Radio Afrika TV

Internationaler Tag für Menschen afrikanischer Abstammung

Regelmäßige Flugreisen sind für Radio Afrika TV Obmann Alexis Nshimyimana Neuberg nichts Neues. 27 Stunden nachdem er seine Reise in Wien begann, stieg Alexis diesmal nicht in einem afrikanischen Land aus dem Flieger, sondern in Costa Rica. Wie kam es dazu?

Alexis leitet nicht nur das gesamte Team von Radio Afrika TV, sondern ist darüber hinaus auch der Präsident von ADEPT. ADEPT versteht sich als ein paneuropäisches Netzwerk und bildet eine Diaspora-Plattform, welche die Brücke zwischen dem afrikanischen und europäischen Kontinent schlägt.

Über 200 afrikanische Diaspora Organisationen Teil von ADEPT

Die Diaspora-Plattform mit Hauptsitz in Brüssel macht es sich zur Aufgabe, den Einfluss von Individuen und Entwicklungsorganisationen der afrikanischen Diaspora in Europa zu stärken. ADEPT verfügt über ein Netzwerk von über 200 afrikanischen Diaspora-Organisationen sowie individuellen Akteur*innen mit Sitz in Europa. Die Mitglieder von ADEPT sind sowohl in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Afrikanischen Union sowie Norwegen, Schweiz und dem Vereinigten Königreich aktiv. Die Plattform verfolgt die Vision einer Welt, in welcher der afrikanische Kontinent, seine Menschen sowie die afrikanische Diaspora nachhaltig gestärkt werden.  

Doch nun zurück zur Costa Rica Reise: Als Präsident von ADEPT wurde Alexis anlässlich des neu gegründeten internationalen Tages für Menschen afrikanischer Abstammung eingeladen.

Am 28. Dezember letzten Jahres hatte die UN-Generalversammlung die von Costa Rica ins Leben gerufene Resolution angenommen, welche den 31. August fortan als Internationalen Tag für Menschen afrikanischer Abstammung deklariert. Der Tag soll eine größere Anerkennung und Achtung des vielfältigen Erbes, der Kulturen sowie des Beitrages von Afrikaner*innen zur Entwicklung von Gesellschaften vorantreiben. Ein weiteres Anliegen des neu ausgerufenen Tages sei es, die Menschenrechte und Grundfreiheiten von Afrikaner*innen aktiv zu fördern und zu unterstützen.

UN-Generalsekretär António Guterres verkündete, dass der internationale Tag eine längst überfällige Anerkennung der tiefgreifenden Ungerechtigkeiten und der seit Jahrhunderten andauernden systematischen Diskriminierung von Menschen afrikanischer Abstammung sei. Zudem solle der Tag als dringender Appell dienen, um Rassismus zu bekämpfen.

5-tägiges Rahmenprogramm in Costa Rica

Der neu gegründete internationale Tag für Menschen afrikanischer Abstammung wurde vom 31. August bis 4. September 2021 in Costa Rica mit einem bunt gemischten Programm an Aktivitäten zelebriert, an welchem Alexis Neuberg persönlich teilnahm.

So startete das Rahmenprogramm am 31. August mit einer Pressekonferenz im Nationaltheater von Costa Rica und einer offiziellen Eröffnungszeremonie für geladene Gäste.

Am 1. September fand ein Eröffnungsforum statt, bei welchem ausführlich diskutiert wurde, wie die Implementierung internationaler Verpflichtungen beschleunigt werden könne. Zentrale Themen der Verpflichtungen bildeten die Anerkennung und Förderung der Rechte von Menschen afrikanischer Abstammung.

Einige der prominenten Sprecher*innen waren Epsy Campbell Barr (erste Vizepräsidentin der Republik Costa Rica),  Natalia Kanem (Exekutivdirektorin des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen) sowie Fatima Kyari Mohammed (Vertreterin der Afrikanischen Union bei den Vereinten Nationen).

Epsy Campbell Barr, erste Vizepräsidentin der Republik Costa Rica bei der Eröffnungsrede
© Sofia Muñoz

Zu weiteren Programmpunkten der 5-tägigen Konferenz in Costa Rica gehörte ein Forum für Regierungsbehörden. Dieses soll einen Raum für hochranginge Vertreter*innen von internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft schaffen, um internationale Verpflichtungen für die Menschen afrikanischer Abstammung zu beschleunigen.

Teilnehmer*innen des Forums für zivilgesellschaftliche Akteur*innen © Sofia Muñoz

Darüber hinaus wurde auch ein Forum für afrodeszendente Frauen gebildet. Dieses soll eine starke und dauerhafte Koalition für die Gleichstellung der Geschlechter bilden. Im Rahmen des Forums sollen Regierungen, Aktivist*innen und feministische Organisationen sowie weitere Akteur*innen zusammen gebracht werden, um einen tiefergreifenden Wandel in Bezug auf die Rechte und das Wohlergehen afrodeszendenter Frauen zu beschleunigen.

Ein weiterer Teil des Programmes in Costa Rica war das Afro-Descendant Youth Forum, welches die Rechte sowie gesellschaftliche Teilhabe und Inklusion der afrodeszendenten Jugend in Lateinamerika und der Karibik fortan fördern soll.

Zudem entstand ein zivilgesellschaftliches Forum sowie eines für afrodeszendente Parlamentarier*innen. Am letzten Tag standen in Costa Rica zudem ein Trommel-Dialog in Gedenken an die Abschaffung des transatlantischen Sklavenhandels sowie eine gastronomische Tour auf dem Programm.

Musiker*innen bei der Closing Ceremony am letzten Tag der 5-tägigen Konferenz © Sofia Muñoz

Sichtbarmachung des Beitrages von Afrikaner*innen für Entwicklung von Gesellschaften

Das Team von Radio Afrika TV ist stolz, dass Alexis Neuberg in Costa Rica bei den Feierlichkeiten anlässlich des ersten internationalen Tages für Menschen afrikanischer Abstammung dabei war. Die Sichtbarmachung und Anerkennung des Beitrages, den Afrikaner*innen zur Entwicklung von Gesellschaften leisten, ist auch Radio Afrika TV ein zentrales Anliegen.  Der internationale Tag für Menschen afrikanischer Abstammung ist ein wichtiger Schritt seitens der Vereinten Nationen, um die langwierigen Diskriminierungserfahrungen von Menschen vom afrikanischen Kontinent sowie der afrikanischen Diaspora anzuerkennen.

Zudem besteht Hoffnung, dass durch Tage wie diese Afrikaner*innen mehr Sichtbarkeit erhalten und Rassismen und Diskriminierung abgebaut werden.


Titelbild: Epsy Campbell Barr, erste Vizepräsidentin von Costa Rica und Alexis Neuberg

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