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Fortschritt à la Lesotho. Vom Arbeitskräfte- zum Wasserreservoir

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Günther Lanier, Ouagadougou, 6.5.2020.

Wieder Berge, wie im letztwöchigen Artikel. Doch dieses Mal sorgen sie nur für das Setting.

Vom Südosten, von Südafrika aus gesehen beginnt Lesotho an der Felskante der beeindruckenden, schroffen Drakensberge, die auf dem Foto[1] vor dem Artikel zu sehen sind. Aber freilich präsentiert sich das Land nicht überall (ganz) so unzugänglich.

Es hat nur einen einzigen Nachbarn, eben Südafrika, ist also einen Enklave. Noch dazu ist es klein: 30.355 km2. Das entspricht in etwa Belgien oder Nieder- und Oberösterreich gemeinsam.

Am Zusammenfluss der Makhaleng- und Orange-Flüsse an der westlichen Landesgrenze befindet sich der niedrigste Ort im Land, auf 1.400 Meter Seehöhe – das ist offenbar der höchste niedrigste Punkt aller Staaten weltweit[2]. 80% des Landes liegen über 1.800 Meter hoch. Der höchste Punkt ist der Thabana Ntlenyana mit 3.482 Metern, ganz im Osten des Landes.

2,2 Millionen EinwohnerInnen hat das Land, ein knappes Zehntel davon lebt in der Hauptstadt Maseru, an der nordwestlichen Landesgrenze, auf 1.600 Meter, also in Lesothos “Tiefland (Lowlands)“[3].

 [4]

Bis zum heutigen Tag ist Lesotho eine Monarchie. Allerdings erfüllt der König mittlerweile nur mehr repräsentative Aufgaben. Ähnlich wie die britische Königin Elizabeth II. Parlamentarische Monarchie nennt sich das und Mitglied des Commonwealth of Nations ist Lesotho auch noch.

Lesotho ist das Land der (Ba)Sotho. Es war nie eines der “Homelands“, nie eines der “Bantustans“, mittels derer die Segregation der Rassen im Apartheid-Südafrika ab dem Zweiten Weltkrieg in die Praxis umgesetzt wurde – denn Lesotho war nie Teil Südafrikas.

Seit etwa 1830 vereinte “Basutoland“ unter der Führung Moshoeshoes den Großteil der (Ba)Sotho. Der Rückzug ins Bergland bot ihnen Schutz, das Land war fruchtbar beziehungsweise diente es der Viehzucht. Militärische Auseinandersetzungen mit BurInnen[5] und (Kap)EngländerInnen konnten teils zugunsten der Sotho entschieden werden (1851/52 gegen die britische Armee, 1858/59 gegen die BurInnen)[6].

Angesichts der burischen Absicht, Basutoland zu besetzen, erklärte London Basutoland 1868 zum Protektorat[7]. Dass das Wort “Protektorat“ Schutz verspricht, scheint britischerseits nicht aufgefallen zu sein – bei den Friedensverhandlungen mit den BurInnen gingen die Sotho gut der Hälfte ihres fruchtbaren Landes verlustig.

Sehr wohl wehren konnten sich die Sotho gegen den Zuzug weißer SiedlerInnen.

Trotz des Verlustes der Hälfte ihrer fruchtbarsten Böden blieb das Land (Protektorat) vorerst Netto-Exporteur von Nahrungsmitteln. Diesbezügliche Einnahmen wurden erst im 20. Jahrhundert von den Beiträgen der ArbeitsmigrantInnen in die südafrikanischen Minen überholt. Heute ist Lesotho Nahrungsmittelnettoimporteur, 2017 stellten Nahrungsmittel 18,3% aller Importe[8] (die die Exporte bei Weitem übersteigen). Mais- und Weizenimporte sind in den 2000er Jahren stark gestiegen. Was trotzdem nicht heißt, dass alle BürgerInnen des Landes genug zu essen haben – die Armutsquote soll 2017 49,7% betragen haben[9].

 [10]

König Moshoeshoe war unbestritten der Konstrukteur der Sotho-“Nation“. Selbst nur Sohn des Chefs einer kleinen Untergruppe, erwies er sich als geschickter Stratege. Es waren wohl nicht zuletzt auch die vielen Kriege[11], die ihm beim Zusammenschweißen “seines“ Sotho-Reiches behilflich waren. Es gelang ihm, ein relativ hohes Ausmaß an Unabhängigkeit zu wahren. Jedoch nutzte er seine herausragende Rolle im britischen System indirekter Herrschaft – er war der einzige “Paramount Chief“ (in etwa “Großer Chef“) des Landes – mehr zu seinem eigenen Wohl als zu dem seiner UntertanInnen. So unterteilte er das Land in immer kleinere Einheiten, um deren Herrschaft an Angehörige der Kwena – seine Sotho-Untergruppe – verteilen zu können. Die Zahl der “Moshoeshoe-Söhne“ auf ihren jeweiligen Hierarchiestufen stieg letztlich auf 1.340[12].

Vor allem aber ersetzte er die traditionellen Institutionen der Sotho zur Kontrolle ihrer Chiefs durch rein konsultative[13]. Der König – und in jedem Unterbereich der jeweilige Chief – herrschte nahezu unumschränkt und konnte sich ohne große Angst bereichern. Im kolonialen Apparat war ja auch das Eintreiben von Steuern Aufgabe der Chiefs, und dafür gebührte ihnen Entlohnung. Die Ungleichheiten wuchsen.

1870 starb Moshoeshoe. Zwei Monate vor seinem Tod hatte er die Macht an seinen erstgeborenen Sohn Letsie I übergeben. Undsoweiter[14].

 [15]

Gegen die koloniale Herrschaft gab es ab der Zwischenkriegszeit Widerstand. Hier stach zunächst vor allem Josiel Lefela mit seiner 1919 gegründeten “Versammlung der kleinen Leute“ (“Lekhotla la Bafo“) heraus, der zwar ein Wiederherstellen der traditionellen Sotho-Gesellschaft anstrebte, dabei aber durchaus auch progressive Ideen verfolgte[16]. 1952 wurde dann von Ntsu Mokhele der Afrikanische Basutoland-Kongress[17] gegründet, der sich als eine der politischen Hauptkräfte des unabhängigen Lesotho erweisen sollte. Ntsu Mokhehle wollte zwar keine alten Traditionen restaurieren und verstand sich als durch und durch “modern“, in vielen Belangen folgte er jedoch Josiel Lefelas Ideen, sodass er sogar als sein Schüler bezeichnet wird[18].

Doch solch politisches Treiben war den Kolonialherren, war Südafrika dann doch zu viel. Unter Chief Leabua Jonathan wurde mit Unterstützung der Kolonialverwaltung, der katholischen Kirche und der kleinen Chiefs 1958 die “antikommunistische“, “christliche“ und “konservative“ Basutoland National-Partei (BNP) gegründet.

Es ging ja auf die Unabhängigkeit zu, da begann einheimische Politik für das Wahren von Geschäftsinteressen relevant zu werden.

Nach dem Beschluss einer an Großbritannien angelehnten Verfassung wurden 1965 Wahlen abgehalten, bei denen die Basutoland National-Partei mit 41,6% der Stimmen knapp die absolute Mandatsmehrheit erreichte.

Leabua Jonathan wurde Regierungschef, die MinisterInnenposten besetzten vor allem kleine und mittlere Chiefs, eine Reihe südafrikanischer ExpertInnen dienten der Regierung als BeraterInnen.

Am 4. Oktober 1966 wurde Basutoland als “Lesotho“ unabhängig.

 [19]

Die Dominanz Südafrikas dauert bis zum heutigen Tag. Zunächst wurden britische BeamtInnen durch südafrikanische ersetzt und der Rand fungierte als Zahlungsmittel. 1980 wurde dann zwar der Loti (Mehrzahl Maloti, 1 Loti = 100 Lisente) eingeführt, dieser ist jedoch 1:1 an den südafrikanischen Rand gebunden und der Rand ist in Lesotho anerkanntes Zahlungsmittel[20].

Von Südafrikas Gnaden blieb Leabua Jonathan zwanzig Jahre lang Staatschef. Erste Unbotmäßigkeiten konnten durch das Schließen der Grenze beseitigt werden: Keine Arbeitsmigration nach und keine Importe aus Südafrika konnte sich Lesotho nicht lange leisten. Dann jedoch verstießen seine Bemühungen um ein gewisses Maß an Selbständigkeit zu direkt gegen die Interessen des “Großen Bruders“: Jonathan hatte geglaubt, das Wasser aus den Bergen Lesothos, das Südafrika nutzen wollte, verwenden zu können, um seine Position im südlichen Afrika zu stärken und er hatte seine Unterschrift unter das Großprojekt hinausgezögert.

 [21]

Am 20.1.1986 wurde er mittels Putsches von der Macht entfernt. Nur ein Dreivierteljahr später unterzeichneten die AußenministerInnen Lesothos und Südafrikas das Lesotho-Hochland-Wasserprojekt (Lesotho Highlands Water Project). Gauteng, die Provinz rund um Johannesburg, ist wasserarm, Lesothos hohe Berge hingegen ziehen Niederschläge an. Zwischen den beiden geht es bergab – ideal.

Bisher wurden erst zwei der fünf geplanten Staudämme fertiggestellt, der Katse- und der Mohale-Staudamm.

Inzwischen will auch Botsuana an Lesothos Wasser mitnaschen. Dazu wurde im November 2017 ein Vertrag unterzeichnet, der den Bau eines weiteren Staudamms und die Verlängerung der Wasserleitung nach Botsuana vorsieht.

Die Frage ist, wieviel Lesotho von dem Projekt profitiert. An der Staatsspitze fließt sicher einiges Geld. Doch für die AnrainerInnen halten sich Vor- und Nachteile vielleicht nicht einmal die Waage. Der Bau der Infrastruktur-Einrichtungen sorgt eine Zeitlang für Arbeit. Wobei offensichtlich SüdafrikanerInnen höhere Löhne ausgezahlt bekamen als LesotherInnen – was 1996 zu einem Aufstand führte, der von der Regierung Lesothos gewaltsam niedergeschlagen wurde, samt 5 Toten. Unter den Beschäftigten des Lesotho-Hochland-Wasserprojekts soll zudem die HIV-Aids-Rate gestiegen sein – wobei Lesotho nach eSwatini (Swasiland) weltweit sowieso schon die zweithöchste HIV-Aids-Rate ausweist, 2018 waren es 23,6%, kaum verändert gegenüber 2005[22].

Auch wenn das Hochland Lesothos nicht gerade dicht besiedelt ist: Auch diese Stauseen machen Umsiedlungen erforderlich. Und die Umgesiedelten mussten teils jahrelang auf Entschädigung für ihr verlorenes Land und ihre verlorenen Häuser warten.

Auf einer prinzipielleren Ebene – und hier kritisiert auch die Weltbank mit, eine der FinanziererInnen des Projekts – sollten die Einnahmen aufseiten Lesothos der Armutsminderung dienen. Das scheint so gut wie gar nicht (NGOs) oder zumindest nicht im geplanten Ausmaß (Weltbank) passiert zu sein – das Geld ist wohl in den Taschen und auf den Bankkonten von armen hohen BeamtInnen und notleidenden UnternehmerInnen versickert.

Große Stauseen bringen manchmal die Gefahr tektonischer Störungen mit sich. So kam es auch tatsächlich in der Nähe des Katse-Staudamms 1995 und 1996 zu kleineren Beben, bei denen unter anderem elf Häuser zerstört wurden. Auch sollen mehrere Wasserquellen nach dem Beben versiegt sein.

2016 litt das sonst wasserreiche Lesotho im El Niño-Gefolge an Trockenheit. Laut Welternährungsprogramm bedurften damals 680.000 Menschen der Lebensmittelhilfe[23]. Unterdessen erfüllte das Land seine Verpflichtungen der Wasserlieferung an Gauteng brav weiter. Stausee-AnrainerInnen hingegen war die Wassernutzung verwehrt.

Kann das Lesotho-Hochland-Wasserprojekt also wirklich als “Weltklasse-Beispiel für ein gleichheitsbasiertes Rundumverteilen der Vorteile bei der gemeinsamen Nutzung eines Wasserlaufs“ herhalten[24], wie es Rand Water im Februar bei der Ankündigung seiner diesjährigen Roadshow auf seiner Webseite schrieb?

 [25]

Die Innenpolitik Lesothos ist alles andere als ein ruhiger Fluss. Es könnte der Eindruck entstehen, dass seit dem Ende der Kriege alles darangesetzt wird, dasselbe Maß an Spannung und Aufregung zu erzeugen.

Auf den Putsch gegen Leabua Jonathan Anfang 1986 folgten sieben Jahre Militärregierung[26]. Dann gab es wieder Mehrparteienwahlen, die gewann Ntsu Mokhehle mit seiner BCP mit 75% der Stimmen und 100% der Mandate. Ein gutes Jahr später unternahm Letsie III einen Putschversuch, was aber Südafrika[27] und die Südafrikanische Entwicklungsgemeinschaft (SADC) auf den Plan rief. Letsie III wurde von den Präsidenten Südafrikas, Simbabwes und Botsuanas – Mandela, Mugabe und Masire – nach Pretoria zitiert und in seine rein repräsentativen Schranken gewiesen, zudem musste er zugunsten seines Vaters zurücktreten. 1997 trat Ntsu Mokhehle aus der BCP aus und gründete eine neue Partei, den Lesotho-Kongress für Demokratie (Lesotho Congress for Democracy/LCD). Krankheitsbedingt[28] kandidierte er Anfang 1998 nicht für deren Vorsitz, wurde aber in Abwesenheit trotzdem zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Als er darauf bestand, dass er nicht mehr könne, wurde schließlich Vize-Premierminister Pakalitha Mosisili gewählt. Dieser führte die LCD im Mai 1998 zu einem überwältigenden Wahlsieg, der aber von der Opposition so heftig – und blutig – angefochten wurde, dass sich Südafrika und Botsuana veranlasst sahen, militärisch zu intervenieren. Das kostete vielen das Leben und ließ die Hauptstadt Maseru in Ruinen zurück, als die “Besatzungstruppen“ (insbesondere die südafrikanischen Truppen waren keineswegs allseits willkommen) 2001 schließlich wieder abzogen. Die neuerlichen Wahlen 2002 gewann abermals Pakalitha Mosisili, diesmal wurden die Resultate aber von der Opposition anerkannt. Auch 2007 konnte er eine – knappe – Mehrheit erringen.

Unruhiger wurde es erst wieder nach den 2012er Wahlen, deren Ergebnisse eine Koalitionsregierung erforderlich machten. Der neue Premierminister Thomas Thabane von der All Basotho Convention (in etwa Versammlung oder Kongress aller Basotho), löste im Juni 2014 das Parlament auf, um einem Misstrauensantrag seines Koalitionspartners LCD zuvorzukommen und setzte den Armeechef ab. Letzterer ließ sich aber nicht absetzen und die Armee inszenierte im August 2014 einen Putsch gegen Thabane. Es kam zu Kämpfen zwischen Polizei und Armee und Thabane konnte nach Südafrika fliehen. Südafrika und die “Internationale Staatengemeinschaft“ machte sich gegen die Einmischung der Armee Lesothos in die Politik des Landes stark. Anfang September konnte Thabane unter Geleit schwerbewaffneter südafrikanischer PolizistInnen nach Maseru zurückkehren. Der Konflikt konnte nach zähen unter internationaler Aufsicht geführten Verhandlungen schließlich mittels einer Einigung auf vorgezogenen Neuwahlen beigelegt werden. Diese wurden am 28. Februar 2015 abgehalten und sie brachten Pakalitha Mosisili zurück ins Premierministeramt – das er aber zwei Jahre später nach einem verlorenen Misstrauensvotum und abermaligen Neuwahlen am 3. Juni 2017 wieder an Thabane verlor.

Und Thomas Thabane ist noch heute an der Macht. Fragen Sie mich bitte nicht, wie. Ein Rückgrat hat der Herr sicher keines, Versprechen hält er vielleicht aus Prinzip nicht. Wahrscheinlich hat er seine erste Frau umgebracht oder zumindest seiner späteren zweiten Frau dabei geholfen, sie umzubringen. Seine eigene Partei will ihn loswerden, aber er geht nicht. Und er verhandelt und schafft es irgendwie, Südafrika auf seine Seite zu bekommen. Und so wurde ihm mittlerweile ein “Rücktritt in Würde und Sicherheit“ (“a dignified and secure retirement”) zugesichert[29].

Und ich nehme an, da er selbst gut weiß, wieviel Dreck er am Stecken hat, klammert er sich mit all seiner verbleibenden (politischen) Kraft ans Amt, weil ein Premierminister in Amt und Würden kann nicht vor Gericht belangt werden. Sagt er. Da gibt es andere Meinungen[30].

Hoffentlich muss sein Land nicht mehr allzu lang unter seiner Machtbesessenheit leiden!

 [31]

Um ganz unpolitisch zu enden: 2017 hat Lesotho als erstes afrikanisches Land den Anbau von medizinischem Cannabis erlaubt[32].

Endnoten:

[1] Im Royal Natal-Nationalpark, Foto Diriye Amey 21.1.2015, leicht überarbeitet GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:South_Africa_-_Drakensberg_(16261357780).jpg.

[2] Nicht, dass so ein Rekord viel bedeutet… https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_elevation_extremes_by_country.

[3] Der geographische Begriff hingegen ist “Highveld“, wörtlich “Hohe Flur“. Tiefer liegen “Middleveld“ und “Lowveld“.

[4] Topographische Karte Lesothos. Erstellt 2005 von Médéric Boquien auf Basis von National Geospatial-Intelligence Agency- und NASA-Material. Leicht zugeschnitten GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map_Lesotho_SRTM.pdf.

[5] Heute “AfrikaanerInnen“, also die holländischstämmigen KolonisatorInnen Südafrikas. “Boer“ bedeutet auf Afrikaans und Niederländisch “Bauer“ (bei der Bäuerin unterscheiden sich die beiden Sprachen).

[6] Meine Quelle für Historisches ist meist Walter Schicho, Lesotho, pp.106-119 in ders., Handbuch Afrika, Bd.1 “Zentralafrika, Südliches Afrika und die Staaten im Indischen Ozean“, Frankf.a.M. (Brandes & Apsel/Südwind) 1999.

[7] 1843 war bereits ein “Freundschaftsvertrag“ mit der Kapprovinz geschlossen worden. In der Folge wird Basutoland eines der drei “High Commission Territories“, also “Hochkommissionsterritorien“ – die beiden anderen waren Swasiland und Botsuana.

[8] 2009 waren es 28,1% gewesen.

[9] Laut https://knoema.com/atlas/Lesotho/Poverty-rate-at-national-poverty-line.

[10] König Moshoeshoe, Gemälde aus dem 19. Jhdt. aus den Natal-Archiven, hochgeladen am 23.3.2011, leicht überarbeitet von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:King_Moshoeshoe_of_the_Sotho_-_Lesotho_-_from_the_Natal_Archives.jpg.

[11] Zu Beginn des Jahrhunderts die durch den Zulu Shaka ausgelösten Kämpfe und Migrationen – die Zeit von 1815 bis circa 1840 ist als “Difaqane“ – Zeit der Wirren – bekannt.

[12] Das war allerdings 1938, lange nach seinem Tod. In den 1940er Jahren wurden diesem Wuchern dann Einhalt geboten, ab sofort war es der District Commissioner, der die Chiefs ernannte. Ihre Zahl wurde bis 1949 auf 106 zurückgefahren.

[13] Darunter zuvorderst der “National Council of Chiefs“, also der “Nationale Chef-Rat“.

[14] 1891-1905 dessen Sohn Lerotholi. 1905-13 der erstgeborene Sohn von dessen Zweitfrau, Letsie II. 1913-39 dessen Bruder Griffith Lerotholi. 1939-40 der erstgeborene Sohn von dessen Drittfrau, Seeiso Griffith. 1941-60 dessen Hauptfrau ’Mantšebo als Regentin bis der 1941 zweijährige Constantine Bereng Seeiso als Moshoeshoe II die Volljährigkeit erreichte. Moshoeshoe II ging 1990 ins Londoner Exil, nachdem er sich mit den 1986er Putschisten überworfen hatte, die er ursprünglich unterstützt hatte. 1990 wurde Moshoeshoe II von der Militärregierung abgesetzt und durch seinen Sohn Letsie III ersetzt. Der musste das Königsamt aber Anfang 1995 wieder an seinen Vater aushändigen. Er musste aber nur zwölf Monate warten, bis er abermals König war, sein Vater starb bei einem Autounfall. Der 1963 geborene Letsie III ist noch heute König.

[15] Malealea ist ein Dorf im Mafeteng-Bezirk, etwa 80km südlich der Hauptstadt Maseru, Foto Eckhard Pecher August 2003, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lesotho_Malealea.jpg.

[16] Zu ihm siehe insbesondere Scott Rosenberg, Richard F. Weisfelder, Lefela, Josiel (1885-1965), in: dies., Historical Dictionary of Lesotho, Lanham (Scarecrow Press) 2013, pp.217-220, in Teilen zugänglich auf Google Books.

[17] Im Original “Basutoland African Congress“/BAC. 1959 wurde aus ihm die “Basutoland Kongress-Partei“, im Original “Basutoland Congress Party/BCP.

[18] Scott Rosenberg et al., a.a.O., p.220.

[19] Ein Mörderfoto? Geschieht ihm recht: Premierminister Leabua Jonathan, FotografIn unbekannt, aufgenommen am 13.8.1970, aus dem Bestand des Fotocollectie Anefo-Archivs Nr. 923-7506, auf das eigentliche Foto reduziert GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Premier_Leabua_Jonathan_van_Lesoto,_Bestanddeelnr_923-7506.jpg.

[20] Das firmiert unter “Common Monetary Area“, also “Gemeinsames Währungsgebiet“. Auch Namibia und Swasiland gehören dazu.

[21] Katse-Staudamm, Foto Stuart Bassil 3.9.2015, ganz leicht überarbeitet GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Katse_Dam_-_2017_(36467442231).jpg?uselang=de.

[22] Siehe https://www.avert.org/professionals/hiv-around-world/sub-saharan-africa/lesotho.

[23] Siehe Charlotte England, Drought devastates Lesotho as water is exported to South Africa. Country once nicknamed ‘the Water Castle’ is not benefiting from the vast Katse Dam, The Independent 13.8.2016, https://www.independent.co.uk/news/world/africa/drought-lesotho-water-exported-south-africa-katse-dam-food-insecurity-a7189211.html.

[24] Im Original “This major water resources development endeavour has become a world-class example of equity-based benefit sharing around a shared water course“. Die Roadshow, die für 8. bis 13. April 2020 geplant war, ist sicher dem Coronavirus zum Opfer gefallen. Siehe https://randshow.co.za/lesotho-highlands-water-project-reaches-out-to-gauteng/.

[25] Teleskopisch gepanzerte Tunnelbohrmaschine WIRTH 529 (Aker Wirth ist ein deutsches Unternehmen, das auf Großbohrmaschinen spezialisiert ist; Sitz in Erkelenz, auf halbem Weg zwischen Düsseldorf und Maastricht), hochgeladen von Tambo am 27.5.2010, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:WIRTH_529_Telescopic_Shielded_TBM.JPG?uselang=de.

[26] Wobei Generalmajor Lekhanya, der starke Mann der Anfangszeit, im März 1991 Generalmajor Elias Ramaema Platz machen musste.

[27] Zu Südafrikas Einmischungen in Lesotho siehe Christopher Williams, South Africa’s efforts to stabilise Lesotho have failed. Less intervention may be more effective, The Conversation 5.5.2020, https://theconversation.com/south-africas-efforts-to-stabilise-lesotho-have-failed-less-intervention-may-be-more-effective-137499.

[28] Er starb am 6.1.1999.

[29] In letzter Zeit gab es viele Artikel zu Thomas Thabane. Zu empfehlen ist Roger Southall, Lesotho’s prime minister plays for time. But the end beckons, The Conversation 29.4.2020, https://theconversation.com/lesothos-prime-minister-plays-for-time-but-the-end-beckons-137410. Und vielleicht auch Peter Fabricius, Lesotho’s Tom Thabane clings to power against the odds. By suspending the political process again, Thabane is once more raising the chances of security force intervention, ISS Today 9.4.2020, https://issafrica.org/iss-today/lesothos-tom-thabane-clings-to-power-against-the-odds.

[30] Siehe insbesondere Hoolo ‘Nyane, What Lesotho’s constitution says about immunity for a sitting prime minister, The Conversation 12.3.2020, https://theconversation.com/what-lesothos-constitution-says-about-immunity-for-a-sitting-prime-minister-133089.

[31] Die Hauptstadt Maseru, vom Parlamentshügel aus gesehen, Foto OER Africa 1.5.2013, leicht überarbeitet GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Maseru_from_Parliament_Hill.jpg.

[32] Noé Hochet-Bodin, Lesotho, pionnier africain du cannabis, RFI 26.3.2020 um 11h47. Zuletzt verändert am 26.3.2020 um 14h34. RFI Podcasts/Grand reportage (Wiederholung vom 9.9.2019), Audio 19’30’’.

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