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Unter Generalverdacht.

Die Fremden in unserem Inneren.

Günther Lanier, Ouagadougou 27.3.2019.

Yirgou – Kain-Ouro – Ogossagou. Meilensteine des Wahnsinns. Auf beiden Seiten der malisch-burkinischen Grenze. Bush & Co haben es vorgemacht, die Satte Welt ist Afrikas Vorbild, jetzt nehmen Bürgerwehren und die Armee den Terrorismus als Vorwand zum Morden.

Passt auf Kühe auf → ist wahrscheinlich ein Peulh
 [1]

Wo sie ursprünglich herkommen, wissen wir nicht. Vielleicht aus dem östlichen Ägypten, zwischen Nil und Rotem Meer[2]. Viehzucht ist ihr angestammter (sic!) Lebensunterhalt. Früher waren sie alle NomadInnen. Heute leben sie vor allem im Sahel[3] und auch in südlich angrenzenden Gebieten, von der senegalesischen Atlantikküste im Westen bis Sudan und Südsudan im Osten. Nur manchmal dominieren sie dort, wo sie leben, zum Beispiel im Fouta Djalon in Nordwest-Guinea, in der Gegend von Macina in Zentral-Mali oder in den nördlichsten Provinzen Burkina Fasos (Soum, Oudalan, Séno). Wo sie nicht mehr herumziehen, sondern (halb) sesshaft geworden sind, leben sie oft verstreut unter anderen, vielleicht nur eine Familie pro Dorf, und kümmern sich um das Vieh aller.

Die Fulfulde sprechenden Peulh oder Fulbe oder Halpulaar oder Fulani[4] haben eine separate Identität. Diese haben sie, scheint mir, sowohl selbst bewahrt (zum Beispiel durch Endogamie – Heiraten nur unter Peulh), als auch von “den anderen“/der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung “zugeteilt“ bekommen. Unter meinen Bekannten hier in Ouaga ist eine moderne und resolute Frau, die in ihrem Leben durchaus von den Gepflogenheiten rundherum abweicht, wenn sie ihr ungelegen kommen. Sie hat aber einmal einen Heiratsantrag abgelehnt mit der Begründung, der Werber sei ein Peulh.

Nun leiden Mali und Burkina seit mehreren Jahren unter Terrorattacken. Generell werden diese in Bausch und Bogen “Islamisten“ in die Schuhe geschoben. Dass Islamismus eine Rolle spielt, steht außer Zweifel. Allerdings gilt es darauf hinzuweisen, dass eine radikale, ja brutale Auslegung des Islam das Phänomen in Westafrika nur teilweise erklären kann. So verwischten sich in Mali von Anfang an – und sie tun es bis heute – die Grenzen zu Schmuggler- und Verbrecherbanden. Das Kidnappen vor allem, aber nicht nur weißer Geiseln hatte sich schon länger als sehr einträgliches Geschäft erwiesen.

Im Osten Burkinas, wo seit der letzten Regenzeit[5] terroristische Attacken um sich gegriffen haben, weist vieles darauf hin, dass das frühere, Ende 2014[6] entmachtete Regime die Angriffe zumindest angeregt hat – zum Teil dürften ehemalige burkinische Soldaten sie sogar ausgeführt haben.

Nach wie vor das hauptsächliche “Spielfeld“ des Terrorismus in Burkina ist jedoch der erwähnte, von Peulh dominierte Norden des Landes, insbesondere die Provinz Soum mit ihrer Hauptstadt Djibo[7]. Und dort handelt es sich um einen weitgehend einheimischen, nicht um einen (aus Mali) importierten Terrorismus wie bei den drei Angriffen auf Restaurants und den Generalstab im Zentrum Ouagadougous, die im Jänner 2016, August 2017 und Anfang März 2018 die Aufmerksamkeit der internationalen Presse erwecken konnten. Im Soum war es Ibrahim Malam Dicko[8] – Dicko ist nach Diallo in Burkina der wohl verbreitetste Peulh-Name –, der Ende 2016 die djihadistische Gruppe Ansarul Islam gründete. Und die hat seither viel Leid verursacht, hat zwar offenbar nicht die großen Mittel ihrer ausländischen Pendants, aber genug Waffen um zu morden noch allemal. Ziel war in erster Linie burkinisches Sicherheits-, in zweiter Linie staatliches Personal (Bürgermeister, LehrerInnen), aber auch andere wurden umgebracht. Viele Schulen sind geschlossen (Islamisten mögen westliche Bildung nicht) und viele sind geflohen.

Ibrahim Malam Dicko selbst ist 2017 gestorben oder umgekommen. Aber auch unter seinem Nachfolger und kleinen Bruder Jafar Dicko rekrutiert Ansarul Islam seine Mitglieder vor allem unter den Peulh – unter ihnen sind junge Männer “anfällig“ für “islamistische Werbung“, in den seltensten Fällen aus ideologischen oder religiösen Gründen, meist, weil es in der vom offiziellen burkinischen Staat fast schon systematisch vernachlässigten Sahel-Region ansonsten kaum Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Wenn da ein Salär geboten wird, schaut einer nicht so genau, was er dafür tun muss (zumal aufgrund der Exklusion auch Ressentiments bestehen).

Und auf der anderen Seite der Grenze[9], in der 2015 von Amadou Koufa gegründeten Macina-Katiba ist das alles nicht viel anders. Auch ihre Mitglieder sind vor allem (vom malischen Zentralstaat in Bamako weitgehend “im Stich gelassene“ und daher desillusionierte und aus materiellen Gründen für “Islamismus“ leicht anfällige) Peulh.

Dazu kommt noch, dass der Djihadismus im westafrikanischen Sahel historische Wurzeln hat – freilich nicht der islamistische Terror, für den dieses Wort heute als Synonym gebraucht wird. “Djihad“ ist der “Heilige Krieg“, den Muslims gegen Ungläubige führen. Wobei sich die vor allem ab dem frühen 19. Jahrhundert[10] errichteten Djihad-Staaten mehrheitlich keineswegs durch islamische Orthodoxie oder religiösen Eifer auszeichneten, sie waren aber alle Peulh-Staaten, wobei neben der “ethnischen“ auch die ökonomische Komponente eine große Rolle spielt – die Konkurrenz von NomadInnen und BäuerInnen um rares Acker- oder eben Weide-Land.

 [11]

Gerade das von Sékou Amadou[12] ab 1818 im heutigen Zentral-Mali errichtete, weitestgehend autarke Macina-Reich hob sich zu Lebzeiten seines Gründers von den anderen djihadistischen Reichen dadurch ab, wie ernst der Islam genommen wurde[13] – entsprechend hieß die neugegründete Hauptstadt Hamdallaye, “Gott sei gelobt“. Nach dem Tod des Gründers 1845 ließ dann der religiöse Eifer beträchtlich nach und Macina unterlag bald darauf, 1862, einem neuen djihadistischen Eroberer, dem Toucouleur[14] El Hadj Oumar Tall. Dieser selbst starb zwei Jahre später – die Reiche seiner Nachfolger wurden Ende des Jahrhunderts von Frankreich erobert.

In Burkinas Norden orientierte sich das Peulh-Reich Jelgooji im heutigen Soum im 19. Jahrhundert teils an Macina, weiter östlich ging die Initiative zur Errichtung der djihadistischen Peulh-Emirate Liptaako und Yaaga im 19. Jahrhundert vom Kalifat Sokoto (im heutigen Nigeria – siehe Karte) aus, wobei der Islam hier nicht besonders tief wurzelte und diese Reiche bald nach ihrer Gründung den französischen Kolonialherren zum Opfer fielen.

So viel – oder eigentlich wenig – zu den historischen Wurzeln des malisch-burkinischen Djihadismus. Zurück in die Gegenwart. Peulh stellen somit tatsächlich das Rekrutierungsreservoir von Ansarul Islam bzw. der Macina-Katiba dar. Mit einiger Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei Terroristen um Peulh.

Der fatale Umkehrschluss – dass es sich bei Peulh mit einiger Wahrscheinlichkeit um Terroristen handelt –, liegt den drei Massakern zugrunde, die ich anfangs erwähnt habe: Yirgou, Kain-Ouro und Ogossagou.

Kuhhirte = Peulh → Generalverdacht
 [15]

Was die Bedrohung noch verschärft, ist, dass Peulh “unter uns“ leben. Sie sind keine Außen-, sie sind Innen-Seiter. Sie kennen “uns“ wahrscheinlich besser als “wir“ sie – da, wo sie in der Minderheit sind, da, wo “wir“ dominieren, haben “wir“ es ja nicht so nötig, sie zu verstehen und zu kennen wie umgekehrt…

Und so wurde zugeschlagen.

Um die Gesellschaft zu schützen. Vor dem Terror.

Yirgou liegt im Département Barsalogho, das grenzt im Norden an Soum. Dort fielen in der Silvesternacht sechs Menschen einem terroristischen Angriff zum Opfer, darunter der Dorfchef. Die Reaktion “der Mossi“[16] lässt nicht lange auf sich warten. Die koglwéogos, eine Bürgerwehr, die seit einigen Jahren in weiten Teilen Burkinas immer wieder durch Unentschuldbares auffällt, bringen in der Umgebung in der Folge reihenweise Peulh um. Die offiziellen Angaben zur Zahl der Massakrierten liegt bei knapp 50. Doch es sollen mehr als vier Mal so viel gewesen sein[17]. Wer nicht umkommt, sucht sein oder ihr Heil in der Flucht.

Seither hat der burkinische Präsident in Yirgou vorbeigeschaut um zu zeigen, dass ihm die Landbevölkerung nicht ganz egal ist. Von den Mördern wurde bisher kein einziger belangt oder verhaftet. Wahrscheinlich, weil das WählerInnenstimmen kosten könnte[18].

Kain-Ouro ist ein Dorf im Département Kain im äußersten Norden der Provinz Yatenga, die westlich an Soum angrenzt. Die Nordgrenze des Départements ist gleichzeitig die burkinisch-malische Grenze. Hier kommt es in der Nacht vom 3. auf den 4. Februar zu einer terroristischen Attacke, mindestens 14 Menschen werden ermordet. Die Rache folgt auf den Fuß. Doch hier ist es die burkinische Armee, die zurückschlägt und wenig später – noch am 4. Februar um 20h50[19] – voller Stolz verkündet, dass sie 146 Terroristen ins Jenseits befördert haben.

Es war ja von Anfang an klar, dass da unmöglich sauber vorgegangen worden sein konnte, dass somit massiv (Menschen)Rechte missachtet worden waren. Mittlerweile wissen wir das auch aus dem Mund und der Feder der renommierten burkinischen Menschenrechtsbewegung MBDHP: Deren Vorort-Recherchen haben ergeben, dass es zu (mindestens) 60 außergerichtlichen Hinrichtungen gekommen ist[20]. Die konkreten Berichte der nächsten Angehörigen sind haarsträubend[21].

Dass im Soum nicht nur Terroristen, sondern auch burkinische Armeeangehörige Unentschuldbares tun, hat kürzlich Human Rights Watch in seinem Bericht vom 22. März festgestellt. 115 Opfer der burkinischen Armee ohne ordentliches gerichtliches Verfahren haben sie bei deren Anti-Terrorkampf seit Mitte 2018 gezählt – den Terroristen fielen in diesem Zeitraum 42 zum Opfer.

Ogossagou liegt in Mali, nahe Bankass[22], südöstlich von Mopti und am Fuß des einst TouristInnen in Scharen anlockenden Bandiagara-Steilabfalls mit den Dogon-Dörfern. In diesem Dorf veranstaltete Dan nan Amassagou, eine Vereinigung traditioneller Dogon-Jäger, die dortige Bürgerwehr, am Vormittag des 23. März ein Massaker, dem 154 Peulh zum Opfer gefallen sind[23]. Auch hier ging es freilich gegen den Terrorismus.

Dieses Massaker hat es in die internationalen Medien geschafft. Und der malische Präsident IBK[24] hat umgehend reagiert. Er hat Dan nan Amassagou aufgelöst und die Spitze des malischen Heeres[25] rundumerneuert. Ersteres ist zwar kaum umzusetzen – der malische Zentralstaat ist, so weit von Bamako weg, viel zu wenig präsent, um die Entwaffnung der Dogon-Jäger zu erzwingen, zumal sie einigen Rückhalt in der Bevölkerung genießen dürften. Und Letzteres wird kaum helfen, aber gut, lassen wir uns überraschen, vielleicht rücken ja Kompetentere nach, die dafür sorgen können, dass keine Massaker mehr stattfinden, seien sie von Terroristen oder ihren Gegnern veranstaltet.

Hirte/Peulh = Terrorist → Eliminieren!
 [26]

Was Burkina betrifft war ich eigentlich vorgewarnt. Die Diskussionen um die koglwéogos haben mehr und öfter als genug gezeigt, wie sehr sich die Bevölkerung von der zentralstaatlichen Macht im Stich gelassen fühlt und wie wenig sie dann die Exzesse und Fehltritte der Bürgerwehr-Mitglieder kümmern, zu denen es immer wieder kommt – freilich nicht im Ausmaß (210) von Yirgou, meistens geht es um Einzelne oder eine geringe Zahl von Individuen.

Doch als es unlängst unter Lehrkräften und Erziehungsministeriumsangestellten zu einer Diskussion über Yirgou kam und da ganz schamlos und offen das Ermorden der Peulh gutgeheißen, ja mehr davon gefordert wurde, das seien ja schließlich alles Terroristen, da war ich geschockt[27].

Freilich wusste ich, dass “Menschenrechte“ weitestgehend ein Fremdwort, ein Fremdkörper geblieben sind, nicht nur im ländlichen Kontext.

LehrerInnen und das Unterrichtsministerium sind in ganz zentraler Funktion am Gestalten der Zukunft der Gesellschaft beteiligt. Im Geiste von Gegen-Terroristen-müssen-wir-so-fest-wie-nur-möglich-dreinschlagen erzogene Kinder werden, wenn sie erwachsen sind… ja, was werden sie? Ich fürchte, sie werden kriegsbereit sein und werden dazu tendieren, vielleicht schon bevor sie erwachsen werden, Konflikte gewaltsam zu lösen.

Und wir waren immer so stolz auf den Frieden unter den etwa siebzig verschiedenen Ethnien Burkinas!

 

Endnoten:

[1] Da er Kühe hütet, besteht Verdacht, dass es sich um einen Peulh handelt. Bona im Herzen der Boucle du Mouhoun, Burkina Faso. Foto GL 17.10.2018.

[2] Meint zum Beispiel der guineische Schriftsteller Tierno Monénembo, der unter seinem “wirklichen“ Namen Thierno Saïdou Diallo leicht als Peulh auszumachen ist. Er hat 2004 bei den Editions Seuil den Roman oder vielleicht eher das Epos “Peuls“ publiziert. Zu diesem Werk siehe z.B. Nicolas Michel, Monénembo chante l’épopée des Peuls, in Jeune Afrique vom 7.6.2004, https://www.jeuneafrique.com/126839/archives-thematique/mon-nembo-chante-l-pop-e-des-peuls/.

[3] “Sahel“ bedeutet “Ufer“ – es handelt sich um das Süd-“Ufer“ der Sahara, erstreckt sich von Senegal bis Eritrea.

[4] Sie haben noch eine Reihe anderer Namen; Peulh wird auch Peul geschrieben – ethnologue.com führt ihrer aller Sprache unter Fulfulde, da gibt es dann Untergruppen, zum Beispiel das nordostburkinische Fulfulde (1,1 Millionen SprecherInnen in Burkina, 450.000 im Niger, insgesamt 1,65 Millionen) und in Mali das Macina-Fulfulde (insgesamt 1.523.240 SprecherInnen, davon 1,04 Millionen in Mali).

[5] Diese entspricht zeitlich in etwa dem österreichischen Sommer.

[6] Ende Oktober 2014 stieß ein Volksaufstand den Langzeit-Diktator Blaise Compaoré vom Thron, der ihm freilich auf Lebenszeit zusteht. Den wollen seine Getreuen für ihn zurückholen. Doch das ist eine andere Geschichte.

[7] Ziemlich exakt nördlich der Hauptstadt Ouagadougou, 210 km circa.

[8] Er hat sich offenbar 2013 radikalisiert. Er verbrachte eine Zeit lang in Mali, teils im Gefängnis, soll auch ab 2015 der Macina-Katiba Amadou Koufas angehört haben, bevor er sich “selbständig machte“.

[9] Die frühere Macina-Hauptstadt Hamdallaye ist von Djibo per Luftlinie nur unwesentlich weiter weg als Burkinas Hauptstadt Ouagadougou.

[10] Erste kleine djihadistische Reiche wurden ab dem 17. Jahrhundert errichtet – siehe dazu Ralph A. Austen, Sahara. Tausend Jahre Austausch von Ideen und Waren, Berlin (Wagenbach) 2012, pp.92f. Das 2010 erschienene englische Original trägt den viel adäquateren Titel “Trans-Saharan Africa in World History“.

[11] Jihad-Staaten der Peulh in Westafrika circa 1830, Karte gezeichnet/hochgeladen von T L Miles am 6.7.2007, überarbeitet von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fula_jihad_states_map_general_c1830.png.

[12] Sein wirklicher Name soll laut Wikipedia “Aḥmadu bin Muḥammadu Lobbo“ oder “Aḥmad bin Muḥammad Bubu bin Abi Bakr bin Sa’id al-Fulani“ gelautet haben.

[13] Siehe Ralph A. Austen, Sahara. Tausend Jahre Austausch von Ideen und Waren, Berlin (Wagenbach) 2012, pp.94ff. Die deutsche Ausgabe von Ralph A. Austen nennt Sékou Amadou “Amadu Lobbo“.

[14] Die Toucouleur sprechen Fulfulde, kommen aus dem senegalesischen Fouta Toro, sollen dort aus vielfacher ethnischer Mischung hervorgegangen sein, also keine “reinen“ Peulh sein – meinte der berühmte malische Autor Amadou Hampâté Bâ, selbst ein Peulh.

[15] Nahe Nounou, Boucle du Mouhoun, Foto Harouna Marané 16.10.2018.

[16] Sie stellen etwa die Hälfte der burkinischen Bevölkerung und dominieren auch in der Provinz Sanmatenga, zu der Barsalogho und somit Yirgou gehören.

[17] 210 laut einer nicht näher genannten lokalen NGO auf Netafrique.net/VOA, L’armée accusée d’avoir «abattu» des civils, le gouvernement nie, 10.2.2019, http://netafrique.net/burkina-faso-larmee-accusee-davoir-abattu-des-civils-le-gouvernement-nie/.

[18] 2020 muss sich, falls alles mit rechten Dingen zugeht, Roch Kaboré dem Souverän stellen und sich um ein zweites Fünfjahresmandat bemühen.

[19] Oder früher – jedenfalls ist der Lefaso.net-Artikel, der die Presseaussendung der Armee “Attaque à Kain: Quatorze civils et 146 terroristes tués“ (der Autor der Presseaussendung ist der PR-Chef der Armee, Colonel-Major Lamoussa Fofana) mit 4.2.2019, 20h50 ausgewiesen.

[20] Der Bericht wurde der Öffentlichkeit am 13. März 2019 bei einer Pressekonferenz präsentiert. Siehe z.B. Netafrique.net/Fasozine, Neutralisation de 146 terroristes: le MBDHP émet des doutes, vom 13.3.2019. Daraufhin reagiert die Regierung, es sei alles ganz anders gewesen und mit recht(sstaatlich)en Dingen zugegangen. Zur abermaligen Reaktion der MBDHP siehe deren z.B. von Burkina24 am 15.3.2019 publizierte Presseaussendung: «Dérives» au Nord: Le MBHDP réagit au communiqué du gouvernement. Die Regierung beteuert – armer Sheriff Sy, der gerade erst Verteidigungsminister geworden ist! – dass eh viele des Terrorismus Verdächtigte im Gefängnis sitzen. Am 24.3. hat das Roch Kaboré, der Präsident des Landes, gegenüber der Delegation des UNO-Sicherheitsrates, die gerade zu diesem peinlichen Zeitpunkt Burkina einen Besuch abstattet, beteuert – siehe das von Netafrique.com am 26.3.2019 veröffentlichte Kommuniqué der Präsidialamtes: Lutte contre le terrorisme: plus de 700 personnes détenues pour les besoins des enquêtes.

[21] Siehe hierzu insbesondere mehrere Artikel in den burkinischen Halbmonatszeitschriften L’Evénement und Courrier Confidentiel, beide vom 25.3.2019.

[22] 18 km südwestlich von Bankass.

[23] Die Opferzahl wurde am 25.3. nach oben revidiert. Siehe Baba Ahmed, Massacre d’au moins 154 Peuls au Mali: des sanctions qui peinent à convaincre, Jeune Afrique 25.3.2019 um 16h42.

[24] Ibrahim Boubacar Keïta.

[25] Abgesetzt wurden der Generalstabschef General M’Bemba Moussa Keïta, der Generalstabscchef der Landstreitkräfte, colonel major Abderrahmane Baby, und der Generalstabschef der Luftstreitkräfte, Souleymane Bamba. Siehe RFI vom 24.3.2019 um 22h22, Massacre au Mali: IBK remplace son état-major et dissout la milice dogon.

[26] Westlich von Bagassi, Boucle du Mouhoun, Foto Harouna Marané 17.10.2018.

[27] Ich habe diese Diskussion nicht miterlebt, sondern nur erzählt bekommen, kann sie mir aber leider lebhaft vorstellen.