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Des Präsidenten Kinder geben aus, was am Volk gespart wird

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Günther Lanier, Ouagadougou, 15. und 16.7.2020.

Meist wird die Republik Kongo – das ist der offizielle Name – Kongo-Brazzaville genannt, um sie von der Demokratischen Republik Kongo (Kongo-Kinshasa) zu unterscheiden. Nirgends auf der Welt sind sich zwei Hauptstädte so nahe wie hier – nur der mächtige Fluss trennt sie[1].

Kongo-Brazzaville ist mit 342.000 km2 annähernd so groß wie Deutschland, seine Bevölkerung wird mit 5,5 Millionen angegeben[2], davon sind um die 2 Millionen Brazzavillois.es, BewohnerInnen der Hauptstadt und gut 1 Million Ponténégrin.e.s, EinwohnerInnen der ökonomischen Hauptstadt an der Atlantik-Küste, Pointe-Noire[3].

Das Land ist reich an Dichtern[4] und an Erdöl.

Staatschef ist Denis Sassou-Nguesso. Der heute 77-Jährige hat fast die Hälfte seines Lebens an der Staatsspitze verbracht. Zuerst einmal 13½ Jahre von 1979 bis 1992. Dann putschte er sich 1997 abermals[5] an die Macht und hat sich seither dort gehalten, das macht bisher gut 22½ Jahre.

Ursprünglich gab er sich als ein Linker aus und huldigte dem “Wissenschaftlichen Sozialismus“. Sein Land hieß 1969-91 schließlich auch “Volksrepublik Kongo“. Doch handelte es sich um einen Staat, “in dem links gesprochen und konservativ wie bisher gehandelt wurde“[6]. “Die beständige revolutionäre Rhetorik des Regimes Sassou-Nguesso (… stand) im Gegensatz zu einer zunehmend pro-westlichen Außenpolitik und einer dazu passenden liberalen Wirtschaftspolitik.“[7]

1991 beraubte eine Nationalkonferenz den Staatschef praktisch aller seiner Befugnisse und im August 1992 musste er Pascal Lissouba weichen. Diesen konnte er 1997 mit Hilfe angolanischer Truppen jedoch wieder stürzen. Da inzwischen die Sowjetunion das Zeitliche gesegnet hatte und aus der Systemkonkurrenz zwischen Ost und West kein Kapital mehr zu schlagen war, ist von linker Ideologie seit seinem Machtwiederantritt nichts mehr zu merken.

Die 36-jährige Dominanz zahlt sich aus.

Um ein paar neue Spuren dieses Auszahlens geht es hier in der Folge – nicht, was den Staatschef selbst, sondern was zwei Prominente aus seiner Nachkommenschaft betrifft.

 [8]

Denis Sassou-Nguesso hat nur eine Frau, Antoinette, geborene Tchibota, aber er hat über 30 Kinder von mehreren Frauen[9]. Am berühmtesten wurde seine 1964 geborene Tochter Edith Lucie, die durch ihre Heirat mit Omar Bongo 1990 bis zu ihrem Tod[10] neunzehn Jahre lang First Lady in Gabun war, des Congo-Brazzavilles nördlichem Nachbarn.

Claudia Lemboumba[11] Sassou-Nguesso ist Parlamentsabgeordnete und ist für die PR ihres Präsidenten-Vaters verantwortlich.

Von dieser Tochter des Staatschef habe ich leider kein gemeinfreies Foto gefunden, aber hier ist eines ihres drei Jahre jüngeren Bruders – Kind derselben Mutter Lily Kaniki, Cousine des Kardinals von Kinshasa[12] – Denis Christel, der zweiten Hauptfigur der folgenden Geschichte.

 [13]

Denis Christel Sassou-Nguesso, ein Jurist, ist ebenfalls Parlamentsabgeordneter und war einst[14] Vizedirektor des Downstream-Bereiches[15] des staatlichen Erdölunternehmens SNPC (Société nationale des pétroles du Congo)[16]. Das hat für einen Zusatz zu seinem Spitznamen “Kiki“ gesorgt: “Kiki le pétrolier“, was so viel wie “Erdöl-Kiki“ heißt oder auch “Kiki, der Erdöltanker“.

Als er 2018 sein 64-seitiges Büchlein “Woran ich glaube“ (Ce que je crois) veröffentlichte, in dem er seine Vision der Zukunft seines Landes beschrieb, wurden ihm Kronprinzen-Ambitionen unterstellt. Er hat inzwischen dementiert, dass er sich 2021 um das PräsidentInnenamt bemühen wird. Das wird zweifellos an seiner statt sein Vater tun, der hat sich durch eine Verfassungsänderung ja die abermaligen Kandidaturen 2016 und 2021 ermöglichen lassen.

 [17]

Hohe Ämter erleichtern Kindern von Präsidenten den Zugang zu staatlichen Geldern.

Am 28. November 2013 wurden 675 Mio USD von einer mit der Verwaltung der Staatskasse betrauten Abteilung des kongolesischen Schatzamtes an Asperbras LLC, die in Delaware angesiedelte US-Tochter des brasilianischen Multis Asperbras[18], überwiesen. Zweck der Überweisung: öffentliche Bauvorhaben.

Auf dem betreffenden Konto befanden sich vor der Überweisung aus Brazzaville ganze 2.000 USD.

Diese und die folgenden Informationen wurden von Global Witness zusammengetragen, eine 1993 in London gegründete NGO, die gegen die Missstände (Konflikte, Korruption, Umweltschäden) ankämpft, die mit der Ausbeutung von Bodenschätzen zusammenhängen[19].

 [20]

Am 9. Dezember 2013 gründete José Veiga – ein portugiesischer Geschäftsmann, der als Verbindungsmann der Sassou-Nguessos bekannt ist – in Zypern die GesmbH Gabox Limited.

Am 11. Dezember 2013 unterschreibt Gabox mit Energy & Mining, einer Filiale von Asperbras LLC, einen Vertrag, der Gabox zu einem Subunternehmen bei der Kartierung (Erstellung einer geologischen Karte) der Republik Kongo macht. Dass Gabox offensichtlich keinerlei diesbezügliche Erfahrung hat, ebenso wenig über Kapital wie über Personal verfügt und erst zwei Tage zuvor gegründet worden war, all das ist kein Hindernis.

Der Vertrag sieht vor, dass Gabox 25% des Betrages zustehen, den Energy & Mining vom kongolesischen Staat erhalten hat – laut der Schweizer NGO Public Eye[21] waren das insgesamt 200 Mio USD, für Gabox bedeutet das also einen Betrag von 50 Mio USD.

Von verschiedenen Konten der Asperbras-Gruppe (darunter auch Asperbras LLC aus Delaware) bei der heute nicht mehr bestehenden Lissabonner Bank des Heiligen Geistes (Banco Espirito Santo/BES)[22] aus wurden Gelder auf das kapverdische Konto von Energy & Mining überwiesen[23]. Von dort wurden sie an diverse Unternehmen José Veigas in Zypern und im Kongo, darunter Gabox, weitergeleitet – die erste Zahlung auf deren Konto im Jänner 2014 belief sich auf 44,5 Mio USD.

Im Februar 2014 traf eine weitere Zahlung von bescheidenen 1,6 Mio USD auf dem Konto von Gabox ein. Die Quelle der Zahlung war Sebrit, eine Briefkastenfirma, die Claudia Sassou-Nguesso gehört und die ebenfalls aus der kongolesischen Staatskasse alimentiert wurde.

Außer an Gabox überwies Asperbras LLC auch Beträge an dessen Mutterunternehmen Manzapo (4,4 Mio USD im November 2014). Manzapos Mutterunternehmen ist Alicero, das somit sozusagen die Großmutter von Gabox ist. Der Eigentümer sowohl von Manzapo als auch von Alicero ist niemand anderer als Denis Christel Sassou-Nguesso.

Zählen wir das alles zusammen, so summieren sich die von den Unternehmen des Sohnes des kongolesischen Staatschefs aus der Staatskasse erhaltenen Beträge laut der Aufdeckungen von Global Witness auf 50,5 Mio USD. Nicht gerade ein Pappenstiel.

Neuerdings bemüht sich die US-amerikanische Staatsanwaltschaft um die Beschlagnahmung eines Penthouses[24] in Miami, das der kongolesische Präsidentensohn unrechtmäßig erworben haben soll. Die Wege und Mittel, die dabei zur Anwendung kamen, waren den soeben beschriebenen vergleichbar, die Briefkastenfirmen hießen dieses Mal Mercuria, Atlas Logistique und SCI Etoile, unter den Strohmänner oder -frauen war dieses Mal einer aus Gabun, eineR (Identität von der Staatsanwaltschaft nicht bekanntgegeben) aus den USA und seine erste Frau Danièle Mboussou Ognanosso. Mit einem Zweitpass soll er für die Abwicklung eines Teiles seiner Transaktionen unter dem Namen “Denis Christelle“ vier Konten bei der Bank of America eröffnet haben.

29 Mio USD sollen für Luxusartikel und seinen und seiner Familie aufwändigen Lebensstil ausgegeben worden sein – Beträge, die weit jenseits der Gehälter liegen, die er kassierte. Abgesehen von niedrigen einstelligen USD-Millionenbeträgen (“mindestens 1,5 Mio USD“) als “Geschenke“ von Firmen für Erdölkonzessionen stammten die Gelder überwiegend aus der Kassa der staatlichen kongolesischen Erdölgesellschaft SNPC.

Hier die Liste einiger größerer Einkäufe von Denis Christel Sassou-Nguesso zwischen 2007 und 2017:

[25]

Um eine ähnliche Transaktion rund um die Präsidententochter Claudia ging es im ersten der drei Global Witness-Artikel. Im Juli 2014 wurden 7,1 Mio USD für den unrechtmäßigen Kauf eines Luxus-Apartments in New York gekauft, nämlich im Trump International Hotel & Tower, Adresse 1, Central Park West, New York (Trump International). Der US-Präsident dürfte in diesem Fall nichts Unrechtes getan haben – die Gesetze (auch außerhalb der USA ist es nicht anders) verpflichten ihn in keinster Weise, sich darum zu kümmern, wer kauft, geschweige denn, ob die Gelder rechtmäßig erworben wurden.

Global Witness fordert allerdings gerade das: Gesetze, die VerkäuferInnen dazu zwingen, Identität und Rechtmäßigkeit der KäuferInnen zu überprüfen. Solche Gesetze nicht zu beschließen, bedeutet, Korruption Tür und Tor zu öffnen. Doch das widerspräche wohl den Geschäftsinteressen des Herrn Trump. Im internationalen Vergleich würde ein Staat, beschlösse er solche Gesetze im Alleingang, zudem an Attraktivität für Fluchtkapital einbüßen – so wäre wohl ein global koordiniertes Vorgehen angezeigt.

Doch zurück zur kongolesischen Präsidententochter. Bei ihrem New Yorker Immobilienkauf spielte abermals José Veiga eine zentrale Rolle. Als er für die kongolesische Asperbras-Filiale mit dem Akquirieren staatlicher Aufträge betraut war, sollen die von ihm vermittelten Preise bis zu zehnfach überhöht gewesen sein[26]. Mithilfe solcher Verträge sollen Claudia Sassou-Nguesso und José Veiga Millionen USD aus der kongolesischen Staatskasse abgezweigt haben.

Sebrit, ein oben bereits kurz erwähntes zypriotisches Unternehmen, gehörte nach außen hin José Veiga. Doch beweist eine Reihe von Verträgen, die im Juli 2013 in Brazzaville notariell beglaubigt wurden, dass dieser die Anteile und Aktiva der beiden Sebrit-Holdings an Claudia Sassou-Nguesso abgetreten hat. Letztere setzte ihn umgehend als Manager der Unternehmen ein, wofür er kein Gehalt erhalten würde.

Wie oben bereits berichtet, gingen am 28. November 2013 am Konto von Asperbras LLC in Delaware 675 Mio USD staatliche kongolesische Gelder ein. Am 9. Dezember 2013 gründete José Veiga in Zypern nicht nur die Gabox Ltd, sondern auch Sebrit, ebenfalls eine GesmbH, also Sebrit Ltd. Zwei Tage später unterzeichnete Sebrit mit Energy & Mining (siehe oben) einen Vertrag für ein Kartier-Projekt in Kongo-Brazzaville. Wie Gabox hatte Sebrit keinerlei diesbezügliche Erfahrung und verfügte ebenso wenig über Kapital wie über Personal und war erst zwei Tage zuvor gegründet worden.

Für eine “geophysikalische Analyse“ würde Sebrit von Energy & Mining 6,8 Mio USD erhalten. Dazu kamen noch 12,7 Mio UDS für das Investieren in finanzielle und personelle Ressourcen auf der Suche nach neuen KundInnen für Energy & Mining. In der Folge floss aber mehr Geld von Asperbras Delaware zum zypriotischen Sebrit: am 13. Dezember 2013 waren es 31 Mio USD und am 6. Jänner 2014 dann 19,5 Mio USD.

Zwischen 6. Jänner 2014 und 23. Juni 2015 zahlte Sebrit 7,1 Mio USD für das Apartment mit Blick auf den Central Park. Dabei schienen die Namen von José Veigas und Claudia Sassou-Nguesso nicht auf – die Anwaltskanzlei K&L Gates – ein Multi mit Sitz in den USA, eine der größten Anwaltskanzleien weltweit – besorgte die Abwicklung. Auch K&L Gates haben nach Angaben von Global Witness nichts Unrechtes getan, auch wenn sie der kongolesischen Präsidententochter dabei halfen, unrecht erworbenes Geld in Immobilien anzulegen.

 [27]

Nur damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Mit dem Clan des kongolesischen Präsidenten belasten die Global Witness-Aufdeckungen mitnichten Leute mit bisher weißen Westen. Vielmehr sind sie Hauptziele der in Frankreich seit langen Jahren (seit 2007) von den NGOs Sherpa, Survie und die Vereinigung der KongolesInnen der Diaspora (Fédération des Congolais de la Diaspora) und ein Jahr später auch von Transparency International betriebenen Biens mal acquis-Prozesse.

“Güter, schlecht erworben“, so die wörtliche Übersetzung des prägnanteren Französischen Terminus Biens mal acquis. Unrechtmäßig erworbenes Eigentum.

Die französische Justiz hat Immobilien und Luxusautos des Sassou-Nguesso-Clans beschlagnahmen lassen.

Möge alles gestohlene Geld dem kongolesischen Volk alsbaldigst rückerstattet und sinnvoll verwendet werden!

 

Endnoten:

[1] Das dem Artikel vorangestellt Foto zeigt das Pool Malebo (einst Stanley-Pool) mit Brazzaville (grau/links oberhalb des Flusses) und Kinshasa (grau/links unterhalb des Flusses) in einer NASA-Satellitenaufnahme, Mission: ISS007, Roll: E, Frame: 6305, http://eol.jsc.nasa.gov/scripts/sseop/photo.pl?mission=ISS007&roll=E&frame=6305, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kinshasa_%26_Brazzaville_-_ISS007-E-6305_lrg.jpg.

Hier ein Ausschnitt derselben Aufnahme, beschriftet:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kinshasa_%26_Brazzaville_-_ISS007-E-6305.jpg?uselang=fr.

[2] Weltbank-Zahlen: 2018: 5,244 Mio. Jährliches Bevölkerungswachstum 2,6%. Ergibt für 2020: 5,52 Mio.

[3] In Brazzaville waren es 2015 laut CNSEE 1.696.392 und in Pointe-Noire 1.046.053

[4] Die berühmten darunter sind alle Männer: Sony Labou Tansi, Tchicaya U Tam’si, Henri Lopes, Alain Mabanckou, Jean-Baptiste Tati Loutard, Emmanuel Dongala.

[5] Das “abermals“ bezieht sich auf die Macht und nicht auf den Putsch, auch wenn schon Gewalt im Vorlauf zu Sassou-Nguessos erster Periode als Präsident eine wesentliche Rolle gespielt hatte. 1979 löste Sassou-Nguesso Joachim Yhombi-Apango ab, der die Macht seit 1977 als Teil des dreiköpfigen Militärkommittees (Comité Militaire du Parti/CMP) der Einheitspartei ausübte, dem noch Denis Sassou-Nguesso und Sylvain Goma angehörten. Im März 1977 war Präsident Marien Ngouabi umgebracht worden – von wem, bleibt ungeklärt. Da Yhombi-Apango und Sassou-Nguesso in der Folge einen Personenkult um Ngouabi einrichten und sich als seine Nachfolger bezeichnen, hatten sie mit der Ermordung vielleicht nichts zu tun.

[6] Walter Schicho, Kongo-Brazzaville, p.283, in: ders., Handbuch Afrika, Band 1: Zentralafrika, Südliches Afrika und die Staaten im Indischen Ozean, Frankf.a.M./Wien (Brandes & Apsel/Südwind) 1999.

[7] Robert Cornevin, The Congo, Recent History, in: Africa South of the Sahara, London (Europa Publ. Ltd.) 1985, p.375, zitiert in Walter Schicho, a.a.O. p.286.

[8] Postkarte aus dem Französischen Kongo. Die Bildunterschrift “Congo – Brazzaville – Jeunes Boys Loango“ ist verwirrend, denn damals wurde meines Wissens der Staat noch nicht Congo-Brazzaville genannt. Loango liegt aber an der Atlantikküste, keine 20 km nördlich von Pointe-Noire. Foto Cliché Vialle 1907 oder früher, zugeschnitten und überarbeitet von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Congo_-_Brazzaville_-_Jeunes_Boys_Loango-1907.jpg?uselang=fr.

[9] 2012 ergab eine Zählung 29 Kinder, Anfang 2016 waren es wahrscheinlich 31 und seither sind weitere vier Jahre ins Land gezogen. Quelle: Elie Smith, Maurice Nguesso: Pascal Lissouba was a disappointment, Congojournalism.blogspot.com 23.1.2016, https://congojournalism.blogspot.com/2016/01/maurice-nguesso-pascal-lissouba-was.html.

[10] Sie starb am 14. März 2009. Ihr Ehemann folgte ihr (nach 41 Jahren und 193 Tagen an der Macht) wenige Monate später, am 8. Juni 2009, ins Grab.

[11] Auch die heute 48-Jährige war mit einem Gabuner verheiratet – Martin Lemboumba, dem ältesten Sohn des Kabinettschefs Omar Bongos, der sich 2004 umbrachte (der Sohn). Sie war in Libreville im Finanz- und Buchhaltungsbereich tätig, kehrte Mitte der 1990er Jahre nach Kongo-Brazzaville zurück. Siehe Jeune Afrique, Claudia Lemboumba Sassou Nguesso, 21.12.2007, https://www.jeuneafrique.com/75123/politique/claudia-lemboumba-sassou-nguesso/ sowie https://gw.geneanet.org/wikifrat?lang=en&pz=honore+gabriel&nz=de+riqueti+de+mirabeau&p=claudia&n=sassou+nguesso. 2019 sorgte sie für Aufruhr am Netz, nachdem sie sich brüstete, unter anderem in einem Flugzeug mit Fally Ipupa, Sänger-Star aus Kongo-Kinshasa, geschlafen zu haben. Siehe https://netafrique.net/claudia-sassou-nguesso-fille-du-president-sassou-nguesso-jai-couche-avec-fally-ipupa-dans-un-avion/.

[12] Der 1939 geborene Laurent Kardinal Monsengwo war 2007-18 Erzbischof von Kinshasa, ab 2010 Kardinal. Er war ein wichtiger Kritiker der Staatschefs Kongo-Kinshasas, von Mobutu ebenso wie von den beiden Kabilas.

[13] Denis Christel Sassou Nguesso in Brazzaville, Foto VOA / Arsène Séverin 28.8.2018, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Denis_Christel_Sassou_Nguesso_-_2018.jpg.

[14] Wahrscheinlich bis 2018. Jedenfalls schreibt das üblicherweise gut informierte Jeune Afrique am 4.5.2018 von seiner Position bei SNPC noch in der Gegenwart, am 27.8.2018 dann in der Vergangenheit. Siehe https://www.jeuneafrique.com/557001/politique/ce-que-je-crois-de-denis-christel-sassou-nguesso-un-premier-pas-vers-la-presidentielle-au-congo/ und https://www.jeuneafrique.com/620232/politique/congo-brazzaville-denis-christel-sassou-nguesso-pas-candidat-a-la-presidentielle-de-2021/.

[15] Verarbeiten (Raffinieren) des Rohöls zu petrochemischen Produkten, Vertrieb, Marketing usw. Exploration und Förderung sind hingegen upstream.

[16] Laut https://fr.wikipedia.org/wiki/Denis_Christel_Sassou_Nguesso war er gleichzeitig Generaldirektor (Président-Directeur Général/PDG) von SNPC-Vertrieb sowie Generaladministrator der Raffineriegesellschaft (Congolaise de raffinage/Coraf).

[17] Logo der Nationalen Erdölgesellschaft des Kongo (Société nationale des pétroles du Congo/SNPC), Quelle: http://www.kube-tech.com/fr/snpc, https://fr.wikipedia.org/wiki/Fichier:Soci%C3%A9t%C3%A9_nationale_des_p%C3%A9troles_du_Congo_Logo.jpg.

[18] Sitz in São Paulo, in Südamerika, Afrika und Europa tätig. Siehe https://www.asperbras.com/en/.

[19] Es sind drei Berichte aus 2019 und 2020, die ich hier auswerte:

Le cycle de la kleptocratie : une affaire d’État congolaise, troisième partie. Ou comment le fils du président aurait volé, blanchi et dépensé des millions de dollars de fonds publics, Global Witness 9.7.2020, https://www.globalwitness.org/fr/congolese-kleptocracy-fr/;

Blanchisserie Sassou-Nguesso. Une affaire d’État congolaise – Partie II, Global Witness 6.8.2019, https://www.globalwitness.org/en/campaigns/corruption-and-money-laundering/sassou-nguessos-laundromat-a-congolese-state-affair-part-ii/;

Le condo de luxe Trump: une affaire d’État congolaise. Comment la famille présidentielle congolaise a acheté un appartement Trump new-yorkais avec de l’argent entaché, Global Witness 10.4.2019, https://www.globalwitness.org/en/campaigns/corruption-and-money-laundering/le-condo-de-luxe-trump-une-affaire-d%C3%A9tat-congolaise/.

[20] Logo von Global Witness, Foto Cerevisae 18.12.2015, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Global_Witness_official_logo.svg?uselang=de.

[21] Diese NGO wurde 1971 unter dem Namen “Erklärung von Bern“ gegründet. Sie kämpft für eine gerechtere Globalisierung. 2016 wurde sie in “Public Eye“ umbenannt, ein vor allem auf der internationalen Bühne sehr viel verständlicherer Name, zumindest InsiderInnen zudem von der Gegenveranstaltung zum Weltwirtschaftsforum in Davos, Public Eye on Davos, bekannt. Siehe https://www.publiceye.ch/de/.

[22] Die älteste und einst die zweitgrößte an der Börse notierte portugiesische Bank. Sie wurde 2014 von der Lissabonner Zentralbank zweigeteilt in Novo Banco und eine bad bank (mit den notleidenden Krediten und sonstigen “schlechten“ Aktivposten der BES).

[23] Zwischen Jänner 2013 und November 2014 waren es 62,5 Mio USD plus 37 Mio Euro.

[24] Laut Duden ein exklusives Apartment auf dem Flachdach eines Etagenhauses oder Hochhauses.

[25] Die Tabelle findet sich in Global Witness, Le cycle de la kleptocratie : une affaire d’État congolaise, troisième partie. Ou comment le fils du président aurait volé, blanchi et dépensé des millions de dollars de fonds publics, Global Witness 9.7.2020, p.3. Übersetzung GL.

[26] Als Quelle gibt Global Witness hier Le Canard Enchaîné an, die französische Wochenzeitschrift, die für ihre Satiren und ihren seriösen investigativen Journalismus bekannt ist.

[27] Kongo-Brazzaville, Nordufer des Kongo im Pool Malebo, Foto von einem Boot aus, das Richtung Brazzaville unterwegs ist, FotografIn: Bsm15, 20.4.2011, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rive_nord_du_Pool_Malebo.JPG?uselang=de.

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