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Maravi – Nyasaland – Malawi.

Afrikas warmes Herz.

Ach die großen Männer!

Warme Herzen, für die der schmale Streifen Land entlang des Malawi-Sees[1] bekannt ist, haben solche Egomanen jedenfalls nicht.

Über 900 km erstreckt sich Malawi von Nord nach Süd, bei einer maximalen Ost-West-Ausdehnung von etwa 250 km. Die Fläche beträgt 118.484 km2, davon sind ungefähr 24.200 km2 Gewässer, somit bleibt fürs feste Land etwas mehr als die Fläche Österreichs. Auf ihr leben mehr als doppelt so viele Menschen: Auf über 18,6 Millionen werden die MalawierInnen derzeit geschätzt. Wobei der Süden des Landes wesentlich dichter besiedelt ist als der Norden.

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Ab dem späten 15. Jahrhundert errichteten die Amaravi vom Südwestufer des Malawi-Sees aus das mächtige Maravi-Reich. Um 1650 erreichte es seine größte Ausdehnung: Neben dem Großteil des Gebietes des heutigen Malawi erstreckte es sich im Osten bis an den Indischen Ozean (nunmehr Nord-Mosambik) und im Westen bis über den Luangwa (ein nördlicher Nebenfluss des Sambesi, heute Ost-Sambia). Die politische Herrschaft wurde von den matrilinearen Phili ausgeübt, ihre Hauptstadt war Manthimba. In spirituellen Belangen übten die patrilinearen Banda die Kontrolle aus, sie stammten aus Mankhamba.

Das Maravi-Reich trieb mit PortugiesInnen (vor allem im Süden) und AraberInnen (weiter im Norden) regen Handel mit Elfenbein, SklavInnen, Porzellan… PortugiesInnen sind es gewesen, die den Mais hierher brachten, der trotz seines geringeren Nährwerts die Hirse als Grundnahrungsmittel verdrängte.

Die Amaravi, heute Chewa genannt, zu denen Phili und Banda gehören, stellen heute knapp über ein Drittel der MalawierInnen. Ihre Sprache, das Chichewa, ist neben Englisch Amtssprache.

Im 19. Jahrhundert kam es zum Niedergang des Maravi-Reiches. Auslöser war die Zuwanderung der Ngoni aus dem Süden und der Yao aus dem Osten. Die Ngoni, die vor dem Zulu-Herrscher Shaka geflohen waren, bedienten sich dessen Kampfmethoden, die sich als denen der Chewa überlegen erwiesen. Waren SklavInnen zuvor der Letzteren Handelsobjekt gewesen, wurden sie nun selbst versklavt.

 [3]

Zwei Mal kamen Männer hierher aus dem weit entfernten Norden, die das Land prägen sollten, beide aus Großbritannien. Beim ersten Mal war’s ein Weißer und es war um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Beim zweiten Mal war’s ein Schwarzer und es war um die Mitte des 20. Jahrhunderts.

Das Beeindruckendste an David Livingstone finde ich seine Kindheit und Jugend. Er wuchs mit Eltern und sechs Geschwistern[4] in Blantyre gut zehn Kilometer südöstlich von Glasgow in einer Ein-Zimmer-Wohnung der hier abgebildeten, für BaumwollindustriearbeiterInnen gebauten Shuttle Row auf. Wie alle anderen begann er mit zehn, in der Baumwollspinnerei zu arbeiten, zunächst als “piecer“ – als “Stückler“ musste er die gerissenen Fäden wieder verknüpfen. Arbeitszeit war von 6h in der Früh bis 8h am Abend.

Den Großteil seines Lohns händigte er seiner Mutter aus. Mit dem Rest seines ersten selbstverdienten Geldes erstand er ein… Lateinbuch. Nach der Arbeit, von 8 bis 10h nachts, besuchte er die Nachtschule. Die verbleibende Zeit bis Mitternacht war dann, so ihn seine Mutter nicht ins Bett stamperte, der Lektüre gewidmet, ebenso wie die Frühstücks- und Abendessenspausen. Es gelang ihm, sogar während der Arbeit zu lesen, indem er das Buch auf die Spinnmaschine legte und sich jedes Mal, wenn er vorbeikam, einen Satz einprägte. Er habe sein Leben lang nie Probleme gehabt, sich inmitten des größten Lärms zu konzentrieren.

Mit 19 wurde David Livingstone zum Baumwollspinner befördert. Sein Einkommen legte er zur Seite um sich sein Universitätsstudium zu finanzieren[5]. Ab 1836 studierte er in Glasgow und später auch London Medizin und Theologie und wurde Mitglied der Londoner Missionsgesellschaft (London Missionary Society/LMS). Am 16. November 1840 erhielt er in Glasgow sein Diplom als Arzt und Chirurg.

Die Opium-Kriege hinderten ihn daran, wie ursprünglich geplant nach China zu gehen. Dann traf er den LMS-Missionar Robert Moffat, dessen Tochter er fünf Jahre später heiraten sollte, der ihn aber vor allem überzeugte, dass er im südlichen Afrika das Wirkgebiet der Mission in neue, bis dahin unerschlossene Gebiete ausdehnen sollte. So reist er nach Bechuanaland (heute Botsuana) und betätigte sich bis 1851 an drei verschiedenen Orten als Missionar. Dass sein Erfolg dabei nicht einmal mäßig war, ließ ihn dann auf Entdecker umsatteln. Er hatte auch eine Theorie, die er unter dem Motto “Christlicher Glaube, Handel, Zivilisation“ zusammenfasste[6], dass das Erschließen neuer Handelsrouten sowohl der Evangelisierung als auch der Abschaffung des SklavInnenhandels den Weg bereiten würde. Dazu und nicht zum Predigen fühlte er sich berufen…

Seine Entdeckungsreisen machten ihn berühmt und Entdecker blieb er bis zu seinem Lebensende am 1. Mai 1873, auf der Suche nach den Nilquellen.

 [7]

1859 “entdeckte“ Livingstone den Malawi-See. Er fragte nach seinem Namen. Als Antwort erhielt er “Nyasa“, was auf Chiyao (die Sprache der Yao) nicht mehr als “See“ heißt. Der frühere englische Name “Nyasa Lake“ bedeutet somit “See-See“.

Livingstone machte sich sodann daran, das Land zu kolonisieren. Dazu bediente er sich der Kirche. Er brachte die anglikanische Universities Mission to Central Africa[8] und deren Bischof Charles Mackenzie an den Nyasa-See, nach Magomero. Dort lebten jedoch zum Islam übergetretene Yao, die waren nicht besonders erfreut über die Ankunft der christlichen Missionare. Bischof Mackenzie und Livingstone schlugen sich auf die Seite der benachbarten, nicht-muslimischen Nang’anja. Es kam zum Krieg, Livingstone und Mackenzie kämpften, schossen, zündeten Häuser und Felder der Yao an… Der Bischof starb wenig später (am 31.1.1862) an Malaria, drei weitere Mitglieder des kleinen Missionsteams ebenso[9]. Die Vorräte wurden knapp, Bekehrungen gab es kaum. Die Mission – in den Worten Bischof Tozers, Mackenzies Nachfolger, “ein jämmerlicher Misserfolg“ – wurde aufgegeben.

Livingstones eigentliche Ziele, eine “legitime“ Alternative zum Sklavenhandel zu entwickeln sowie Landbau und Baumwollkultur zu fördern, schienen vergessen.

1876 wurde von den Missionaren der Kirche von Schottland Blantyre im Süden des Landes gegründet, noch heute das wirtschaftliche Zentrum des Landes und seine zweitgrößte Stadt[10]. Der Name – Homonym des kleinen Geburtsortes David Livingstones – sollte dem Entdecker zur Ehre gereichen.

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Nach der Berliner Konferenz und im Zug des Wettlaufs um Afrika richtete Großbritannien 1891 ein Protektorat Britisch Zentralafrika ein. 1907 wurde es in Nyasaland umbenannt, “Seeland“ also. Die britische Kolonie war in der Folge insbesondere Arbeitskräftereservoir für den Bergbau in Südafrika, Katanga (im Südosten des heutigen Kongo-Kinshasa) und Rhodesien (heute Simbabwe) – Mitte der 1930er Jahre arbeitete jeder vierte erwachsene Mann im Ausland[12].

Der Föderation mit den beiden Rhodesien (heute Sambia und Simbabwe) in den 1950er Jahren, war kein langer Erfolg beschieden. Nyasaland wurde schließlich am 6. Juli 1964 unabhängig und nannte sich nun “Malawi“.

Es folgten dreißig Jahre nahezu unumschränkte Herrschaft von Hastings Banda. Wahrscheinlich Anfang 1898 geboren, konvertierte dieser 1910 zum Christentum und ging zur Fortsetzung seiner Schulausbildung nach Südrhodesien (heute Simbabwe) und Südafrika, zum Studium dann 1925 in die USA und Ende der 1930er Jahre nach Großbritannien, wo er schließlich in London eine Arztpraxis eröffnete. Nach dem Zweiten Weltkrieg unterstützte er zwar den Nyasaland African Congress und somit die malawischen Unabhängigkeitsbemühungen, auch finanziell, ließ sich jedoch lange bitten, bevor er 1958 schließlich zurückkehrte, nach über vier Jahrzehnten im Ausland und nicht ohne sich vom Congress weitgehende Befugnisse ausbedungen zu haben. Anfang 1959 muss er für ein gutes Jahr ins Gefängnis, aber dann ging es nur mehr aufwärts. Im Gegensatz zu Livingstone war er ein guter Redner.

1971 erklärte ihn die Einheitspartei zum Staatschef auf Lebenszeit.

Der Herr Präsident pflegte sein Image. Er sprach immer nur Englisch, ließ sich immer von einem Übersetzer begleiten. Angezogen war er stets wie ein englischer Gentleman: Homburg, Dreiteiler, Trenchcoat, Gehstock, braune Lederhandschuhe. Das kam gut an.

Benehmen tat er sich nicht ganz wie ein Gentleman, vor allem, wenn ihm jemand – aus der Opposition oder aus der eigenen Partei – die Macht strittig machen wollte. Auf solche Leute wartete angeblich ein von Banda speziell gepflegter Krokodilteich[13].

Als Anti-Kommunist tat das seiner Beliebtheit in der Satten Welt wenig Abbruch, seine Nähe zum Apartheid-Südafrika oder seine Unterstützung für die Renamo in mosambikanischen Bürgerkrieg sowieso nicht.

Das “lebenslang“ von Bandas Präsidentschaft ging sich letztlich nicht ganz aus. Der mehr als Neunzigjährige, Anfang der 1990er Jahre immer häufiger als handlungsunfähig bezeichnete, ja manchmal totgesagte, Staatschef konnte schließlich nicht mehr verhindern, dass 1993 per Referendum ein Mehrparteiensystem beschlossen wurde und bei den Wahlen im Mai 1994 der oppositionelle Bakili Muluzi an die Staatsspitze gewählt wurde.

Wie zwei Jahrzehnte nach ihm bei Blaise Compaoré Ende 2014 und dann bei Robert Mugabe Ende 2017: Vielleicht gibt es ja doch so etwas wie einen kleinen Ansatz zu einer ausgleichenden Gerechtigkeit noch hienieden auf Erden. Dass Leute, die viel zu lange an der Macht waren, ihren Sturz noch erleben dürfen.

Gut drei Jahre überlebte Banda seinen Abschied von der Macht.

 [14]

Was die Staatsspitze betrifft, war Joyce Bandas[15] Zwischenspiel als Präsidentin in gewissem Sinn ein Lichtblick – Malawi wurde 2012 nach Liberia zum zweiten afrikanischen Land mit einer Frau an der Spitze. Leider konnte sie sich dort aber nur zwei Jahre halten. Bei den Wahlen von 2014 wurde ihr der 2013 aufgedeckte “Cashgate“-Skandal zum Verhängnis, obwohl sie persönlich nicht involviert gewesen sein dürfte.

Vor Joyce Banda war da zuerst eben Bakili Muluzi, der Hastings Banda 1994 nachgefolgt war. Der konnte 2004 nach zwei absolvierten Mandaten nicht mehr zur Wahl antreten – sein Versuch, die Verfassung zu ändern, war in einem frühen Stadium gescheitert. Ihm folgte 2004 wunschgemäß Bingu wa Mutharika, mit dem er sich aber bald überwarf. 2009 wiedergewählt, starb dieser am 5.4.2012 an einem Herzinfarkt, wodurch Vizepräsidentin Joyce Banda aufrückte. Peter Mutharika, der kleine Bruder von Bingu wa Mutharika, siegte 2014 und abermals 2019. Doch die Ergebnisse der Wahl vom 21. Mai 2019 wurden in einem aufsehenerregenden Entscheid des Verfassungsgerichtshofes am 3. Februar 2020 annulliert. So etwas war bis dahin in Afrika erst ein einziges Mal passiert: 2017 in Kenia.

Peter Mutharika, der bis zur Wiederauflage der Wahlen im Amt bleibt, hat Berufung eingelegt. Vor allem aber nutzt er den Coronavirus, um Wahlkämpfen zu verunmöglichen. Die Opposition hätte sich auf einen Kandidaten geeinigt, ihre Chancen auf einen Sieg stehen damit überaus gut. Vielleicht wird Mutharika die für den 2. Juli 2020 vorgesehenen Wahlen auch absagen oder verschieben… Wie anderswo auch, kommt die Pandemie den Regierenden zugute…

Während sich Mutharika mit, wie es scheint, allen Mitteln an die Macht klammert, gehen die Proteste weiter. Die Zeichen im Land stehen auf Sturm. Zuletzt sind die KrankenpflegerInnen in Streik getreten[16].

 [17]

 

Endnoten:

[1] Das dem Artikel vorangestellte Foto zeigt Einheimische, die getrocknete Bananen und Tontöpfe zum Markt bringen. Foto wahrscheinlich von Sir David Bruce, 1911, Nyasaland, Archiv und Manuskript-Sammlung der Königlichen Gesellschaft für Tropenmedizin, Bibliotheksreferenz CMAC WTI/RST/G30/13, Fotonummer L0032523, überarbeitet GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Royal_Society_of_Tropical_Medicine_Wellcome_L0032523.jpg.

[2] Malawi-Karte aus dem CIA Factbook, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Malawi_sm05_tr.gif.

[3] Globusbrunnen und Shuttle Row, nahe Blantyre, South Lanarkshire, Großbritannien, 55°48′06″ N, 4°05′02″ W. In der Shuttle Row wurde David Livingstone geboren, Foto Thomas Nugent 19.7.2008, zugeschnitten von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Globe_fountain_and_Shuttle_Row_-_geograph.org.uk_-_894647.jpg.

[4] Er war der Zweitgeborene. Geburtsdatum 18. März 1813.

[5] Bis hierher folge ich bei der Darstellung von Livingstones Biographie fast ausschließlich Sandy Hobbs, Jim McKechnie, Michael Lavalette, Child Labor: A World History Companion, Santa Barbara (ABC-CLIO) 1999, p.145.

[6] Im Original “Christianity, Commerce and Civilization“. Das Motto ist auf seiner Statue zu finden, die zu Ehren von Livingstones “Entdeckung“ der Victoria-Fälle ebendort errichtet wurde.

[7] Traditionelle Häuser am Strand von Nkhotakota im Südwesten des Malawi-Sees (nahe der Maravi-Hauptstadt). Foto JackyR 13.3.2006, überarbeitet GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Nkhotakota,_Malawi1.jpg.

[8] Diese war erst 1857 von AkademikerInnen aus Oxford, Cambridge, Durham und Dublin gegründet worden, angeregt durch einen Vortrag Livingstones in der Heimat.

[9] Es waren nicht die ersten KollegInnen, die Livingstone auf dem Gewissen hat. 1857, als er drauf und dran war, die London Missionary Society zu verlassen, aber noch nicht sicher war, dass er von der britischen Regierung bei seinen Vorhaben unterstützt werden würde, daher weiter so tat, als würde er Teil des Teams des auf sein Geheiß zu gründenden Missionspostens in Kololo in Barotseland (nördliches Botsuane/südliches Sambia) sein, hatte er absichtlich die Gefahren heruntergespielt, die mit diesem Unternehmen verbunden waren. Ergebnis: Zwei Missionarsfrauen, drei Kinder und ein Missionar starben. Inzwischen war Livingstone schon als Konsul ihrer Majestät am Sambesi unterwegs.

[10] Hinter der Hauptstadt Lilongwe. Lilongwe in Mittel-Malawi löste erst 1974 Zomba als Hauptstadt ab. Das malawische Parlament übersiedelte erst 1994 von Zomba nach Lilongwe.

[11] Blantyre Nr.2, im Süden Malawis. Das Chayamb-Gebäude. Foto SMuyila 14.2.2015, leicht überarbeitet GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Blantyre_City.jpg.

[12] Walter Schicho, Malawi, in: Walter Schicho, Handbuch Afrika Band 3 Nord- und Ostafrika, Wien (Brandes&Apsel/Südwind) 2004, pp.359.

[13] Darauf bezieht sich auch der Titel von Jack Mapanjes “Und die Krokodile sind in der Nacht hungrig“ (“And Crocodiles are Hungry at Night“), seine 2011 bei Ayebia Clarke publizierten Gefängnismemoiren.

[14] Mausoleum von Hastings Banda in Lilongwe, Foto ilf_ 14.2.2018, überarbeitet von GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Mausoleum_vom_selbsternannten_Pr%C3%A4sident_auf_Lebenszeit_(40284511071).jpg.

[15] Sie ist mit Hastings Banda nicht verwandt. Banda ist der Name ihres zweiten Mannes, der ebensowenig mit dem Gründerpräsidenten verwandt war, obschon er Minister Hastings Bandas war und andere hohe Funktionen im Staat ausgeübt hat.

[16] Peter Jegwa, Malawi nurses strike paralyses operations in hospitals, BBC 20.4.2020 um 12h10 sowie BBC, Malawi health workers ‘go on strike’, BBC 16.4.2020 um 14h38.

[17] 9-10-jährige Yao-Buben sind die Teilnehmer an den Beschneidungs- und Initiationsriten, Foto Steve Evans 21.3.2005, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Initiation_ritual_of_boys_in_Malawi.jpg.

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