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Eine Spur schwerer als schlechte Luft.

Abhilfe schafft der Einjährige Beifuß.

Günther Lanier, Ouagadougou 15.5.2019.

Trotz aller Versuche der Demontage des Sozialstaats – unternommen von rosarot und schwarz und nun sehr viel stärker unter türkis und rechtsradikal[1] – bleibt das Gesundheitssystem in Österreich vorerst ein relativ kompetentes und gutes. Das Problem mit Malaria in Österreich kann sein, dass ein Arzt oder eine Ärztin mitten im Winter nicht an diesen Import aus den Tropen denkt, den PatientInnen sind rezente Auslandsreisen ja auch nicht auf die Stirn geschrieben, und dass sie oder er daher falsch oder spät diagnostiziert und handelt.

Eigentlich darf Malaria ansonsten in der Satten Welt kein Problem darstellen, denn ausgebildetes medizinisches Personal und wirksame Medikamente sind verfügbar und leicht erreichbar.

Der Name “Malaria“ kommt aus dem Italienischen und bedeutet eben die “schlechte Luft“ meines Titels. Seit der Antike wurden die insbesondere aus Sümpfen aufsteigenden Dünste für krankheitsverursachend gehalten. Die Krankheit hatte viele andere Namen, darunter insbesondere Sumpf-, Wechsel- oder Marschenfieber. Sie beschränkte sich auch keineswegs auf Italien – ich wusste seit Schulzeiten insbesondere von der Po-Ebene, wo Hannibals Leute vor der Entscheidung im Kampf gegen Rom geschwächt wurden. Auch weiter nördlich[2] war die Malaria verbreitet, so insbesondere am Oberrhein und rund um den Bodensee und auch im Norden Deutschlands. Albrecht Dürer soll malariakrank gewesen sein, Friedrich Schiller, in England Oliver Cromwell und zurück in Deutschland Johann Gottfried Tulla, an Letztgenanntem rächte sich der Oberrhein, den dieser badische Ingenieur im 19. Jahrhundert brutal begradigte.

Den Hinauswurf der Malaria aus Europa besorgten die der um sich greifenden kapitalistischen (Land-)Wirtschaft zu verdankenden Sumpftrockenlegungen. Denn stehende Wässer bieten den tatsächlichen Malaria-Schuldigen die nötigen Fortpflanzungsbedingungen, hier können die Anopheles-Mücken ihre Eier legen.

Diese Stechmücken sind ziemliche Zniarchtln[3] – 6mm klein und schmächtig – sie sind aber viel stiller als die in österreichischen Landen so unbeliebten Gelsen, sie sind nur direkt am Ohr zu hören, schwer zu sehen und schwieriger zu erlegen, außer sie haben sich gerade sattgesogen. Zu identifizieren sind sie relativ leicht an ihren zu langen Hinterbeinen, die ihnen eine typische Schieflage verleihen – so als wäre ihr ganzer Körper auf den Kopf und seinen stechend-saugenden Rüssel ausgerichtet[4].

In der Regenzeit – die Hauptaktivitätszeit der Anopheles – hilft den Mücken ihr Leichtgewicht. Zwar sind sie während schwerer Regengüsse kaum unterwegs, aber sollte ein Regentropfen, der bis zu 50 Mal so schwer sein kann wie die Mücke, sie treffen, so kann sie sich schon nach 5 bis 20 Körperlängen gemeinsamer Abwärtsreise von dem Wassertropfen unbeschädigt lösen. “Sie ist so leichtgewichtig, dass bei der Kollision kaum Kraft übertragen wird“, obwohl die Massenverhältnisse bei diesem Zusammenstoß denen der Kollision eines Menschen mit einem Bus entsprechen[5].

 [6]

Als Malaria-Erreger fungiert Plasmodium – unter den vier oder fünf Unterarten ist (insbesondere für Afrika[7]) das Plasmodium falciparum bei weitem das wichtigste. Der Plasmodium-Zyklus ist äußerst kompliziert, erfordert, dass eine Anopheles einen mit Malaria infizierten Menschen sticht[8]. Eine Angehörige der infizierten nächsten Generation kann dann beim Stechen ihrem blutliefernden Menschen die Malaria übertragen.

In diesem komplizierten Zyklus haben sich Mensch und Anopheles jedenfalls feinst aufeinander abgestimmt – eine aus Malaria-Blickwinkel ganz wunderbare Symbiose.

Früher wurde Malaria europäischerseits insbesondere mit dem aus der Chinarinde gewonnenen Chinin behandelt (Tonic!), heute gilt Artemisinin als effizientestes Medikament[9] – bisher ist es nur in asiatischen Ländern zu Resistenzen gekommen –, das aus dem in meinem Titel erwähnten Einjährigen Beifuß (Artemisia annua) gewonnen wird. Dem bodenständigen deutschen Namen zum Trotz handelt es sich dabei um einen Korbblütler, der vor allem in China wächst[10] und dort von der traditionellen Medizin schon seit sehr langem gegen Malaria eingesetzt wird.

 [11]

AfrikanerInnen haben eine interessante Form des Widerstands entwickelt: Leute mit Sichelzellenanämie sind gegen Malaria immun. Auch andere BewohnerInnen von Gebieten, wo Malaria endemisch ist, entwickeln (Teil)Immunitäten. Womit bewiesen ist, dass ein Impfstoff möglich ist[12] – dass es ihn bis zum heutigen Tag nicht gibt, liegt vor allem daran, dass die Nachfrage nach ihm vor allem von dunkelhäutigen Menschen ohne viel finanzielle Mittel kommt, das regt die Pharmamultis nicht zum Investieren der nötigen Forschungsmittel an[13].

Kürzlich wurde unter viel Getöse ein neuer Impfstoff lanciert, er heißt RTS,S. Insgesamt 360.000 Kinder sind die Begünstigten. Und zwar in Malawi[14], Ghana[15] und Kenia.

Doch ’mal langsam: Es handelt sich nämlich um eine neue Testphase – “implementation trial“ nennen sie das, die praktische Anwendbarkeit soll geprüft werden, also die tatsächliche Wirksamkeit und die Nebenwirkungen. Denn die Phase davor, die unter anderem in Burkina Faso stattgefunden hatte, hatte keine wirklich tollen Ergebnisse erbracht[16]. Ich war ja überrascht, dass überhaupt weitergetan wird mit dem RTS,S, unter Impfung hatte ich mir immer nahezu hundertprozentigen Schutz vorgestellt.

Hier hingegen waren es in den bisherigen Testphasen gerade einmal vier von zehn geimpften Kindern, die geschützt wurden. Und die Wirkung hält nicht lange: 18 Monate nach der Impfung war im Kinderkörper keinerlei Wirkung mehr feststellbar. Dazu kommen noch Sekundäreffekte, die weiterer Überprüfung bedürfen, eventuell eine höhere Anfälligkeit für Gehirnhautentzündungen und eventuell für Mädchen eine höhere Sterberate[17] – also nicht gerade Lappalien.

Resultate der Implementationstests sind in drei bis fünf Jahren zu erwarten.

Länder mit Malaria[18]

Weiß: malariafrei, gelb: 0 Fälle 2017, blau: 2017 seit mindestens drei Jahren malariafrei, grün: von der WHO seit dem Jahre 2000 als malariafrei zertifiziert, rot: 2017 ein Malariafall oder mehrere

Global wird die Zahl der Malaria-Fälle von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für 2017 auf 219 Millionen geschätzt, davon entfallen 200 Millionen oder stolze 92% auf Afrika. 15 Länder in Subsahara-Afrika plus Indien konzentrieren nahezu 80 % der weltweiten Malariafälle auf sich. Besorgniserregend fand die WHO vor allem, dass die 10 in Afrika am stärksten von Malaria betroffenen Länder 2017 allesamt höhere Zahlen an Malaria-Erkrankungen berichteten als 2016.

Plasmodium falciparum dominiert weltweit – in Afrika sind es gar 99,7% aller Malariafälle, also sehr nahe am absoluten Monopol (Süd- und Südostasien 62,8%, nur in Lateinamerika hat Plasmodium vivax mit 74,1% eine Mehrheit).

Die Zahl der Todesfälle wird von der WHO für 2017 auf global 435.000 geschätzt. Kinder unter 5 Jahren tragen die Hauptlast, nämlich geschätzte 266.000 Todesfälle oder 61%.

Afrika weist 93% der weltweiten Malaria-Todesfälle aus. Sechs afrikanische Länder waren 2017 für die Hälfte (49%) aller Malaria-Todesfälle verantwortlich: Nigeria (19%), Kongo-Kinshasa (11%), Burkina Faso (6%), Tansania (5%), Sierra Leone (4%) und Niger (4%)[19].

Plasmodium falciparum-Parasiten Verbreitung in Teilen Ostafrikas und des südlichen Afrikas[20]

Plasmodium falciparum-Parasiten Verbreitung in Zentralafrika[21]

Plasmodium falciparum-Parasiten Verbreitung in Westafrika[22] – je dunkelroter, umso dichter

Diese drei Karten zeigen die Lage quasi aus den Augen des Malaria-Erregers. Aufseiten der Menschen ist die wesentliche Frage stets: Wer hat schnell genug Zugang zu einer adäquaten Behandlung? Diejenigen, die für sich oder ihre Kinder die nötigen Transport- und vor allem Finanzmittel mobilisieren können, überleben. Noch besser freilich, wenn sie sich Prävention leisten können, und es somit gar nicht erst zu einer Erkrankung kommt.

Die folgende Tabelle habe ich aus dem Annex 3F und dem Annex 3G desselben 2018er WHP-Malaria-Berichtes zusammengestellt[23]. Sie soll Aufschluss geben über die Situation in den verschiedenen afrikanischen Staaten. Da die absoluten Zahlen nur beschränkt aussagekräftig sind, habe ich Raten berechnet: In der fünften Spalte ist zu finden, wie viele Prozent der malariagefährdeten Bevölkerung eines Landes[24] tatsächlich erkrankt – das wird freilich nicht nur von präventiven Maßnahmen, sondern auch von der Parasitendichte abhängen/siehe die drei Karten oben. In der siebten Spalte sind dann die Todesfälle pro tausend Krankheitsfälle angegeben (also in Promille) und in der achten Spalte die Todesfälle pro tausend Malariagefährdeten (also wieder ein Promillewert).

Bei allen dreien dieser relativen Werte weist die Tabelle sehr große Unterschiede aus. So beträgt in Ruanda die Zahl der Malaria-Erkrankungen die Hälfte der Malariagefährdeten, in Südafrika starben 2017 mehr als 12 Promille der an Malaria Erkrankten an Malaria (obwohl die Zahl absolut sehr klein ist) und in Sierra Leone starben 2017 mehr als 2 Promille der Malariagefährdeten an Malaria.


Kehren wir zum Abschluss noch einmal kurz nach Europa zurück.

“Im Jahr 2016 sind laut Statistik Austria 82 Fälle von Malaria in Österreich gemeldet worden. Es handelt sich dabei (…) vorwiegend um Personen mit Migrationshintergrund, die nach einem Besuch ihrer ursprünglichen Heimat infiziert zurückkehren“[25].

Die rezentesten Malaria-Zahlen des ECDC, des European Centre for Disease Prevention and Control sind von 2016, da wurden für Österreich 68 Fälle gezählt (etwas über 0,8 Fälle pro hunderttausend EinwohnerInnen), weit hinter Frankreich (2.299 Fälle, darunter angeblich 2 nicht-importierte sondern vor Ort angesteckte, was die ECDC allerdings in Frage stellt) und Großbritannien (1.510 Fälle). In der EU wären es 2014 insgesamt 6.017 Fälle oder 1,24 Fälle pro 100.000 EinwohnerInnen gewesen[26]. Die WHO schlüsselt in ihrem 2018er Malaria-Jahresbericht die importiere Malaria auch nach Herkunftsgebieten auf – nicht nur für die drei Großen (hinter Frankreich und Großbritannien noch Deutschland), sondern auch für Österreich und so gut wie alle anderen ausgewiesenen europäischen Staaten dominiert Afrika ganz eindeutig[27].

Ein ECDC-Satz aus derselben Quelle zum südöstlichsten aller EU-Mitglieder führt uns zurück zum eigentlichen Malaria-Problem: “Greece recorded zero locally acquired cases in 2014, compared with three cases in 2013 and 20 cases in 2012”. Mit anderen Worten, Griechenland hätte sich 2014 erholt und keinen Eigenbaumalariafall mehr verzeichnet – nach drei Fällen im Jahr 2013 und zwanzig im Jahr 2012.

Es wurde damals gern auf den Klimawandel kurzgeschlossen. Und Erwärmung wirkt sich ja tatsächlich auf die Malaria förderlich aus. Ein EU-Staat sollte aber fähig sein, sich und seine EinwohnerInnen und insbesondere Kinder zu schützen. Doch seit 2010 herrschte in Athen Griechenlandkrise und unter Merkel & Co (die zu arm sind, um Schadenersatz für deutsche Schandtaten aus der Vergangenheit zu leisten – siehe meinen offenen Brief an Merkel von letztem Mittwoch), an der extrem restriktiven EU-Kandare, die Griechenland aufgezwungen wurde, war für solche Banalitäten wie Moskitonetze für arme Leute wahrscheinlich schlicht das Geld nicht da.

 

Endnoten:

[1] Siehe zum Beispiel die verschiedenen Artikel der Solidarwerkstatt, https://www.solidarwerkstatt.at/soziales-bildung.

Bild oberhalb der Artikelüberschrift: United States. Government Printing Office, Poster “Don’t go to bed with a malaria mosquito”, 44 x 36 cm, 1944, Foto National Library of Medicine 28.5.2010, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Don%27t_go_to_bed_with_a_malaria_mosquito_(4647690563).jpg. Der Text in der unteren Bildhälfte geht weiter: “* Sleep under a net! * Keet it repaired! * tuck it in! * Be sure no mosquito is inside waiting for you“ und endet mit der Apotheose: “Fight the peril behind the lines“, wobei “peril” auch noch rot geschrieben ist. Und dezent in Schwarz auf dunkelbraunem Hintergrund rechts “U.S“

[2] Informationen vom deutschen Wikipedia-Artikel zur Malaria: https://de.wikipedia.org/wiki/Malaria.

[3] Wienerisch für Wicht, unscheinbarer Mensch.

[4] Ob es sich unter den über 400 Anopheles Unterarten allerdings um eine der etwa 10 Prozent handelt, die Malaria übertragen, dazu braucht es SpezialistInnen.

[5] Ich zitiere aus dem Spiegel Online-Artikel “Heftige Kollision. Regentropfen können einer Mücke nichts anhaben” vom 5.6.2012, https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/kollision-regentropfen-koennen-einer-muecke-nichts-anhaben-a-836946.html. Dieser Artikel fasst die folgende Studie zusammen, deren Lektüre ich NaturwissenschaftlerInnen überlasse: Andrew K. Dickerson, Peter G. Shankles, Nihar M. Madhavan, David L. Hu, Mosquitoes survive raindrop collisions by virtue of their low mass, PNAS 4.6.2012, https://www.pnas.org/content/pnas/early/2012/05/25/1205446109.full.pdf.

[6] Plasmodium-Entwicklungszyklus, von Chb geschaffen und Berichard übertragen, 11.5.2005, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Plasmodium_zyklus.png.

[7] Im lateinamerikanischen Bereich ist es das Plasmodium vivax.

[8] Anopheles ernähren sich von Pflanzensäften. Sie stechen nur, wenn sie fürs Eierlegen Proteine brauchen. Ganz anders als bei den Menschen sind also die Männchen unschädlich.

[9] 1971 erstmals isoliert, erhielt die chinesische Pharmakologin Tu Youyou 2015 für die Substanzgewinnung von Artemisinin den Medizin-Nobelpreis.

[10] Auch in anderen sommerwarmen Regengebieten Eurasiens ist Artemisia annua heimisch. Vereinzelt auch in Wien und Niederösterreich und in Deutschland an der Elbe.

[11] Einjähriger Beifuß (Artemisia annua), Blütenstand mit körbchenförmigen Teilblütenständen, Foto: Kristian Peters 9.9.2007 im Elbe-Tal, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Artemisia_annua_detail.jpeg.

[12] Faith Osier, Novel approach brings African scientists closer to a malaria vaccine, TheConversation 7.11.2018, https://theconversation.com/novel-approach-brings-african-scientists-closer-to-a-malaria-vaccine-106276.

[13] Dieser Mangel an Mittel – allerdings nicht nur für Forschung und Entwicklung – ist eine der Hauptklagen des WHO-Malaria-Jahresberichts 2018, aus dem ich in der Folge zitieren werde.

[14] Zum Beispiel Jack McBrams, Début au Malawi du premier test à grande échelle d’un vaccin contre le paludisme, AFP 22.4.2019 um 06:06.

[15] Zum Beispiel: Le Ghana devient le deuxième pays à lancer un vaccin contre le paludisme, AFP 30.4.2019 um 13:29. Davon, dass es in Kenia schon losgegangen wäre, habe ich noch nichts gehört – das Land ist auch weniger heftig betroffen als die beiden anderen.

[16] Im Interview formuliert Faith Osier wunderbar, aber auf Englisch: “the results weren’t conclusively positive enough to proceed to licensing just yet”. Faith Osier, Malawi is testing a new malaria vaccine. But it’s still early days, TheConversation 30.4.2019, https://theconversation.com/malawi-is-testing-a-new-malaria-vaccine-but-its-still-early-days-116007.

[17] Ich stütze mich abermals auf Faith Osier, Malawi is testing a new malaria vaccine. But it’s still early days, TheConversation 30.4.2019, https://theconversation.com/malawi-is-testing-a-new-malaria-vaccine-but-its-still-early-days-116007

[18] Genaugenommen “Countries with indigenous cases in 2000 and their status by 2017”, Quelle: Weltgesundheitsorganisation, World Malaria Report 2018, Geneva (World Health Organization/WHO) 2018. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO, p.2, leicht überarbeitet von GL. Der 2018er Jahresbericht wurde am 19. November 2018 in Mozambique der Weltöffentlichkeit präsentiert.

[19] Alle Informationen seit der Weltkarte entstammen der Voraus-Zusammenfassung des 2018er Jahresberichts: “This year’s report at a glance“ auf pp.xii-xix. Dieses executive summary – nach der englischen gibt es auch eine französische und eine spanische Version – umfasst auch einen Überblick über (fehlende) Mittel, imprägnierte Moskitonetze und andere Prävention, Behandlung, Resistenzen, Datenlage und Vorschläge zum Erreichen zumindest der von der Global technical strategy for malaria 2016–2030 für 2030 gesteckten Ziele – die für 2020 sind realistischerweise bestenfalls teilweise zu erreichen.

[20] PfPP = Plasmodium falciparum Parasite Prevalence 2017 for East and Southern Africa, Quelle: Weltgesundheitsorganisation, World Malaria Report 2018, Geneva (World Health Organization/WHO) 2018. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO, p.84.

Die Ländergruppierungen der WHO sind eigenartig. So wurden zum Beispiel Namibia, Botsuana, Südafrika, Swasiland/Eswatini, Eritrea in einer Gruppe “Countries with low transmission in East and Southern Africa“ zusammengefasst, und absurderweise Somalia, Dschibuti und Sudan mit Jemen, Saudi-Arabien, Irak, Iran, Afghanistan und Pakistan zur Gruppe “Ostmittelmeer-Region“ – obwohl kein einziges dieser Länder am Mittelmeer liegt.

[21] PfPP = Plasmodium falciparum Parasite Prevalence 2017 for Central Africa, Quelle: Weltgesundheitsorganisation, World Malaria Report 2018, Geneva (World Health Organization/WHO) 2018. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO, p.82.

[22] PfPP = Plasmodium falciparum Parasite Prevalence 2017 for Western Africa, Quelle: Weltgesundheitsorganisation, World Malaria Report 2018, Geneva (World Health Organization/WHO) 2018. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO, p.80.

[23] Annex 3G (“Population at risk and reported malaria cases by place of care, 2017 “) lieferte mir die Werte für die Spalten 2 und 3. Für 0 Fall-Länder habe ich die Bevölkerungszahlen aus dem Fischer Weltalmanach 2019 ergänzt. Annex 3F (“Population at risk and estimated malaria cases and deaths, 2010-2017“) lieferte mir die Werte für die Spalten 4 und 6. Annex 3F ist auf pp.124-137 und Annex 3G auf pp.138-141 von Weltgesundheitsorganisation, World Malaria Report 2018, Geneva (World Health Organization/WHO) 2018. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO zu finden.

[24] Es kann freilich einer fünf Mal erkranken und eine andere gar nicht, der hier berechnete Wert zählt also nicht Individuen, sondern Krankheitsfälle.

[25] Gesundheit.gv.at, Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs, Malaria, https://www.gesundheit.gv.at/leben/gesundheitsvorsorge/reisemedizin/infektionskrankheiten/malaria.

[26] ECDC, Annual Epidemiological Report 2016 – Malaria, Stockholm (ECDC) 2016, http://ecdc.europa.eu/en/healthtopics/malaria/Pages/Annual­epidemiological­report­2016.aspx.

[27] Weltgesundheitsorganisation, World Malaria Report 2018, Geneva (World Health Organization/WHO) 2018. Licence: CC BY-NC-SA 3.0 IGO, pp.92f.