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	<title>Radio Afrika TV</title>
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	<description>Das Afrika Programm für Radio und TV</description>
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		<title>Lage in Senegal spitzt sich zu</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 09:59:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dakar]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Senegal]]></category>
		<category><![CDATA[Wade]]></category>

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		<description><![CDATA[Erneut gewaltsame Proteste in der Hauptstadt Dakar gegen Präsident Wade. In neuen Ausschreitungen in Dakar kam ein Demonstrant ums Leben.
Die Proteste gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Abdoulaye Wade im Senegal spitzen sich zu: In der Hauptstadt Dakar kam es in der Nacht auf Mittwoch erneut zu Zusammenstössen zwischen Anhängern der Opposition und Sicherheitskräften.
Wie bereits [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erneut gewaltsame Proteste in der Hauptstadt Dakar gegen Präsident Wade. In neuen Ausschreitungen in Dakar kam ein Demonstrant ums Leben.</p>
<p>Die Proteste gegen eine dritte Amtszeit von Präsident Abdoulaye Wade im Senegal spitzen sich zu: In der Hauptstadt Dakar kam es in der Nacht auf Mittwoch erneut zu Zusammenstössen zwischen Anhängern der Opposition und Sicherheitskräften.</p>
<p>Wie bereits in den vergangenen Tagen waren wieder Tausende von Gegnern Wades auf die Strassen gegangen, um gegen die Entscheidung des Verfassungsgerichts zu protestieren, den 85-jährigen Amtsinhaber zum dritten Mal zur Präsidentschaftswahl Ende Februar zuzulassen. Nachdem die Demonstranten zunächst friedlich auf dem Platz des Obelisken protestierten, schritten am frühen Abend Sicherheitskräfte ein. Die aufgebrachten Oppositionsanhänger zündeten Reifen<br />
an. Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein.</p>
<p>Am Rande einer Demonstration kam nach Angaben aus einem Spital am Dienstagabend ein junger Mann ums Leben. Der 32-jährige Student sei kurz vor seiner Einlieferung seinen Verletzungen erlegen. Nach Angaben örtlicher Medien wurde der Mann von einem Polizeiwagen erfasst und dadurch tödlich verletzt.</p>
<p>Von offizieller Seite gab es zum Fall vorerst aber keine Stellungnahme. Seit vergangenem Freitag waren in Ausschreitungen in Dakar und in der nördlichen Stadt Podor bereits drei Menschen ums Leben gekommen. Mehrere Menschen wurden verletzt.</p>
<p>Mit den Protestaktionen wollen die Demonstranten erreichen, dass sich Wade, der seit dem Jahr 2000 Präsident ist, aus der am 26. Februar stattfindenden Abstimmung zurückzieht. Die Proteste richten sich auch gegen die Entscheidung des Gerichts, die Kandidatur des Weltmusikstars und Oppositionsführers Youssou N&#8217;Dour abzulehnen. Der Sänger («Seven Seconds») hatte Berufung gegen das Urteil eingelegt, die jedoch ebenfalls abgelehnt wurde. Angeblich konnte der 52-jährige Sänger nicht genügend gültige Unterschriften sammeln.</p>
<p>Laut 2001 verabschiedeter Verfassung sind im Senegal nur zwei Amtszeiten erlaubt. Wade argumentiert aber, dass er schon ein Jahr vor Inkrafttreten dieser Regel an die Macht gekommen ist und diese deshalb nicht für ihn gilt.</p>
<p>Zur Demonstration in Dakar hatte die Bewegung vom 23. Juni (M23) aufgerufen. In diesem Bündnis sind mehrere Oppositionsparteien und zivilgesellschaftliche Verbände organisiert, die ein neues Mandat für Wade ablehnen. Einer ihrer führenden Vertreter, der Präsidentschaftskandidat Moustapha Niasse, sagte am Dienstag, die Opposition des westafrikanischen Landes werde den Urnengang am 26. Februar nicht boykottieren.</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/lage_in_senegal_spitzt_sich_zu_1.14737778.html" target="_blank">nzz.ch</a></p>
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		<title>Madonna will wieder Schulen in Malawi bauen</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 09:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Madonna]]></category>
		<category><![CDATA[Projekt]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach einem Millionendesaster im vergangenen Jahr will US-Popdiva Madonna ein neues Projekt zum Bau von Schulen in Malawi starten. Die Einrichtung von Mädchenschulen in dem südostafrikanischen Land sei ihr weiterhin &#8220;ein dringliches Anliegen&#8221;, erklärte die Sängerin in Südafrika.
Erst im vergangenen Jahr war ein rund 15 Millionen Dollar (knapp 11,4 Millionen Euro) teures Vorhaben in einem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach einem Millionendesaster im vergangenen Jahr will US-Popdiva Madonna ein neues Projekt zum Bau von Schulen in Malawi starten. Die Einrichtung von Mädchenschulen in dem südostafrikanischen Land sei ihr weiterhin &#8220;ein dringliches Anliegen&#8221;, erklärte die Sängerin in Südafrika.</p>
<p>Erst im vergangenen Jahr war ein rund 15 Millionen Dollar (knapp 11,4 Millionen Euro) teures Vorhaben in einem kleinen Dorf nahe der malawischen Hauptstadt Lilongwe gescheitert, weil im großen Stil Geld verschwendet wurde und Angestellte nach ihrer Entlassung gegen Madonnas Stiftung klagten.<br />
Nun sei sie jedoch &#8220;begeistert&#8221;, dass dank der US-Hilfsorganisation buildOn ein neues Projekt zustande komme, teilte Madonna mit. Sie habe in den vergangenen Jahren viel dazugelernt und sei sehr zuversichtlich was das Projekt angehe. BuildOn hat in Malawi bereits 54 Grundschulen gebaut.<br />
Die Sängerin hatte in der Vergangenheit zwei Kinder aus Malawi adoptiert. Im Jahr 2010 legte eine von ihr gegründete Stiftung dann den Grundstein für eine Mädchenschule in dem kleinen Dorf Chinkhota. Rund ein Jahr später wurde das Projekt nach Klagen von insgesamt acht gefeuerten Angestellten gegen Madonnas Stiftung jedoch wieder abgeblasen, 3,8 Millionen Dollar waren da bereits in den Sand gesetzt. Nun sollen nach Madonnas Angaben gleich mehrere Schulen für insgesamt mehr als tausend Mädchen in Angriff genommen werden.</p>
<p>Quelle: <a href="http://de.nachrichten.yahoo.com/madonna-will-schulen-malawi-bauen-174606893.html" target="_blank">YahooNews, AFP</a></p>
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		<title>Tote bei Straßenschlachten vor Innenministerium in Kairo</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 09:47:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstrationen]]></category>
		<category><![CDATA[Kairo]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenschlachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Kairo (Reuters) &#8211; In Kairo haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte in der Nähe des Innenministeriums auch am Freitag heftige Auseinandersetzungen geliefert.
Eine wütende Menge belagerte das Gebäude in der ägyptischen Hauptstadt. Augenzeugen und Rettungskräfte berichteten, in Kairo seien ein Demonstrant und ein Offizier der Armee getötet worden. In Suez kamen zwei Menschen ums Leben, als die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kairo (Reuters) &#8211; In Kairo haben sich Demonstranten und Sicherheitskräfte in der Nähe des Innenministeriums auch am Freitag heftige Auseinandersetzungen geliefert.</p>
<p>Eine wütende Menge belagerte das Gebäude in der ägyptischen Hauptstadt. Augenzeugen und Rettungskräfte berichteten, in Kairo seien ein Demonstrant und ein Offizier der Armee getötet worden. In Suez kamen zwei Menschen ums Leben, als die Polizei scharf schoss, um die Menge daran zu hindern, in eine Polizeiwache einzudringen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der Proteste am Donnerstag etwa 400 Menschen verletzt.</p>
<p>In Kairo warfen Demonstranten mit Steinen auf die Sicherheitskräfte. Diese setzten Tränengas ein. Doch der Wind trieb die Schwaden zurück in Richtung Polizei, und die Menge rief: &#8220;Gott ist der Größte!&#8221; Tausende Demonstranten versammelten sich, und viele wurden noch im Zentrum der Hauptstadt erwartet: Fast 30 Jugendorganisationen und Parteien hatten zu einem &#8220;Freitag des Zorns&#8221; aufgerufen.</p>
<p>&#8220;Wir bleiben hier, bis wir unser Recht bekommen&#8221;, sagte ein Demonstrant vor dem Innenministerium. &#8220;Habt ihr gesehen, was in Port Said passiert ist?&#8221; Dort waren in einem Fußballstadion bei Krawallen am Mittwoch 74 Menschen getötet und rund 1000 verletzt worden. Viele Menschen wurden in Panik zu Tode getrampelt. Die Demonstranten machten die Militärregierung dafür verantwortlich.</p>
<p>Zwar gab der von der Armee ernannte Ministerpräsident Kamal al-Gansuri erste personelle Konsequenzen gegen Sicherheitsverantwortliche bekannt. Zur Enttäuschung vieler verärgerter Parlamentarier entließ die Regierung den Innenminister jedoch nicht.</p>
<p>Quelle: <a href="http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE81207G20120203" target="_blank">de.reuters.com</a></p>
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		<title>CoMiDe-Konferenz „Bridging the Gap. Internationale Konferenz zu Migration &amp; Entwicklung“</title>
		<link>http://www.radioafrika.net/2012/02/05/comide-konferenz-%e2%80%9ebridging-the-gap-internationale-konferenz-zu-migration-entwicklung%e2%80%9c/</link>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 09:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interessantes]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Migration]]></category>

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		<description><![CDATA[Globale Migrationsbewegungen gelten heute als eine der zentralen Herausforderungen weltweit. Dennoch werden Migrations- und Einwanderungspolitiken kaum mit entwicklungspolitischen Zielsetzungen in Einklang gebracht. Kooperationen zwischen den beiden Politikfeldern auf staatlicher und nichtstaatlicher Ebene sind selten. Das gilt im gleichen Maße für staatliche Einrichtungen sowie für in beiden Bereichen tätige Nichtregierungs- und Diasporaorganisationen.
Die von Téclaire Ngo Tam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Globale Migrationsbewegungen gelten heute als eine der zentralen Herausforderungen weltweit. Dennoch werden Migrations- und Einwanderungspolitiken kaum mit entwicklungspolitischen Zielsetzungen in Einklang gebracht. Kooperationen zwischen den beiden Politikfeldern auf staatlicher und nichtstaatlicher Ebene sind selten. Das gilt im gleichen Maße für staatliche Einrichtungen sowie für in beiden Bereichen tätige Nichtregierungs- und Diasporaorganisationen.</p>
<p>Die von Téclaire Ngo Tam (Südwind) moderierte internationale Konferenz vom “, 23. und 24. Jänner 2012 war der öffentliche Startschuss für die auf drei Jahre projektierte, europäische Initiative für Migration und Entwicklung, CoMiDe. Über 140 interessierte TeilnehmerInnen aus den Projekt-Partnerländern Österreich, Slowenien, Slowakei und Italien diskutierten dabei eineinhalb Tage intensiv zu diesem Themenkomplex.</p>
<p>Eröffnet wurde die Konferenz durch Brigitte Öppinger-Walchshofer (Austrian Development Agency, ADA), die die Bedeutung des Themas für die ADA sowie die Notwendigkeit einer verbesserten Kohärenz zwischen der EU-Migrations- und Entwicklungspolitik betonte, Walter Posch (VIDC), der sich erfreut über das Engagement der ADA in diesem Bereich (trotz Sparzwangs) zeigte, und Elfriede Schachner (Südwind), die die Migrationsdebatte zwischen Bedrohung und Potential angesiedelt sah.</p>
<p>Madjiguène Cissé (Réseau des femmes pour le Développement durable en Afrique, Senegal) sah eine Parallele zwischen Migration und Entwicklung während der gesamten Menschheitsgeschichte sowie einen Widerspruch im „Problem“ der Migration auf der einen und einer sich zunehmend integrierenden Welt auf der anderen Seite. Austausch sei wichtig für die Harmonie zwischen den Kulturen. In afrikanischen Ländern gebe es ein Umfeld, das für Entwicklung wenig förderlich sei und Migration begünstige. In den von ihr vorgestellten Frauenprojekten gehe es um eine starke, weibliche Zivilgesellschaft.</p>
<p>Thomas Faist(Univ. Bielefeld) zeichnete den Verlauf der Debatte über Migration und Entwicklung seit den 1960ern nach. Migration würde wirtschaftlicher Entwicklung nicht auf die Sprünge helfen, allerdings hätte wirtschaftliche Entwicklung in den Herkunftsländern sehr wohl Auswirkungen auf die MigrantInnen (die dann etwa leichter zurückkehren könnten). Die den Rücküberweisungen zugeschriebene Rolle sollte grundsätzlich überdacht werden. Migration würde Trends verstärken, im positiven wie negativen Sinn. MigrantInnen würden derzeit zwar als „social agents“ entdeckt, es gäbe aber einen Widerspruch zwischen dieser Rolle und der sehr restriktiven Migrationspolitik.</p>
<p>In ihren Kommentaren beschrieben Gabriel Keramarics (Außenministerium, BMeiA) die Beschäftigung der UN-Organisationen mit Migration, Tanja Dedovic (IOM) die Tätigkeit des ursprünglich für europäische Flüchtlinge gegründeten IOM und Marjan Hu? (Slovenian Global Action, SLOGA) die Situation in Slowenien sowie die Visaprobleme von PartnerInnen, die im Rahmen von Austauschprogrammen nach Europa kommen wollten.</p>
<p>Mignane Diouf(Conseil des ONG d’Appui au Développement, Senegal) betonte, dass Migration ein Menschenrecht sei. Regierungen in Afrika seien vorrangig dafür zuständig, für die Bevölkerung Entfaltungsmöglichkeiten zu schaffen und diese bei Entscheidungen miteinzubeziehen. Er beschrieb aber auch, dass die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen, aufgrund derer viele keine andere Chance als die Migration nach Europa sehen, durch falsche europäische Politik mitverursacht seien. Denn Dürre und Überfischung im Senegal seien durch westlich geprägte Monokulturen und EU-Fischfangflotten hervorgerufen worden.</p>
<p>Alex Asiedu(Dpt. of Geography and Centre for Migration Studies, Univ. of Ghana) beschrieb die Migration von und nach Ghana. Migration passiere oft informell und sei daher ungenügend dokumentiert. Heutzutage würden GhanaerInnen vor allem nach Europa und in die USA reisen. Die Rücküberweisungen von MigrantInnen steigen, was sich vor allem im Wohnbausektor bemerkbar mache. Auch nach Ghana sei Migration zu verzeichnen, so stammten im Jahr 1960 12 % der Bevölkerung nicht aus Ghana. In Ghana gäbe es keine umfassende Migrationspolitik und nur einen schwach entwickelten institutionellen Rahmen. Das sei etwa an der schlechten Datenlage erkennbar. Kooperationen auf nationaler und internationaler Ebene seien dringend notwendig.</p>
<p>Nadja Schuster und Marlene Keusch (VIDC) präsentierten ihre im Rahmen des Projekts CoMiDe erstellte Studie „European Good Practice Examples of Migration and Development Initiatives with a Particular Focus on Diaspora Engagement“. Dabei wurden neun Initiativen exemplarisch dargestellt. Zwei dieser Initiativen, nämlich die EC-UN Joint Migration and Development Initiative und die französisch-marokkanische „Migration et Développement“ wurden detaillierter vorgestellt. Letztere sei als einzige von MigrantInnen geleitet. Die beiden Autorinnen empfahlen unter anderem, Diasporaorganisationen als Entwicklungsakteure anzuerkennen und sie, etwa durch „capacity building“, zu unterstützen. Als wichtig wurden auch Wissenstransfer und Bewusstseinsbildung erachtet. Es brauche eine „offene“ Definition von Entwicklung.<br />
In ihrem Kommentar stellte Andrea Riester (Deutsche Gesellsch. für internationale Zusammenarbeit, GIZ) ein im Pilotversuch seit 2007 existierendes GIZ-Programm zur Unterstützung von Vereinen vor, die hauptsächlich von MigrantInnen geführt und repräsentiert werden. Die Förderbedingungen, insbesondere der hohe Eigenmittelanteil, die es Diaspora-Organisationen unmöglich machen würde, die Förderung in Anspruch zu nehmen, wurden von Alexis Nshimyimana Neuberg (Afrika Vernetzungsplattform – AVP) kritisiert. Neuberg hob auch die Wichtigkeit des Transfers von Know-how hervor und stellte das Kenako-Projekt vor. In dessen Rahmen sollte 2010 (rund um die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika) der afrikanische Kontinent einem größeren Publikum in Österreich näher gebracht werden. Im Zuge von Kenako arbeiteten erstmals MigrantInnen- und Entwicklungsorganisationen österreichweit zusammen. Bernardo Venturi (Universität Bologna) betonte in seinem Kommentar die wichtige Rolle lokaler Behörden. Ein menschenrechtsbasierter Ansatz sei aus seiner Sicht extrem wichtig, um Paternalismen zu vermeiden.<br />
Drei Workshops beschäftigten sich nach diesen Inputs mit den Themen „Southern Perspective on Migration &amp; Development“, „Diaspora Engagement in Development Cooperation“ sowie „Public Authorities‘ Role in Migration and Development“.</p>
<p>In den Workshops wurden konkrete Forderungen an alle Stakeholder formuliert. Aus diesen ersten Brainstormings sind zusammenfassend folgende Aktionen als absolute Voraussetzung für mehr Kohärenz im Nexus von Migration und Entwicklung:</p>
<p>- Es müsse eine neue Definition von „Entwicklung“ formuliert werden, in Absprache mit dem Süden, denn die „EmpfängerInnen“ sollten selbst bestimmen können, was für sie eine bessere Lebensqualität ausmacht.</p>
<p>- NGOs und Diaspora-Organisationen müssen miteinander arbeiten, systematisch und strukturell kooperieren.</p>
<p>- Öffentliche Instanzen (Public authorities) seien aufgefordert Kampagnen und Initiativen, die als Ziel die Herstellung von Kohärenz zwischen Migration und Entwicklung haben, zu unterstützen &#8211; sowohl mit passenden Einwanderungs- und Aufenthaltsgesetzen als auch indem sie sich öffentlich zur Herstellung dieser Kohärenz bekennen.</p>
<p>- Weiters wird CoMiDe gemeinsam mit allen AkteurInnen die Forderungen verfeinern und Strategien verfolgen, die zu einer breiteren Bekanntmachung der Forderungen und einer Akzeptanz der Notwendigkeit, Migrations- und Entwicklungspolitik in Einklang zu bringen, führen. Dafür werden weitere Workshops mit allen AkteurInnen und Entscheidungs­trägerInnen durchgeführt, Podiumsdiskussionen sowie eine Messe organisiert.</p>
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		<title>Heute ist der Tag der Straßenkinder!</title>
		<link>http://www.radioafrika.net/2012/01/31/heute-ist-der-tag-der-strasenkinder/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 10:05:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia</dc:creator>
				<category><![CDATA[NEWS]]></category>

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		<description><![CDATA[
Rund um den 31. Jänner macht das Hilfswerk Jugend Eine Welt auf das Schicksal von Straßenkindern weltweit aufmerksam.
Ob Lima, Port-au-Prince, Bukarest, New Delhi oder Accra; für Straßenkinder sind die Lebensumstände auf allen Kontinenten ähnlich: Es gilt, das eigene Überleben zu sichern. Sie arbeiten, betteln und stehlen, um nicht hungern zu müssen. Sie schlafen auf Gehsteigen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2></h2>
<h3>Rund um den 31. Jänner macht das Hilfswerk Jugend Eine Welt auf das Schicksal von Straßenkindern weltweit aufmerksam.</h3>
<p>Ob Lima, Port-au-Prince, Bukarest, New Delhi oder Accra; für Straßenkinder sind die Lebensumstände auf allen Kontinenten ähnlich: Es gilt, das eigene Überleben zu sichern. Sie arbeiten, betteln und stehlen, um nicht hungern zu müssen. Sie schlafen auf Gehsteigen, in U-Bahnschächten oder in großen Pappkartons. Ihr Leben ist in ständiger Gefahr. Einen Ausweg aus ihrem Schicksal bieten ihnen die von Jugend Eine Welt unterstützen Don Bosco Hilfsprojekte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jugend Eine Welt feiert am 31. Jänner den Tag der Straßenkinder, um auf das Schicksal der Straßenkinder weltweit aufmerksam zu machen. Am Gedenktag Don Boscos macht Jugend Eine Welt darauf aufmerksam, dass das Werk des Sozialpioniers lebendiger ist, als je zuvor.<br />
„In Österreich kann sich kaum jemand vorstellen, wie Straßenkinder leben. Darum laden wir dazu ein, sich mit dem Leben dieser Kinder auseinanderzusetzen“, erklärt Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Eine bessere Zukunft für Straßenkinder – eine globale Herausforderung</strong><br />
Weltweit leben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO 33 Millionen Kinder und Jugendliche auf der Straße, die UNICEF spricht sogar von 100 Millionen. Die Gründe für ein Leben auf der Straße sind vielfältig. Armut und Gewalt in der Familie sind häufig Ursache, dass junge Menschen auf der Straße landen. Oft können die Familien ihre Kinder nicht ernähren und so versuchen sie sich mit Gelegenheitsjobs auf der Straße durchzuschlagen.<br />
„Gemeinsam mit unseren Projektpartnern den Salesianern Don Boscos und den Don Bosco Schwestern bieten wir diesen Kindern und Jugendlichen konkrete Hilfe an“, so Reinhard Heiserer und erklärt: „Don Bosco war überzeugt, dass durch vorbeugende Maßnahmen Kinder vom Weg in die Kriminalität und in die Verwahrlosung bewahrt werden können. Genau das geschieht heute in den Don Bosco Straßenkinderprojekten. Wo Straßenkinder die Möglichkeit bekommen, durch Ausbildung, Erziehung und spezielle Programme, ihr Leben abseits der Straße zu gestalten.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Aktionen für den Tag der Straßenkinder</strong><br />
Dem Aufruf von Jugend Eine Welt Aktionen und Veranstaltungen rund um den Tag der Straßenkinder zu organisieren sind zahlreiche gefolgt. In ganz Österreich laden heute Schulen, Pfarren, Jungschargruppen und engagierte Einzelpersonen zu den verschiedensten Veranstaltungen. „Herzlichen Dank für Euer Engagement!“ bedankt sich Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt bei allen die für Strassenkinder aktiv werden.<br />
Nähere Infos finden sie unter: <a href="http://www.tagderstrassenkinder.at/" target="_blank">www.tagderstrassenkinder.at</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Straßenkunst für Straßenkinder</strong><br />
Schon gestern stellte der Zirkus Giovanni seine artistischen Fertigkeiten in den Dienst der Straßenkinder. Die jungen ArtistInnen machten auf skurrile Art und Weise, Passanten und Passantinnen am Karlsplatz in Wien auf die Situation der Straßenkinder aufmerksam.<br />
Der Zirkus Giovanni wurde von StudentInnen vor knapp einem Jahr ins Leben gerufen. Sie verbindet ihr Freiwilligeneinsatz mit Jugend Eine Welt bei Hilfsprojekten der Salesianer Don Boscos in Afrika, Asien oder Lateinamerika.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>FAIRTRADE Österreich unterstützt den Tag der Straßenkinder.</strong><br />
FAIRTRADE steht für faire und menschenwürdige Produktionsbedingungen. Ein zentrales Anliegen ist daher der Schutz der Kinder in den betroffenen Regionen. Das FAIRTRADE -Gütesiegel steht für ein Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und soziale und gerechte Produktionsbedingungen. Der Tag der Straßenkinder ist daher eine gute Möglichkeit, auf diese Probleme aufmerksam zu machen. Weitere Infos dazu unter: <a href="http://www.fairtrade.at/" target="_blank">www.fairtrade.at</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ankündigung: Wir feiern für Eine Welt!</strong><br />
Anlässlich des Tag der Straßenkinder wird Morgen, am 1.2.2012 ab 20:00 Uhr eine Charity Party im Ost-Klub gefeiert. Mit guter Musik, guter Laune und gutem Zweck soll vor allem einem jungen Publikum die Straßenkinder Problematik näher gebracht werden. Nähere Infos:<a href="http://www.ost-klub.at/" target="_blank">www.ost-klub.at</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Jugend Eine Welt: 15 Jahre „Bildung überwindet Armut“</strong><br />
Jugend Eine Welt ist ein internationales Hilfswerk und wurde 1997 als Verein gegründet. Seit 15 Jahren setzt sich die unabhängige Nicht-Regierungsorganisation für internationale Jugendhilfe sowie nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit ein. Unter dem Leitgedanken „Bildung überwindet Armut“ unterstützt Jugend Eine Welt Schulen, Straßenkinder-Programme und Bildungszentren in Asien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa. Bevorzugte Projektpartner sind dabei die Salesianer Don Boscos und die Don Bosco Schwestern, die über langjährige Erfahrung und Expertise vor Ort verfügen. In den 15 Jahren seines Bestehens hat der unabhängige Verein hunderte Bildungs- und Straßenkinderprojekte weltweit unterstützt. Zehntausende junge Menschen aus ärmsten Verhältnissen haben so die Möglichkeit bekommen eine Schule zu besuchen oder einen Beruf zu erlernen.<br />
Nähere Informationen unter <a href="http://www.jugendeinewelt.at/" target="_blank">www.jugendeinewelt.at</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ausschreibung exil-Literaturwettbewerb 2012</title>
		<link>http://www.radioafrika.net/2012/01/30/ausschreibung-exil-literaturwettbewerb-2012/</link>
		<comments>http://www.radioafrika.net/2012/01/30/ausschreibung-exil-literaturwettbewerb-2012/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 13:57:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Interessantes]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>

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		<description><![CDATA[exil-literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen“ 2012 
ein literaturwettbewerb zur förderung der literatur von autorInnen, die aus einer anderen muttersprache kommen und in deutscher sprache schreiben
1. preis: € 3.000,- (prosa)
2. preis: € 2.000,- (prosa)
3. preis: € 1.500,- (prosa)
lyrikpreis: € 1.500,-
preis für autorInnen mit deutsch als erstsprache: € 1.000,-
preis für texte von teams und schulklassen: € 1.000,-
preis [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="text-decoration: underline;">exil-literaturpreise „schreiben zwischen den kulturen“ 2012 </span></strong></p>
<p>ein literaturwettbewerb zur förderung der literatur von autorInnen, die aus einer anderen muttersprache kommen und in deutscher sprache schreiben</p>
<p>1. preis: € 3.000,- (prosa)<br />
2. preis: € 2.000,- (prosa)<br />
3. preis: € 1.500,- (prosa)<br />
lyrikpreis: € 1.500,-<br />
preis für autorInnen mit deutsch als erstsprache: € 1.000,-<br />
preis für texte von teams und schulklassen: € 1.000,-<br />
preis für texte jugendlicher autorInnen (bis zum vollendeten 20. lebensjahr) € 1.000,-<br />
preis für theatertexte (drama): € 2.000,- (finanziert von wiener wortstaetten)</p>
<p>teilnahmeberechtigt sind personen, die seit mindestens einem halben jahr in österreich leben. <strong>alle arbeiten müssen in vierfacher ausfertigung und in deutscher sprache eingereicht werden, vom autor oder der autorin selbst in deutscher sprache verfasst und bis zum zeitpunkt der einreichung unveröffentlicht sein. </strong></p>
<p>alle dichtungsgattungen sind zugelassen.<br />
die texte sollen den umfang von 10 maschinschreibseiten nicht überschreiten und sich im weitesten sinne mit den themen <strong>fremdsein, anderssein, identität, flucht, vertreibung, ankommen, integration, leben zwischen kulturen</strong>  auseinandersetzen.</p>
<p>ein blatt mit kurzbiographie und bibliografie, ein foto der autorin oder des autors sowie adresse, telefonnummer und email-adresse (bei schulklassen auch der lehrkraft) müssen beiliegen. eine rücksendung der eingereichten texte ist nicht möglich.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">einsendeschluss<br />
</span>prosa, lyrik, drama: 30. april 2012<br />
schulprojekte, jugendtexte: 30. juni 2012<br />
einsendungen ab 12.11.2011 an: exil, kennwort &#8220;exil-literaturpreise&#8221;<br />
stiftgasse 8 &#8211; 1070 wien -  <a href="mailto:verein.exil@inode.at">verein.exil@inode.at</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>ein projekt von<br />
exil, zentrum für interkulturelle kunst und antirassismusarbeit<br />
stiftgasse 8 &#8211; 1070 wien &#8211; tel. 0699 123 444 65 &#8211; fax 01 89 00 87 215<br />
<a href="mailto:verein.exil@inode.at">verein.exil@inode.at</a>   details unter: <a href="http://www.zentrumexil.at/">www.zentrumexil.at</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>in kooperation mit dem verein kulturzentrum spittelberg,<br />
der grazer autorInnenversammlung und den wiener wortstaetten<br />
gefördert von:<br />
bm: ukk         wienKultur        bezirks7kultur  amerlingbeisl</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Bekleidung Made in Marokko &#8211; harte Arbeit für die öffentliche Hand</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 15:58:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interessantes]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fair Trade]]></category>
		<category><![CDATA[Marokko]]></category>
		<category><![CDATA[Südwind]]></category>

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		<description><![CDATA[Südwind macht auf Arbeitsrechtsverletzungen in der marokkanischen Bekleidungsindustrie und Verantwortung der öffentlichen Hand aufmerksam.
Wien, 26.01.2012. Seit den späten 1980er Jahren hat sich Marokko zu einem wichtigen Zentrum der Textil- und Bekleidungsindustrie für den europäischen Markt entwickelt. Produziert wird unter anderem für bekannte Mode-Marken wie Mango oder Zara, aber auch Arbeitsbekleidung, die von europäischen Städten, Gemeinden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Südwind macht auf Arbeitsrechtsverletzungen in der marokkanischen Bekleidungsindustrie und Verantwortung der öffentlichen Hand aufmerksam.</p>
<p>Wien, 26.01.2012. Seit den späten 1980er Jahren hat sich Marokko zu einem wichtigen Zentrum der Textil- und Bekleidungsindustrie für den europäischen Markt entwickelt. Produziert wird unter anderem für bekannte Mode-Marken wie Mango oder Zara, aber auch Arbeitsbekleidung, die von europäischen Städten, Gemeinden und Institutionen eingekauft wird. Mittlerweile ist die Bekleidungsindustrie Marokkos wichtigster Industriezweig und schafft viele Arbeitsplätze. Doch die Arbeitsbedingungen sind besonders hart, wie ein aktueller Bericht von der Clean Clothes Kampagne und dem marokkanischen Verein Attawasol belegt, der heute bei einem Pressegespräch in Wien präsentiert wurde.</p>
<p>Schuften für einen Hungerlohn<br />
Dafür wurden ArbeiterInnen in Zulieferbetrieben und GewerkschafterInnen rund um die Stadt Tanger befragt. Sie berichteten von Arbeitswochen von bis zu 76 Stunden, Gehältern unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns, Beschäftigten ohne Verträge oder irgendeiner Form sozialer Absicherung und gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen. &#8220;Der gesetzliche Arbeitstag hat acht Stunden, aber<br />
das wird von keinem respektiert. Es gibt sogar Frauen, die arbeiten 15 Stunden am Tag. In kleinen Fabriken sagen die Bosse: der Kunde hat das Sagen. Das bedeutet, (.) das hat Priorität vor unseren<br />
Arbeitsrechten&#8221;, kritisierte die marokkanische Gewerkschafterin Fatima Lamah.</p>
<p>Viele ArbeiterInnen gaben an, nicht einmal den Mindestlohn, mitunter sogar weniger als 100 Euro gezahlt zu bekommen. &#8220;Den Mindestlohn, 210 Euro pro Monat, zu verdienen ist gut und schön, wenn man keine Miete zahlen muss. Eine bescheidene Bleibe kann in Tanger fast 200 Euro kosten&#8221;, so Saida, eine Textilarbeiterin.</p>
<p>Die jüngsten ArbeiterInnen, mitunter auch unter 16 Jahren, werden als PraktikantInnen eingestellt. Obwohl sie die gleiche Arbeit wie ihre erwachsenen KollegInnen verrichten, bekommen sie keinen Arbeitsvertrag und nur ein Drittel des Lohnes, 36 Cent pro Stunde.</p>
<p>&#8220;Wenn die Fabrikskontrolleure überraschend kommen, verstecken unsere Vorarbeiter die minderjährigen Arbeiterinnen und Arbeiter am Dachboden oder in leeren Kisten&#8221; erzählte eine Arbeiterin.</p>
<p>Ausbeutung für die öffentliche Hand<br />
Während diese Art von Ausbeutung für Modetrends schon vielen ein Begriff ist, und KonsumentInnen immer wieder faire Arbeitsbedingungen fordern, ist nur wenig über die Herstellung von Uniformen oder Dienstkleidung bekannt. Ein wichtiger Abnehmer dafür ist die öffentliche Hand, also europäische Gemeinden, Städte und Länder, ihr Budget speist sich aus Steuergeldern. Dass Arbeitsbekleidung in<br />
Marokko unter den gleichen unmenschlichen Arbeitsbedingungen produziert wird, haben Naima Naim und Lamyae Assouz vom marokkanischen Verein für Frauenrechte Attawassol im Zuge der Recherche für den<br />
Bericht herausgefunden. Sie fordern: &#8220;Die erste Priorität für die öffentliche Hand muss sein, dass bei der Produktion zumindest die nationalen Arbeitsgesetze eingehalten werden, zum Beispiel die<br />
Mindestlöhne gezahlt werden und die zulässige Arbeitszeit nicht überschritten wird. Das garantiert zwar noch kein menschenwürdiges Leben, aber es ist ein erster Schritt&#8221;. Elisabeth Schinzel, Südwind-Expertin für sozial faire öffentliche Beschaffung ergänzt: &#8220;Egal ob für unseren privaten Konsum oder den öffentlichen Einkauf mit Steuergeldern -Beschäftigte in den Produktionsländern<br />
haben ein Recht auf menschenwürdige Arbeitsbedingungen!&#8221;</p>
<p>Sozial fairer öffentlicher Einkauf ist möglich<br />
Die öffentliche Hand kann durch politische Beschlüsse und die Einbeziehung von sozialen Kriterien in ihre Ausschreibungen zu einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen. Dass das möglich ist, beweisen zahlreiche Vorzeigeinitiativen in anderen europäischen Ländern: In den Niederlanden hat das Bekenntnis zu einem 100% nachhaltigen Einkauf viele große und kleinere Arbeitsbekleidungsfirmen dazu gedrängt, ihre Zulieferkette einer unabhängigen Überprüfung zuzuführen und Verantwortung zu übernehmen. Marken wie Firstads, BP, HaVeP, Kansas sind der Fair Wear Foundation beigetreten.</p>
<p>In Schweden wurde nach einem Skandal um die Arbeitsbedingungen, unter denen Krankenhausbekleidung hergestellt wurde, ein mehrstufiges System eingeführt, das Anbieter und ihre Verbesserungsmaßnahmen evaluiert. Auch deutsche Städte wie Dortmund und Bremen setzen soziale Kriterien in ihren Ausschreibungen ein und auf Bundesebene wurde beschlossen, eine Servicestelle für sozial fairen Einkauf einzurichten.</p>
<p>In Österreich wird im Rahmen des nationalen Aktionsplans für nachhaltige Beschaffung an der Erarbeitung von Richtlinien zur sozial fairen Beschaffung gearbeitet. Neben VerteterInnen von Ministerien, Ländern und Interessensvertretungen ist auch Südwind in dieser Arbeitsgruppe vertreten. &#8220;Es ist zu hoffen, dass Österreich letztendlich mit den Empfehlungen des nationalen Aktionsplans an europäische Vorreiter anschließen wird und Vorgaben gibt, die zu einer wirklichen Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen und sich nicht mit weniger zufrieden gibt&#8221; schließt Schinzel.</p>
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		<title>Abschlussbericht: Projekt &#8220;SUCCESS STORIES &#8211; Afrikanische Erfolgsgeschichten&#8221;</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 15:31:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elisabeth</dc:creator>
				<category><![CDATA[African Community Austria]]></category>
		<category><![CDATA[AFRIKA TV]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussionen]]></category>
		<category><![CDATA[Filme]]></category>
		<category><![CDATA[Interessantes]]></category>

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		<description><![CDATA[„SUCCESS STORIES – Afrikanische Erfolgsgeschichten“

mit Clara Akinyosoye und Doris Hackman (2011)
 

Integration – Empowerment – 
Selbständigkeit von MigrantInnen – Meinungsbildung
&#160;
Positive Meinungsbildung mit Hilfe positiver Berichterstattung – dieses Ziel setzte sich Radio Afrika TV bei der Implementierung des Projektes „SUCCESS STORIES – Afrikanische Erfolgsgeschichten“. Nicht nur einige wenige, sondern viele AfrikanerInnen in Österreich leisten essentielle Beiträge in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="center"><strong>„<em>SUCCESS STORIES – Afrikanische Erfolgsgeschichten“</em></strong></p>
<div>
<p align="center"><strong>mit Clara Akinyosoye und Doris Hackman (2011)</strong></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
</div>
<p align="center"><strong>Integration – Empowerment – </strong></p>
<p align="center"><strong>Selbständigkeit von MigrantInnen – Meinungsbildung</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Positive Meinungsbildung mit Hilfe positiver Berichterstattung – dieses Ziel setzte sich Radio Afrika TV bei der Implementierung des Projektes „SUCCESS STORIES – Afrikanische Erfolgsgeschichten“. Nicht nur einige wenige, sondern viele AfrikanerInnen in Österreich leisten essentielle Beiträge in Bereichen der Politik, Kunst, Kultur und Wirtschaft. Das Projekt soll AfrikanerInnen motivieren selbstständig zu agieren und zeigen, dass es möglich ist in Österreich erfolgreich zu sein. Weiters wird der direkte Kontakt zwischen der lokalen Bevölkerung, afrikanischen Communities und Vereinen gefördert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Radio Afrika TV verfilmte im Herbst 2011 die Erfolgsgeschichten zweier Frauen mit afrikanischem Hintergrund.</p>
<p>Als erstes Role Model präsentiert der Verein die Ghanaerin <strong>Doris Hackman</strong>, die erfolgreich eine Ausbildung im Gesundheits- und Pflegesektor absolviert hat und derzeit als Krankenschwester im SMZ Ost Wien arbeitet.</p>
<p>Das zweite Role Model ist die erfolgreiche Journalistin <strong>Clara Akinyosoye</strong> – Chefredakteurin von M-Media und stv. Chefredakteurin von Afrikanet.info – eine Österreicherin, deren Eltern aus Nigeria kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neben dem visuellen Material, aus dem anschließend Beiträge für Okto TV sowie die Dokumentation über die beiden Role Models entstanden, wurden auch Radiobeiträge für Radio Afrika International (Radio Orange, Ö1 Campus Radio) produziert, sowie Interviews mit den beiden Protagonistinnen in der Winterausgabe 2011 der Tribüne Afrikas veröffentlicht.</p>
<p>Den Abschluss des Projektes bildete die öffentliche Vorstellung der Success Stories im Rahmen von <strong>„CINE AFRIKA – mobiles Integrationskino“</strong> am 20.12.2011 in der VHS Favoriten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei der Veranstaltung wurden zunächst die produzierten Erfolgsgeschichten der beiden Role Models präsentiert. Bei der anschließenden Diskussionsrunde sprachen <em>Clara Akinyosoye</em> und <em>Doris Hackman</em> mit Vereinsobmann von Radio Afrika TV – <em>Mag. Alexis Neuberg</em> und den weiteren Diskussionsteilnehmer, Bezirksrätin des 10. Bezirkes – <em>Mag.a Figen Ibrahimoglu</em>, Mitarbeiterin des Frauenministeriums – <em>Sibel Akgün</em> und den Leiter von „Back on Stage – mobile Jugendarbeit in Favoriten“ – <em>Ercan </em><em>Yalcinkaya</em>, über die Themen Integration, positive Meinungsbildung, Empowerment und Selbständigkeit von MigrantInnen sowie Geschlechterrollen.</p>
<p>Die Änderung des Blickwinkels, sowohl im Hinblick auf die Berichterstattung über MigrantInnen (positive anstatt überwiegend negativer Meldungen) sowie in Integrationsfragen, war für die DiskutantInnen ein essentielles Anliegen.</p>
<p>Sibel Akgün vom Frauenministerium konstatierte, dass nicht per se die Thematik „Integration“ sondern die generelle Frage nach Gleichberechtigung im Vordergrund stehen sollte. Denn äquivalente Möglichkeiten und Chancengleichheit für MigrantInnen sowie auch in Geschlechterfragen, sei es am Arbeitsmarkt oder bei der individuellen Selbstbestimmung, sind leider nicht immer gegeben.</p>
<p>Clara Akinyosoye meinte, dass für eine „Erfolgsgeschichte“ auch viel Glück und Zufall von Bedeutung sei. Aufgeben sollten MigrantInnen bzw. AfrikanerInnen in Österreich jedoch nie, dies verdeutlichte Doris Hackman eindrucksvoll, indem sie über ihren persönlichen Weg erzählte und andere ermutigte hart an sich zu arbeiten und das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch das Publikum beteiligte sich an der Diskussion, vor allem mit Redebeiträgen über die essentielle Bedeutung positiver Berichterstattung, zu der unter anderem auch das Aufzeigen von individuellen Erfolgsgeschichten gehört, die zu einem Hinterfragen des oft klischeehaften Bildes über AfrikanerInnen in Österreich beitragen soll.</p>
<p>Nach der Diskussionsrunde fand bei einem gemütlichen Get2gether sowie Speis´ und Trank noch ein gemeinsamer Austausch statt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2012 soll das Projekt mit einer Intensität weitergeführt werden, wie sie 2011 erreicht werden konnte. Es ist dem Verein ein Anliegen die breite Öffentlichkeit für die Schwerpunkte des Projektes (Integration, Empowerment, Selbständigkeit und Meinungsbildung) zu sensibilisieren und Bewusstwerdungsprozesse in Gang zu bringen.</p>
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		<title>Tropenstürme fordern mehrere Menschenleben</title>
		<link>http://www.radioafrika.net/2012/01/25/tropensturme-fordern-mehrere-menschenleben/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 16:47:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Mosambik]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Tropenstürme]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei tropischen Stürmen sind in Mosambik und Südafrika seit dem Wochenende mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Menschen wurden Medienberichten zufolge obdachlos. Nach einem schweren Unwetter in Mosambik ist die Zahl der Toten Behördenangaben zufolge auf mindestens 22 gestiegen. Zehntausende Menschen in dem südafrikanischen Land mussten ihre Häuser verlassen. Das Staatsfernsehen berichtet am Montag, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bei tropischen Stürmen sind in Mosambik und Südafrika seit dem Wochenende mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Tausende Menschen wurden Medienberichten zufolge obdachlos. Nach einem schweren Unwetter in Mosambik ist die Zahl der Toten Behördenangaben zufolge auf mindestens 22 gestiegen. Zehntausende Menschen in dem südafrikanischen Land mussten ihre Häuser verlassen. Das Staatsfernsehen berichtet am Montag, am Sonntag seien in der zentralen Provinz Zambezia zwölf Menschen ums Leben gekommen. Zuvor waren zehn Tote aus südlichen Gebieten gemeldet worden.</p>
<p>Ein Tiefdruckgebiet hatte in der vergangenen Woche für heftige Regenfälle und starken Wind gesorgt. Radio Mosambik meldete unter Berufung auf den nationalen Katastrophenschutz, nach dem Unwetter würden mehr als 56.000 Menschen von der Regierung mit Lebensmitteln und Unterkünften versorgt. In der südlichen Provinz Gaza seien Schulen zerstört worden und Straßen seien unpassierbar, sagte Gouverneur Raimundo Diomba.</p>
<p>In der südafrikanischen Provinz Mpumalanga kamen in den vergangenen Tagen nach Angaben der Regierung in Pretoria sechs Menschen um. Katastrophenschutz, Feuerwehr und Sicherheitskräfte seien dabei, die Sturmschäden zu beseitigen und blockierte Straßen und Brücken zu räumen. Mehr als tausend Häuser, zahlreiche Schulgebäude und andere öffentliche Einrichtungen seien schwer beschädigt worden, hieß es. Für die kommenden Tage sind im südöstlichen Afrika weitere schwere Stürme vorausgesagt.</p>
<p>Schon Anfang vergangener Woche hatten Stürme und Überschwemmungen im Süden Mosambiks acht Menschen getötet. Etwa 5000 Familien mussten ihre Häuser aufgeben.<br />
Quelle: <a href="http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/tropenstuerme-fordern-mehrere-menschenleben/6101942.html">handelsblatt.com</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Madagaskar zwingt Flugzeug des Ex-Präsidenten zur Umkehr</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 16:46:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
				<category><![CDATA[NEWS]]></category>
		<category><![CDATA[Madagaskar]]></category>
		<category><![CDATA[Rajoelina]]></category>
		<category><![CDATA[Ravalomanan]]></category>

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		<description><![CDATA[Antanarivo &#8211; Die Behörden im ostafrikanischen Madagaskar haben einem Flugzeug mit dem vor drei Jahren gestürzten Präsidenten an Bord das Landerecht verweigert. Marc Ravalomanana wollte aus seinem südafrikanischen Exil in seine Heimat zurückkehren, als der Maschine der Eintritt in den Luftraum der Insel im pazifischen Ozean verweigert wurde. Ravalomanana kehrte daraufhin, ohne Zwischenlandung, nach Johannesburg [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Antanarivo</strong> &#8211; Die Behörden im ostafrikanischen Madagaskar haben einem Flugzeug mit dem vor drei Jahren gestürzten Präsidenten an Bord das Landerecht verweigert. Marc Ravalomanana wollte aus seinem südafrikanischen Exil in seine Heimat zurückkehren, als der Maschine der Eintritt in den Luftraum der Insel im pazifischen Ozean verweigert wurde. Ravalomanana kehrte daraufhin, ohne Zwischenlandung, nach Johannesburg zurück.</p>
<p>Vor seiner gescheiterten Rückkehr in die Hauptstadt Antananarivo hatte der Ex-Präsident erklärt, er wolle Gespräche mit seinen politischen Gegner aufnehmen. Unter anderem wollte er sich mit Andry Rajoelina treffen, der ihn vor drei Jahren mit Hilfe des Militärs gestürzt hatte.</p>
<p>In dieser Woche warnte Rajoelina, die Rückkehr des Ex-Präsidenten würde Unruhen in Madagaskar verursachen. Im vergangenen September hatten die neuen Machthaber Ravalomanana im Falle seiner Rückkehr mit der Verhaftung gedroht.<br />
Nach der verhinderten Einreise hat dessen Partei die Regierung der nationalen Einheit verlassen. Ihre Minister würden nicht mehr an den Kabinettssitzungen teilnehmen, sagte eine Parteivertreterin am Samstag. Zudem wollen die Parlamentarier der Partei von Ravalomanana den Angaben zufolge nicht zur nächsten Sitzungsperiode der Volksvertreter erscheinen, die am Montag beginnen soll.</p>
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