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“Zerstören wir die Resignation!”

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Als Literat verehrt, als Gewerkschafter und Politiker vergessen.

Günther Lanier, Freetown, 1.1.2020.

Er habe es verstanden, Hoffnung zu wecken und auch am Leben zu erhalten. Das wird mehrfach erzählt in dem Film[1], den Amina Mamani[2] 26 Jahre nach seinem Tod über ihren Vater Abdoulaye gemacht hat. In dem Film “Auf den Spuren Abdoulaye Mamanis“ wird das Gedicht “Espoir“ (“Hoffnung“) rezitiert. Aus diesem stammt mein Titel[3]: “Cassons la résignation“, “zerbrechen“ oder eben “zerstören wir die Resignation!“ Hoffnung ist “die Devise (gewesen), die Abdoulaye Mamanis Leben und seinen Kampf beseelt hat“[4].

Abdoulaye Mamani wurde 1932 in Zinder[5] geboren, heute drittgrößte Stadt der Republik Niger, im Südosten des Landes. Seit dem 16. Jahrhundert Hauptstadt eines muslimischen Staates, wird Zinder im 19. Jahrhundert zur Residenz des Sultans von Damagaram. Die Stadt wird mit mächtigen Mauern ausgestattet und erringt in der Region die Vorherrschaft – bis sie 1899 von der berüchtigten Voulet-Chanoine-Mission (die unter anderem auch Ouagadougou und das Mossi-Reich auf dem Gewissen hat) erobert wird. 1900 wird Zinder zur Hauptstadt des französischen Territoriums Niger. 1906 wird das Sultanat abgeschafft. Zwanzig Jahre später wandert die Hauptstadt der Kolonie Niger 750 km Luftlinie (per Straße sind es 100 km mehr) nach Westen, nach Niamey. Ebenfalls 1926 wird das Sultanat wieder eingerichtet, kommt aber nie mehr auch nur annähernd an seine präkoloniale Bedeutung heran.

 [6]

Mit seinem Volksschulabschluss gehörte Abdoulaye Mamani der Bildungselite an, betrug die Einschulungsrate in Niger 1948 doch nur 2%[7]. Er arbeitete dann eine Zeit lang als Handelsvertreter für die Société Générale Anonyme in Zinder[8]. Die miese Behandlung und die Ausbeutung der “Eingeborenen“ (so wurden die schwarzen UntertanInnen damals genannt[9]) veranlassten ihn schnell, eine Gewerkschaft zu gründen. 1952 wurde er, erst zwanzig, aber ein brillanter und charismatischer Redner, zum Generalsekretär der Zinder-Sektion der SECEP[10] gewählt. Von der kolonialen Administration wurde er als “extrem gefährlich“ und “eng zu überwachen“ eingestuft.

Er wandte sich dann der Politik zu. Mit vollem Herzen engagierte er sich gegen die französische Herrschaft. 1954 gründete er mit Djibo Bakari die Union Démocratique Nigérienne, die Nigrische Demokratische Union[11]. Zur Mouvement Socialiste Africain (Sozialistische Afrikanische Bewegung) mutiert und später in Sawaba (auf Hausa heißt das “Freiheit“ oder “Unabhängigkeit“) umbenannt, dominierte diese Partei das Zentrum und den Osten Nigers und Djibo Bakari wurde 1957 erster einheimischer Regierungschef[12], freilich nach wie vor unter kolonialer Aufsicht. Abdoulaye Mamani wurde für Sawaba zum Abgeordneten Nigers und “Großen Ratgeber“ französisch Westafrikas (AOF) gewählt.

Die Kolonialadministration tat alles, um Sawaba das Wasser abzugraben. So unterlag Abdoulaye Mamani 1958 auch dem konservativen Hamani Diori im Rennen um das BürgermeisterInnen-Amt in Zinder. Vor allem aber gab es am 28. September 1958 die Möglichkeit, per Referendum der französischen Kolonialherrschaft zu entkommen. Guinea nutzte diese Möglichkeit und wäre alles mit rechten Dingen zugegangen, dann wäre auch Niger diesen Weg gegangen. Sawaba und da vor allem Djibo Bakari und Abdoulaye Mamani wollten das Land von Grund auf umgestalten und neu orientieren, wollten unter anderem die überflüssige Grenze zu Nigeria abschaffen. Doch linke “Rebellen“ an der Südgrenze Algeriens, “Überläufer“ zur Anglophonie, das war dem großen[13] Charles de Gaulle zu viel. Die Mittel hatte Paris freilich, wenn es wollte, und vor Wahlbetrug zurückzuschrecken wäre unfranzösisch, zumindest was das koloniale und postkoloniale Afrika betrifft.

So gewann am 28. September 1958 das “Ja“ zum Verbleib Nigers in de Gaulles Französischer Union. Das war ein Schlüsselmoment, Nigers Augenblick der Wahrheit. Bis zum heutigen Tag ist das Land – ganz besonders unter dem derzeitigen Präsidenten Mahamadou Issoufou[14] – eine brave Postkolonie geblieben.

Djibo Bakary musste als Regierungschef zurücktreten. Bei den folgenden Wahlen gewann eine Koalition der Konservativen mit Sawaba-Dissidenten[15], der den Kolonialherren genehme Hamani Diori wurde im Dezember 1958 Premierminister, vorerst nach wie vor unter kolonialer Aufsicht. Ab diesem Zeitpunkt wurde es gefährlich, der Opposition anzugehören, sich für eine “wirkliche“ Unabhängigkeit einzusetzen[16]. Das Verbot der Sawaba-nahen Gewerkschaft UGTAN und von Sawaba selbst 1959 machten Niger schon vor der Unabhängigkeit mehr oder weniger zum Einparteienstaat. Djibo Bakary ging 1959 ins Exil. Nach der per 3. August 1960 von Paris gewährten oder oktroyierten Unabhängigkeit wurde Hamani Diori Präsident und weitete seine Macht weiter aus. Abdoulaye Mamani ging ins Exil.

14 Jahre sollte es dauern. Erst nach dem Sturz Hamani Dioris wagte er die Rückkehr. Obwohl er von den damals tatsächlich fortschrittlichen und panafrikanistischen algerischen Autoritäten mit offenen Armen aufgenommen wurde, einen Pass erhielt und – wenn auch oft inkognito – durch die Welt reiste, so litt er unter dem Exil, insbesondere, weil er seine Mutter und seinen eben erst geborenen Sohn zurücklassen hatte müssen.

Exil

Trunken
wie das Blatt
im verrückten Wirbel des Windes
wandert er ziellos
wandert er von einem Land ins nächste
trinkt Schimpf
und Schande

NEIN, meine Brüder
treiben wir niemanden ins Exil
es ist entsetzlich, das Exil![17]

Abdoulaye Mamani schreibt. 1972 und 1973 kommen mehrere Bücher von ihm heraus. Vor allem Poesie – die Poèmerides, aus denen ich soeben zitiert habe und gleich noch einmal zitieren werde, Eboniques, und die Anthologie de poésie de combat (Anthologie der Poesie des Kampfes), aber auch ein Theaterstück, Le Balai (Der Besen), eine Satire um zwei schwarze Emigranten, Straßenkehrer in Paris, das ihm Preise einbringt, unter anderem von Radio France Internationale (RFI).

Neger-Lied[18]

Neger-Lied, alte Hymne der Bariba-Krieger[19]
Siegesschreie der Amazonen[20] und der tapferen Sofas[21]
Trauriges Lied der Hoffnungslosigkeit, Klage schwarzer SklavInnen
Welch Freude überkommt mich, wenn ich dich höre in meinen abendlichen Träumen.
Melancholisches Lied der Mutter an der Wiege ihres Sohnes
Nostalgisches Lied des Peulh-Hirten tief im Wald
Liebeslied, Dankeslied der jungen Mädchen
Lied, das meine Ohren mit Vergnügen tausend Mal hören

Lied des Laptots[22] mit seinem Boot in den friedlichen Wassern des Niger
Lied der Bauern[23] zur Aufmunterung für die harte Arbeit an der Erde
Initiationslied des Magiers, um die Gunst der Geister bittend
Du bist mein dauernder Begleiter, du gibst mir Hoffnung

Düstere, schmerzerfüllte Schreie der untröstlichen Frau
Verrücktes Lied, fantastisches Lied der Initiation
Frenetische Youyous[24] alter Frauen, gravitätische Lautmalereien
Lobgesang der Demut, an den Gott und Erlöser gerichtet
Alte afrikanische Volksmusik, mächtiges Symbol der Vergangenheit
Spirituals, tiefsinnige Klagen der NegerInnen
Sehnsuchtsvolle Blues, naiv das Leiden zum Ausdruck bringend
Eure Stimmen wühlen mich bis ins tiefste Innere auf.[25]

Abdoulaye Mamani blieb auch im Exil ein Linker. Sein Verleger ist ein Schweizer Kommunist und im Film seiner Tochter erzählt mehrmals eine damals in der Schweiz lebende spanische Freundin über ihn und seine Zeit im Exil. Er reiste viel, lebte in Paris, Marseille, Rom, New York, Kairo.

 [26]

Das folgende Gedicht war sein Beitrag zur internationalen Kampagne für die Befreiung von Angela Davis. Die Bürgerrechtlerin und Schriftstellerin, leitendes KP-Mitglied, war bis zur ihrer Verhaftung 1970 kurz einmal eine der zehn meistgesuchten VerbrecherInnen der USA, kam ins Gefängnis, der Unterstützung des Terrorismus beschuldigt, wurde bei ihrem Prozess 1972 aber in allen Punkten der Anklage freigesprochen.

Ange free

Deine schwarze Faust im erregten Himmel
des weißen Amerika
dein weißes Lachen in der schwarzen Schande
von Onkel Sam

Schwarzer Engel, du frierst Hass ein
und zerbrichst Rassismus
und Verachtung

meine Seelenschwester

Oh meine braune Vollblut[27]-Amazone der neuen Zeit
Deine freche Mähne macht sich an die Eroberung der Freiheit[28]

Abdoulaye Mamani stand der 1966 nach der Ermordung von Malcolm X gegründeten Black Panther-Partei nahe.

 [29]

Am 15. April 1974 wird Hamani Diori unsanft von der Macht getrennt. Der Putschist und neue Staatschef, Seyni Kountché, lädt die nigrischen ExilantInnen ein, zurückzukommen. Aboulaye Mamani kehrt heim. Er wird sich nicht mit Politik beschäftigen, hat er Seyni Kountché in einem Brief mitgeteilt. Er will sich um seine Familie kümmern.

Das geht nicht lange gut. Nach Auseinandersetzungen im Militärrat lässt Seyni Kountché 1975 alle einsperren, die eine politische Vergangenheit haben. Erst 1980 kommt Abdoulaye Mamani wieder frei. In der Folge wird ihm Seyni Kountché, der sich angeblich entschuldigt hat für die Gefangennahme, mehrmals politische Posten, inklusive dem Premierministerposten anbieten. Doch Abdoulaye Mamani war es ernst mit seinem Abschied von der Politik.

1980 publiziert er ein Buch, das er während seiner fünf Jahre Haft ausgebrütet hat und das ihn berühmt machen sollte: Sarraounia[30]. Magierin und Königin der Azna, einer “heidnischen“ Hausa-Untergruppe, die sich im Kampf gegen die Voulet-Chanoine-Mission hervorgetan hatte.

Der mauretanische Regisseur Mel Hondo verwandelte das Buch 1986 in einen Film gleichen Namens. In Burkina mit einer Burkinabè als Hauptdarstellerin auf Mooré[31] gedreht, gewann dieser Film 1987 den Etalon d’or (den Goldenen Hengst), den Hauptpreis des Festival panafricain du cinéma et de la télévision de Ouagadougou/Fespaco, des alle ungeraden Jahre in Ouagadougou stattfindenden panafrikanischen Filmfestivals.

Abdoulaye Mamani stirbt am 3. Juni 1993 bei einem Autounfall. Es war auf dem Weg nach Niamey, wo ihm ein literarischer Preis verliehen werden sollte, der Boubou Hama-Preis. Seine Witwe erzählt, dass er den Preis gar nicht entgegennehmen hatte wollen, sich aber dann doch breitschlagen hatte lassen. Und seine Tochter erinnert sich, dass er ihr, damals war sie zehn Jahre alt, ein Geschenk versprochen hatte, wenn er – bald – zurück sein würde.

P.S. Dass Abdoulaye Mamani mit Sarraounia einer Frau ein Denkmal gesetzt hat, dass er eine Frau zum Inbegriff des Widerstands gegen koloniale Eroberung und für ein Leben in Freiheit gemacht hat, entbehrt im durch und durch patriarchalen Niger nicht der durchaus feministisch intendierten Ironie.

 [32]

Endnoten:

[1] Amina Mamani, Sur les traces de Abdoulaye Mamani, Niger 2019, 63’. Der Film wurde im Rahmen des CinéDroitLibre-Festivals im Dezember 2019 in Ouagadougou gezeigt.

[2] Achtung bei nigrischen Namen: Familiennnamen sind in der Tradition unbekannt. Abdoulaye Mamani ist Abdoulaye, der Sohn des Mamani und “Amina Mamani“ heißt eigentlich Amina Abdoulaye Mamani, also Amina, Tochter des Abdoulaye, Sohn des Mamani.

[3] Ich hätte gerne das ganze Gedicht hier wiedergegeben. Es ist schön in seiner Einfachheit. Ich habe es leider am Netz nicht gefunden – bis auf dieses Mini-Fragment auf p.316 in Jean-Dominique Pénel, Un autre étrange destin, in Tydskrif Letterkunde Nr.2 (2005) pp.310-317, https://docplayer.fr/81287757-Abdoulaye-mamani-un-autre-etrange-destin.html. “Espoir“ ist Teil des Gedichtbandes “Éboniques“ aus 1972.

[4] Jean-Dominique Pénel ebd. Jean-Dominique Pénel, der in dem Film Amina Mamanis ausgiebig zu Wort kommt, ist ein, wenn nicht der Kenner der Literatur Nigers.

[5] Das dem Artikel vorangestellte Foto zeigt ein Hausa-Haus in Zinder. Über der Eingangstür eine typische Relief-Dekoration. Fotografiert von Angeline A. van Achterberg zwischen November 1990 und Jänner 1991, aus der A.A. van Achterberg-Kollektion (TIF 1-2 Achterberg-01_00079) des African Studies Centre Leiden, leicht überarbeitet GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:ASC_Leiden_-_van_Achterberg_Collection_-_01_-_79_-_Une_maison_en_terre_cuite_haoussa_avec_une_d%C3%A9coration_de_fa%C3%A7ade_-_Zinder,_Niger,_novembre_1990_-_janvier_1991.tif.

[6] Sultanspalast in Zinder, Foto Roland 3.11.2007, leicht überarbeitet GL, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zinder_(6328886864).jpg.

[7] Mamoudou Djibo, Les enjeux politiques dans la colonie du Niger (1944-1960), in: Autrepart Nr.27 (2003/3), pp.41-60, https://www.cairn.info/revue-autrepart-2003-3-page-41.htm.

[8] Zur späten Jugend Mamanis und seiner Gewerkschaftsarbeit habe ich nur im vierten von sechs Bänden des Dictionary of African Biography etwas gefunden. Siehe Emmanuel Kwaku Akyeampong, Henry Louis Gates, Mr. Steven J. Niven, Dictionary of African Biography, Oxford (Oxford University Press) 2011, 4. Band, pp.67-69. Teilweise auf books.google.com zugänglich.

[9] Seit Ende des 19. Jahrhunderts waren alle nicht-französischen UntertanInnen dem Code de l’indigénat/Eingeborenen-Code unterworfen.

[10] Das anfängliche “S“ steht zweifellos für “Syndicat“=Gewerkschaft, dem Rest des Akronyms bin ich ebenso wenig auf die Spur gekommen wie der zuvor erwähnten Société Générale Anonyme/SGA.

[11] Für die Politik in Niger im letzten Jahrzehnt vor der Unabhängigkeit siehe Walter Schicho, “Niger“, pp.168-170 in ders., Handbuch Afrika Bd.2: Westafrika und die Inseln im Atlantik, Frankfurt a.M. (Brandes&Apsel/Südwind) 2001. Die Gründung der Union Démocratique Nigérienne ist für Schicho Anlass, Abdoulaye Mamani en passant zu erwähnen.

[12] Sein Titel war “vice-président du Conseil de gouvernement du Niger“, also “Vizepräsident des Ministerrates“. Oberchef blieb der französische Gouverneur.

[13] Ich meine neben der Körpergröße vor allem das Selbstbild.

[14] Siehe dazu auch Günther Lanier, Die Republik Niger und ihr Norden. Aus Liebe der EU geopfert? Radio Afrika TV 2.1.2019, http://alexisnshimyimanan5.sg-host.com/2019/01/02/die-republik-niger-und-ihr-norden/.

[15] Ich glaube, es waren keine Frauen dabei.

[16] Einer der Sawaba-Führer soll ermordet, ein anderer in den Wahnsinn getrieben worden sein, wird in Amina Mamanis Film erzählt.

[17] Das Gedicht ist im Band Poèmerides herausgekommen. Zitiert in Debra Boyd-Buggs, Mamani Abdoulaye: Pan-African Poet, p.196 in E. Anthony Hurley, Renée Brenda Larrier, Joseph McLaren, Migrating Words and Worlds: Pan-Africanism Updated, Trenton, N.J. (Africa World Press) 1999.
Im Original: Exil // Ivre / telle la feuille / dans le fol tourbillon du vent / il va sans but / et sans espoir / il va d’un pays à l’autre / buvant l’insulte / et l’humiliation // NON, mes frères / n’exilons personne / il est terrible, l’exil !

[18] “Neger“ war damals noch politisch korrekt.

[19] Die Bariba leben in Nord-Benin und West-Nigeria.

[20] Rein weibliche Kampftruppe des Dahomey-Herrschers in Süd-Benin.

[21] Sofas sind zum Beispiel Samory Tourés Soldaten.

[22] Bootsmann, insbesondere auf den Flüssen Senegal und Niger.

[23] Freilich hätte Abdoulaye Mamani auch an die Bäuerin, in der Zeile danach an die Magierin denken sollen, aber die Formen des Originals sind unbarmherzig männlich.

[24] Ululation, hohes Singen, bei schneller Zungenbewegung schwankende Tonhöhe, Ausdruck von Freude (insbesondere bei Hochzeiten), Trauer (Begräbnisse), Extase.

[25] Auch dieses Gedicht ist im Band Poèmerides herausgekommen. Zitiert in Debra Boyd-Buggs, Mamani Abdoulaye: Pan-African Poet, pp.201f in E. Anthony Hurley, Renée Brenda Larrier, Joseph McLaren, Migrating Words and Worlds: Pan-Africanism Updated, Trenton, N.J. (Africa World Press) 1999.
Im Original: Chant nègre // Chant nègre, vieil hymne des guerriers Baribas / Cris de victoire des amazones et braves Sofas / Chant triste, de désespoir complainte d’esclaves noirs / Quel plaisir me gagne à t’entendre dans mes rêves du soir. / Chant mélancolique de la mère au berceau de son fils / Chant nostalgique du berger peulh au fond des bois /Chant d’amour, chant de gratitude de jeunes filles / Chant que mes oreilles aiment entendre mille fois // Chant du laptot menant sa barque sur les eaux paisibles du Niger / Chant du cultivateur, stimulant dans le dur travail de la terre / Chant d’initiation du sorcier, implorant la faveur des esprits / Tu es mon compagnon de toujours, tu me donnes l’espoir. // Cris lugubres et douloureux de la femme éplorée / Chant démentiel, chant fantastique d’incarnation / Youyou frénétique de vieilles, graves onomatopées / Cantique humiliant adressé au Dieu de rédemption / Vieux folklore d’Afrique, puissant symbole d passé / Negroes spirituels, profondes lamentations du nègre / Blues langoureux, expression naïve de celui qui souffre / Vos voix me remuent au plus profond de mon être.

[26] Faust. Geschaffen von User:KeithTyler im Februar 2007, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Fist.svg.

[27] Das “cavale“ des Originals bedeutet sowohl das weibliche Pferd als auch die Flucht, den Ausbruch (aus dem Gefängnis).

[28] Dieses Gedicht ist im Band Eboniques abgedruckt. Ich habe es aus Elara Bertho, Jean-Dominique Pénel, Introduction, p.21 in: Abdoulaye Mamani, Les divagations d’un nègre hippy, suivi de Shit ! Paris (L’Harmattan) 2017, https://www.academia.edu/34647266/Abdoulaye_Mamani_Shit_Divagations_dun_n%C3%A8gre_hippy.
Im Original: Ange free // Ton poing noir dans le ciel trouble / de l’Amérique blanche / ton blanc sourire dans la honte noire / de l’oncle Sam // Ange noir qui gèle / et brise la haine et le racisme / et le mépris / my soul sister // O ma brune cavale / amazone des temps nouveaux / Ta crinière insolente monte à l’assaut de la liberté.

[29] Logo der Black Panther Party, https://en.wikipedia.org/wiki/File:Bpp_logo.PNG.

[30] Abdoulaye Mamani, Sarraounia. Le drame de la reine magicienne, Paris (L’Harmattan) 1980. Seither mehrere neue Auflagen.

[31] Die verbreitetste Sprache Burkina Fasos, Muttersprache von etwa der Hälfte der Burkinabè.

[32] Sarraounia, Foto von ChernorizetsHrabar am 8.5.2019, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sarraounia_Mangou.png. Ich habe leider kein besseres Foto von ihr zur Verfügung. Auch das Filmposter ist nicht gemeinfrei, kann aber samt dem 1:55 langen Trailer auf http://www.africine.org/?menu=film&no=5247 besichtigt werden.

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