué dans le scandale sans fin de sa dette cachée, AFP 28.3.2018.

[7] Victor Bérenger, Le Mozambique obtient un accord de principe pour la restructuration de son eurobond, Jeune Afrique 7.11.2018 um 18h09.

[8] Im Krieg gegen die Frelimo von portugiesischen Flugzeugen aus abgeworfenes Propagandamaterial. Aus Joaquim Coelhos Text- und Abbildunssammelband “Espaço Etéreo“. Leicht überarbeitet: GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Propagandalan%C3%A7adadeavi%C3%A3o….jpg.

[9] Achille Mbembe, De la postcolonie. Essai sur l’imagination politique dans l’Afrique contemporaine, Paris (Karthala) 2000/2005.

[10] Ein Literatur-Tipp: Lídia Jorge, Die Küste des Raunens, Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1993 (Original “A Costa de murmúrios“ 1988).

[11] Seine Frau, Graça Machel, heiratet später Mandela – in zwei verschiedenen Ländern First Lady, das war vor ihr noch keiner gelungen. Die hochgeachtete Graça Machel ist keineswegs bloß “Frau von…“, außer Parlamentsabgeordnete war sie unter anderem UNO-Sonderbotschafterin (1994, ernannt von Boutros Boutros-Ghali) und 2007 bis zu seiner Auflösung 2017 Mitglied des hochrangigen, von Kofi Annan geleiteten Africa Progress Panel.

[12] Die international besetzte Margo-Kommission kam zum Ergebnis, dass ein Pilotenfehler Grund für den Flugzeugabsturz gewesen war. Die ersten, die am Absturzort auftauchten, war allerdings südafrikanisches Sicherheitspersonal – nicht mit Rettung beschäftigt, sondern mit dem Konfiszieren von Material.

[13] Siehe dazu Eric Morier-Genoud, Why Renamo leader’s death could have a major impact on Mozambique, TheConversation 10.5.2018. Die Friedensverhandlungen waren offenbar aufseiten der RENAMO sehr auf Afonso Dhlakama konzentriert. In der RENAMO gibt es einen militärischen und einen parlamentarischen Flügel. Ich habe keine Informationen, ob die Nachfolge des Langzeitchefs zwischen diesen beiden Fraktionen inzwischen entschieden ist.

[14] Wandgemälde mit Samora Machel (links) und Eduardo Mondlane in Mandimba, in der nördlichen Provinz Niassa, Foto Jcornelius 21.8.2017, in schwarz-weiß transformiert: GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mural_with_Samora_Machel_and_Eduardo_Mondlane,_Mandimba,_Mozambique.jpg.

[15] Siehe z.B. Joaquim Nhamirre, Au Mozambique, les voix critiques paient le prix fort, AFP 2.5.2018 um 08:15.

[16] Jose Tembe, Mozambique imposes hefty foreign media license fee, BBC Africa 10.8.2018 um 14h51.

[17] Siehe dazu Joseph Hanlon, The Uberization of Mozambique’s heroin trade, London School of Economics, Department of International Development Working Paper Series 2018, no.18-190, http://www.lse.ac.uk/international-development/Assets/Documents/PDFs/Working-Papers/WP190.pdf.

[18] Jose Tembe, Mozambique jihadist attacks ‘have killed 90’, BBC Africa 5.10.2018 um 14:31. Laut Tomi Oladipo, Tanzania arrest militants threatening Mozambique, BBC Africa 22.10.2018 um. 9:06 sind in Tansania 104 Verdächtige verhaftet worden, die geplant haben sollen, islamistische Basen in Mosambik einzurichten. Für eine ausgiebigere Darstellung siehe Eric Morier-Genoud, Mozambique’s own version of Boko Haram is tightening its deadly grip, TheConversation 11.6.2018. Der Autor argumentiert, ohne dieser Analyse viel Platz zu widmen, dass es sich bei diesem Islamismus um ein lokal streng begrenztes Phänomen handelt, er beruhe auf dem Gefühl der Benachteiligung, der Enteignung, des Nichtberücksichtigtwerdens der Mwani.

[19] Mosambiks Provinzen. Karte erstellt von NordNordWest am 12.11.2018, in schwarz-weiß transformiert von GL. https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Mozambique,_administrative_divisions_-_de_-_colored_2018.svg.

[20] Siehe z.B. Mozambique: inauguration du Corridor logistique de Nacala, RFI 14.5.2017 um 2h13. Unter http://www.rfi.fr/afrique/20170514-mozambique-inauguration-corridor-logistique-nacala ist auch eine Karte mit der Streckenführung zu sehen.

[21] Siehe http://africultures.com/films/?no=18676. Licínio Azevedo ist 1951 in Brasilien geboren, lebt, schreibt und filmt seit 1975 in Mosambik. Der Film wurde im heurigen März beim Fespaco-Frauenfilmfestival im Cenasa von Ouagadougou gezeigt.

[22] Ausschnitt der Karte von Mosambik, Autor: André Koehne 6.4.2006, in schwarz-weiß transformiert und zugeschnitten: GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mo%C3%A7ambique_mapa.gif.

[23] Da kamen beim G8-Gipfel der japanische Premier Taro Aso und der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ins Gespräch.

[24] Stefano Liberti, Soja? Nein danke. Im Norden von Mosambik war das größte Agrobusinessprojekt Afrikas geplant. Doch dann begannen sich die Bauern zu wehren, MondeDiplomatique 12.7.2018.

[25] Ich paraphrasiere Stefano Liberti, Soja? Nein danke, MondeDiplomatique 12.7.2018.

[26] UNAC/GRAIN (UNAC/União Nacional de Camponeses = die nationale BäuerInnengewerkschaft, GRAIN ist eine französische NGO, die u.a. gegen Landraub arbeitet), Les accapareurs de terres du couloir de Nacala, 11.5.2015, https://www.grain.org/article/entries/5138-les-accapareurs-de-terres-du-couloir-de-nacala. Dieser Artikel ist drei Jahre alt, enthält aber sehr viele Details und Hintergrundinformationen.

[27] Das ist jetzt ein wörtliches Zitat aus Stefano Liberti, Soja? Nein danke, MondeDiplomatique 12.7.2018.

[28] Nordwestlich von Johannesburg, in den Ausläufern der Pilanesberg Mountain range, Nordwest-Provinz.

[29] Sonwabile Mnwana, South African court resets power balance between villagers, mines and chiefs, TheConversation 19.11.2018. Der Autor schreibt weiters: “The judgment has also made significant progress towards interrupting the tyranny of looting by chiefs, state officials and mining capital as well as expropriation of the land belonging to the rural poor”.

[30] Strand von Nacala, Foto Stig Nygaard 19.11.2007, in Schwarz-weiß transformiert: GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:NacalaBeach.jpg.



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